Urinprobe Video
Mediziner können den Urin dazu nutzen, Krankheiten zu diagnostizieren
Blutreste färben Urin
Abbauprodukte des Hämoglobins geben gelbe Farbe
Urin ist gelb, weil die Nieren über ihn Abbauprodukte wie die des Hämoglobins entsorgen und aus dem Körper abtransportieren.
An der Luft entsteht später ein scharfer Geruch, weil Bakterien stickstoffhaltige Inhaltsstoffe zu Ammoniak zersetzen.

In der Nierenrinde finden sich zehntausende Nierenkörperchen, die Glomeruli. Dort findet die eigentliche Filtration des Blutes statt. Dabei entstehen täglich rund 200 Liter Primärharn. Der Rest der Niere dient vor allem dazu, einen Großteil dieser riesigen Flüssigkeitsmenge und darin enthaltene wertvolle Moleküle wie Eiweiße oder Kohlenhydrate wieder ins Blut zurückzuführen. Als Urin werden letztlich nur ein bis zwei Liter pro Tag ausgeschieden.

Urin besteht zum größten Teil aus Wasser. Aber da unser Körper ihn als Transportmittel für seine Abfälle nutzt, enthält Urin noch andere Substanzen. Dazu gehören Harnstoff, Hormone, Phosphate und Salze. Der Urin gesunder Menschen ist hell- bis dunkelgelb. Krankheiten können die Urinfarbe beeinflussen; bei einer Lebererkrankung kann er bierbraun und bei einer Stoffwechselkrankheit sogar schwarz oder rot sein. Wenn der Urin orange, grün oder blau ist, sind meist Medikamente oder Farbstoffe daran Schuld.

Die Frage
"Warum ist Urin gelb, und warum entsteht bei längerem Kontakt mit Luft ein beißender Geruch?" (Urs Zingg, Bern)
mehr zum Thema