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Grafik Video
Jugendliche konsumieren immer mehr, ihre Kaufkraft hat stark zugenommen
Jugendliche shoppen für die Selbstdarstellung
Kaufen befriedigt tiefe Wünsche des Menschen
Jugendliche definieren sich über Konsum, sagt der Soziologe Claus Tully vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München.
Die Kaufkraft von Jugendlichen hat in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommen. In Deutschland verfügen sie über eine Kaufkraft von 22 Millionen Euro.

Jugendliche geben ihr Geld vor allem für Kleidung, Schmuck, Kosmetika, Freizeitaktivitäten, Suchtmittel und Kommunikation per Handy oder Internet aus. Wichtig für die Kaufentscheidung ist vor allem, gut bei der eigenen Clique anzukommen. Das zeigt eine Studie des DJI:

  • 8 Prozent der Jugendlichen kaufen Dinge, um bei Freunden Eindruck zu machen
  • 19 Prozent achten darauf, dass die Güter, die sie kaufen, auch von Freunden positiv bewertet werden
  • Für 27 Prozent sind Konsumartikel Mittel zur Selbstdarstellung
  • 38 Prozent wollen stets über Produkte und Marken auf dem Laufenden sein
  • 43 Prozent bevorzugen Markenprodukte

Gleichzeitig gibt es aber auch Jugendliche, die die Konsumgesellschaft kritisch hinterfragen. So bietet die BUND-Jugend in verschiedenen Städten "Konsumkritische Stadtrundgänge" an. Die jungen Umweltaktivisten informieren dabei darüber, wie Lebensmittel, Kleidung und Elektrogeräte produziert werden und welche Auswirkungen der tägliche Konsum hat. Dabei wollen sie auch zeigen, wie sich das Konsumverhalten ändern lässt.

Shoppen als Selbstzweck
Video
Shoppen bedeutet für das Gehirn, sich mit Glückshormonen zu belohnen
Die Lust auf Neues ist dem Menschen angeboren. Das führt nicht nur dazu, dass wir gerne lernen, sondern auch gerne Neues kaufen - auch wenn es eigentlich nutzlos ist. Das Belohnungssystem im menschlichen Gehirn spricht auf alle neuen Reize an - das können auch neue Produkte sein. Etwas neues zu kaufen hebt die Stimmung.

Link
Die Studie "Jugend und Konsum" des DJI als PDF-Dokument
Interaktiv
Zwei Hälften, ein Denken
Unser menschliches Gehirn hat drei Hauptstrukturen: den Hirnstamm, das Kleinhirn sowie das Großhirn, das aus zwei Hälften mit unterschiedlichen Funktionen besteht.
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