Fünf Großunternehmen, das Familienministerium und die Bundesagentur für Arbeit in Nordrhein-Westfalen testen seit dem 25. November 2010 in einem Pilotprojekt anonymisierte Bewerbungsverfahren. Dadurch will die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) unter Leitung von Christine Lüders verhindern, dass Vorurteile oder Vorlieben von Personalchefs bei der Einstellung eine Rolle spielen. Es könne nicht sein, dass Bewerber oft nur "aufgrund ihres Namens oder ihres Alters keine erste Chance erhalten. Entscheidend für die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber sollte nur die Qualifikation sein", erklärt Lüders. "Wir brauchen in Deutschland eine neue Bewerbungskultur."