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Eine Region hilft sich selbst: Neue Straßen erschließen die Insel Pemba
Straßen gegen das Elend
Pemba im Sansibar-Archipel wird so erschlossen
Straßenbau auf der Insel Pemba hilft gegen die Armut - die Arbeiten beschäftigen Menschen und die Region wird so wirtschaftlich erschlossen.
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In dem Projekt bauen die mehr als 2000 Inselbewohner 45 Kilometer Straße überwiegend mit der Hand statt mit Baumaschinen. Dazu nutzen sie nicht Schotter, sondern einen Belag, aus flüssigem, kalten Asphalt, Zement und Wasser, der dem extremen Wetter auf Pemba besser trotzen soll. Dadurch sollen die Straßen länger halten und weniger Schlaglöcher entstehen. Und damit sind auch weniger Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten nötig.

"Gerade für repräsentative Straßen zwischen Flughafen und Innenstadt oder wichtigen Verbindungsstrecken zwischen zwei Städten werden leicht ausländische Geldgeber gefunden, die den Bau finanzieren", erklärt Michael Engelskirchen von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Das Problem sei dann, die Straßen in gutem Zustand zu erhalten. Die Straßen in Afrika sind starken Regenfällen und intensiver Sonneneinstrahlung mit hohen Temperaturen ausgesetzt. Es muss ständig nach- und ausgebessert werden. Doch dafür fehlt oft das Geld. Sponsoren sind hierfür kaum zu gewinnen.

Die Weltbank hat in den frühen 1990er maßgeblich zur Veränderung der Finanzierung des Straßenbaus in Ländern südlich der Sahara beigetragen. Seitdem gibt es unter anderem Straßenfonds, die alle Gelder verwalten, die für den Straßenbau zur Verfügung gestellt werden. Die kommen meist aus den Abgaben auf Benzin und Diesel. "Eine Maut für die Straßennutzung gibt es in Afrika so gut wie nicht", so Michael Engelskirchen.

Alle Straßenfonds haben die gleichen zentralen Kriterien: eine sichere Rechtsgrundlage; eine separate Verwaltung mit klaren Vorschriften, die von einer öffentlichen Behörde überwacht wird sowie eine eigene Finanzverwaltung, die effizient arbeitet und alle Einnahmen direkt auf ein eigenes Bankkonto einzahlt. Durch diese Kriterien konnten die Straßenfonds ihr Ansehen gegenüber des Internationalen Währungsfonds verbessern, denn dadurch können Gelder nicht so leicht veruntreut werden. Das ist in den Straßenfonds der ersten Generation, die es vor 1990 gab, häufig vorgekommen.

Mittlerweile gibt es in 27 Ländern südlich der Sahara Straßenfonds. Nach Einschätzungen der Weltbank wird es in den kommenden Jahren noch mehr geben.

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