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Polizisten und Warnschild Video
In Österreich und bald in Deutschland sollen Schilder Geisterfahrer stoppen
Schilder und Krallen gegen Geisterfahrer
Deutschland übernimmt Österreichs Warnmethode
Der Sinn von Straßenschildern oder Pfeilen auf der Fahrbahn gegen Falschfahrer sei mehr fraglich, sagt Verkehrsexperte Prof. Ralf Roos.
"Wer aus Unachtsamkeit die falsche Abzweigung nimmt, oder weil er gerade eine SMS schreibt oder anderweitig im Nebel stochert, der ist nicht aufzuhalten", sagt der Mitarbeiter des Instituts für Straßenwesen. "Da kann man noch so große Schilder aufstellen." Zum besseren Schutz vor Geisterfahrer-Unfällen auf Autobahnen prüft das deutsche Bundesverkehrsministerium neue Warnmethoden mit Schildern und Fahrbahnmarkierungen.

Krallen sollen Geisterfahrer in der Auffahrt stoppen
Wirkungsvoll wären nach Meinung Roos' in der Fahrbahn integrierte Krallen, die hochschnellen und die Reifen zerstechen, wenn jemand aus der falschen Richtung darüber fährt. "Aber angesichts der großen Zahl von Autobahnauffahrten und Rastanlagen in Deutschland wäre das eine irrsinnige Investition. Dieser Aufwand ist angesichts des geringen Risikos nicht gerechtfertigt."

Nach Einschätzung von Roos gibt es in Deutschland durchaus Trassierungsfehler, die Autofahrer dazu verleiten, einen falschen Weg einzuschlagen. "Allerdings ist mir ein solcher Fehler bei Autobahnauffahrten nicht bekannt", sagte der Wissenschaftler.

Eine wirkungsvolle Hilfe gegen Geisterfahrer werde es wohl erst mittel- bis langfristig geben: mit elektronischen Warnsystemen. "Das GPS kann heute schon erkennen, ob ein Auto in verkehrter Richtung auf eine Autobahn oder in eine Einbahnstraße fährt", erklärte der Wissenschaftler. Es werde bereits an Systemen geforscht, die den Fahrer in solchen Fällen auf seinen Fehler aufmerksam machen.

"Ziel muss aber sein, dass auch die anderen Verkehrsteilnehmer gewarnt werden und sich in Sicherheit bringen können", sagte Roos. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass alle Autos mit einer Car-to-Car-Kommunikation ausgestattet sind - mit Sensoren und Sendern, die sich ständig über den Verkehrsfluss austauschen und diese Informationen den Fahrern weitergeben.

Gefahr durch Geisterfahrer
Tödliche Fahrten gegen den Strom
Ein hoher Prozentsatz der Geisterfahrer sind zwischen 21 und 40 Jahre alt, sagt Prof. Rolf Roos vom Institut für Straßenwesen.
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