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Den Schweizer Unis ist es zu voll - sie haben Beschränkungen eingeführt
Erschwerter Zugang trifft vor allem Deutsche
Zulassungsbedingungen an Schweizer Unis
Mit dem Wintersemester 2011/2012 haben es ausländische Studenten schwerer, in der Schweiz einen Studienplatz zu bekommen.
"Die Maßnahme zur Zulassungsbeschränkung ist nicht in dem Sinne gegen die Deutschen Studierenden gemeint", sagt Antonio Loprieno von der Rektorenkonferenz Schweizer Universitäten. "Das darf auf gar keinen Fall so gesehen werden. Die Realität ist , dass insbesondere auf Undergraduated-Ebene die meisten Studierenden die in die Deutschschweiz kommen, aus Deutschland kommen. Insofern ist es auch verständlich, dass man die Qualität dieser Studierenden besonders unter die Lupe nimmt, mehr als jene aus andern Ländern, die uns genauso - wie jene aus Deutschland genauso - willkommen sind."

"Zulassungsbedingungen sind nicht der richtige Weg, um gute Bildung an der Universität zu sichern", sagt Manuela Hugentobler von der studentischen Körperschaft (Skuba) in Basel. "Ich glaube nicht, dass man das auf der Zulassungsebene muss, sondern mit Leistungsüberprüfungen während der Universität und mit den Anforderungen, die da gestellt werden."

Gute Noten und ein Studienplatz müssen her
Nach Angaben von Raymond Werlen von der Rektorenkonferenz wurde bereits im Herbst 2010 beschlossen, deutsche Studenten aufzunehmen, wenn sie einen Notendurchschnitt von mindestens 2,5 für die Universität in Bern und von 2,0 für die Universität Zürich erreicht haben. Dann müssten sie auch keinen Nachweis für einen Studienplatz in Deutschland mehr vorlegen, sagt Werlen. Ausgenommen davon seien neben Medizin nur Studienfächer mit Kapazitätsengpässen wie Psychologie, Medienwissenschaften, Biologie oder Pharmazie.

Abiturienten aus Deutschland müssen die Note 2 oder einen Platz an einer deutschen Hochschule nachweisen, wenn sie in Zürich oder Bern studieren wollen. Ab dem Herbstsemester führen die Schweizer Universitäten erstmals landesweite Zulassungsbeschränkungen für deutsche Studienanfänger ein.

Hintergrund ist der Zustrom von Studierenden aus Deutschland in die Schweiz. Von 130.000 Studierenden in der Schweiz sind knapp 30.000 Bildungsausländer. 9000 kommen aus Deutschland. Bislang war es für Deutsche deutlich einfacher, in der Schweiz einen Studienplatz zu bekommen als in der Heimat, weil es zu Hause für viele Fächer einen Numerus clausus, eine Zulassungshürde über den Notendurchschnitt, gibt.

Außerdem drängen immer mehr Studienanfänger - infolge doppelter Abitur-Jahrgänge, etwa aus Bayern und Niedersachsen, sowie nach der Aussetzung der Wehrpflicht - an die Hochschulen. Derzeit fehlen in Deutschland 50.000 Studienplätze. Viele Studienwillige könnten in die Schweiz ausweichen. "Es kann nicht sein, dass es grundsätzlich importierende Länder gibt wie die Schweiz und grundsätzlich exportierende Länder wie Deutschland", sagt Loprieno. Die Universität Zürich meldet 20 Prozent mehr Anmeldungen aus Deutschland als im Vorjahr.

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Gast
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