Wisent Video
Das Wisent frisst nicht nur Gras, sondern hält auch Bäume und Büsche klein
Den Wald wegfressen
Tiere sind günstiger als Maschinen für Naturpflege
Wisente sind auf der Döberitzer Heide bei Berlin für die "Landschaftspflege" zuständig: Sie verhindern, dass dichter Wald die Landschaft überwuchert.
Naturschützer streiten, ob Wald oder offenes Land günstiger für die Artenvielfalt sind. Der Wiedehopf, aber auch viele Orchideenarten könnten im dichten Wald nicht leben. Um den Lebensraum solcher Arten zu erhalten, muss die Landschaft gepflegt werden, entweder mit Maschinen oder durch große Pflanzenfresser.

Die großen Wildrinder weiden auch im Donaumoos
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Große Pflanzenfresser wie das Wisent halten die Landschaft offen
Das Wisent soll ebenfalls beim Schutz und der Wiederaufbereitung des Donaumoos helfen. Das eine Tonne schwere Wildrind verzehrt 25 bis 30 Kilo Rinde und Büsche pro Tag. Das unterscheidet das Wisent von seinem zahmen Verwandten - Hausrinder fressen nur das Gras, Wisente verputzen auch härtere Kost und weiden auch unter dem Schnee. So halten sie Büsche und Bäume klein und geben dem Moor wieder eine Chance.



Auch der amerikanische Verwandte ist in Aktion
Rund um den Cospudener See bei Leipzig sorgen dagegen amerikanische Büffel für eine offene Landschaft. "Wir sind nach der ersten Saison mit dem Ergebnis sehr zufrieden", sagte Forstingenieur Andreas Sickert. "Viele Bodenbrüter haben sich angesiedelt - die Bisons stören die Vögel nicht." Die Biologen konnten Fasane, Stockenten, Schwarzkehlchen und Neuntöter nachweisen. "Das endgültige Ergebnis werden wir allerdings erst haben, wenn wir das Monitoring beendet haben."




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