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Unfall Lupe
Geisterfahrten sind äußerst selten, enden aber häufig mit tödlichen Folgen
Tödliche Fahrten gegen den Strom
Geisterfahrer vor allem am Wochenende unterwegs
Ein hoher Prozentsatz der Geisterfahrer sind zwischen 21 und 40 Jahre alt, sagt Prof. Rolf Roos vom Institut für Straßenwesen.
Personen zwischen 30 und 65 Jahren machten 35 Prozent aus, jüngere Lenker saßen in 20 Prozent der Fälle am Steuer. Dabei wurden Senioren überwiegend tagsüber auffällig, Jüngere nachts. An Wochenenden und Feiertagen werden bis zu zweimal mehr Falschfahrer gemeldet als werktags. Besonders hoch ist das Risiko demnach in der Nacht von Samstag zu Sonntag. Das ergab eine Auswertung des ADAC für 2009, in den vergangenen Jahren soll sich daran wenig geändert haben. Oft sind auch Alkohol und Drogen im Spiel, ab und zu fahren Autofahrer bewusst falsch, um sich und andere in den Tod zu reißen.

In 81 Prozent der Fälle lenkten Männer das falsch fahrende Auto, in sieben Prozent Frauen. Für den Rest lagen dem ADAC keine Informationen zum Geschlecht vor. Bei der Hälfte (47 Prozent) der Fälle, über die in der Presse berichtet wurde, ließ sich laut ADAC keine Ursache ausmachen. Bei einem Viertel (23 Prozent) waren Alkohol oder Drogen im Spiel.

Vor allem in den Stadtstaaten läuft es falsch
"Autobahnen sind die mit Abstand sichersten Straßen in Deutschland, und Geisterfahrer sind ein sehr seltenes Phänomen", so Roos. Pro Jahr gibt es laut deutschem Bundesverkehrsministerium 1700 bis 2000 Falschfahrer-Meldungen bei Polizei und Verkehrsfunk. Darin enthalten sind auch alle glimpflich verlaufenen Zwischenfälle, Telefonscherze und Irrtümer - belastbar sind die Zahlen deshalb nicht. Laut ADAC werden in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen sowie im Saarland und anderen städtischen Regionen wie dem Ruhrgebiet besonders viele Meldungen gezählt. Das liege insbesondere daran, dass dort die Verkehrsdichte höher sei und es mehr Zu- und Abfahrten gebe. Falschfahrer verirren sich besonders häufig auf Zubringer-Autobahnen, weil die Verkehrsführung oft verwirrend sei.

Die meisten unfreiwilligen Geisterfahrten gehen glimpflich aus, weil der Falschfahrer, der seinen Irrtum erkannt hat, in der Regel alles tut, um Unfälle zu vermeiden. 2012 starben mindestens 24 Menschen bei Unfällen, die von einem Falschfahrer verursacht wurden.

Falschfahrer stoppen
Schilder und Krallen gegen Geisterfahrer
Der Sinn von Straßenschildern oder Pfeilen auf der Fahrbahn gegen Falschfahrer sei mehr fraglich, sagt Verkehrsexperte Prof. Rolf Roos.
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