Wolf © dpa
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Seit 2000 breiten sich Wölfe wieder in Deutschland aus.
46 Rudel nachgewiesen
Wölfe leben vor allem in Ostdeutschland
Der Wolf fasst in Deutschland weiter Fuß. Mittlerweile liegen Nachweise von 46 Rudeln vor, wie das Bundesamt für Naturschutz (BfN) am 23. September 2016 mitteilte.
Zudem seien 15 Paare und 4 sesshafte Einzeltiere nachgewiesen. Die meisten Tiere leben in Sachsen und Brandenburg. Der Wolf war in Deutschland vor 150 Jahren ausgerottet worden. Im Jahr 2000 wanderte dann erstmals ein Wolfspaar aus Polen zu. Seitdem verzeichnen die Artenschützer eine positive Entwicklung der Population.

"Trotz der erfreulichen Zahlen weist die Art insgesamt allerdings immer noch eine ungünstige Erhaltungssituation auf. Und wir dürfen auch die Augen nicht davor verschließen, dass der Mensch nach wie vor der größte Feind des Wolfes ist", sagte BfN-Präsidentin, Professorin Beate Jessel, laut einer Mitteilung. Nur 14 der 147 Wölfe, die seit 2000 in Deutschland tot aufgefunden wurden, seien nachweislich eines natürlichen Todes gestorben. Viele werden überfahren oder illegal abgeschossen.

Glossar
Der Wolf - ein soziales und scheues Raubtier
Der Wolf (Canis lupus) gehört zur Ordnung der Fleischfresser und ist verwandt mit den Hunden. Sein Fell ist grau bis bräunlich, er wird bis zu 1,60 Meter lang und hat eine Schulterhöhe von 50 bis 100 Zentimetern.
Mediathek
VideoEin tierischer Streit
Der Wolf ist in Deutschland zurück - und nano-Reporterin Alexandra Kröber begibt sich mitten in den Streit zwischen Tierschützern, Landwirten und Jägern.