Menschen am Computer Video
Ältere Arbeitnehmer lernen genauso gerne wie jüngere - aber anders
Nicht für die Theorie, für den Beruf lernen wir
Spezielle Workshops für ältere Arbeitnehmer
"Ältere lernen gerne konkret für ihren Arbeitsplatz und wenig theoretisch", sagt Lars Fieguth vom "Centrum Bildung und Beruf" in Hamburg.
"Das Arbeitsgedächtnis verändert sich mit zunehmendem Alter", sagt Gabriele Freude von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz. Auch sie setzt auf Workshops, in denen ältere Arbeitnehmer besonders die im Alter betroffenen Gehirnregionen trainieren.

"Das Altersbild, das wir heute haben, basiert auf den Erfahrungen, die unsere Eltern-Generation mit ihren Eltern gemacht haben", sagt Altersforscher Oliver Huxhold. "Auf Basis dieses Bildes werden Personalentscheidungen getroffen, obwohl sie mittlerweile längst widerlegt sind."

"Die Einstellung zur Weiterbildung muss sich ändern"
Die Bundesrepublik sei bei der Weiterbildung von Älteren immer noch ein Entwicklungsland, moniert Frank-Jürgen Weise von der Bundesagentur für Arbeit (BA). Vergleiche man die Beteiligung an Weiterbildung Älterer hierzulande mit den Quoten anderer europäischer Staaten, so liege die Bundesrepublik im unteren Drittel. "Die Einstellung zur Weiterbildung muss sich ändern." Das gelte für den einzelnen Beschäftigten, der dafür auch Freizeit opfern müsse, aber auch für die Betriebe, die lebenslanges Lernen tatsächlich auch ermöglichen müssten.

Die Bundesagentur für Arbeit wird laut Weise in den kommenden Jahren 450 Millionen Euro zur Förderung der Weiterqualifikation und Beschäftigung von Älteren investieren. Das Geld soll vor allem Älteren zu Gute kommen, deren Arbeitsplatz gefährdet ist.

nano spezial
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