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Flugzeug "Solar Impulse 2" startet Video
"Solar Impulse 2": sicher in Arizona gelandet (Beitrag vom 3. Mai 2016)
In Phoenix angekommen
Solarflugzeug war 16 Stunden lang in der Luft
Der Sonnenflieger "Solar Impulse 2" hat die nächste Etappe geschafft. Der Flieger sei in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) in der Stadt Phoenix im US-Bundesstaat Arizona gelandet.
Das teilten die Betreiber per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Solarflugzeug war am frühen Montagmorgen (Ortszeit) nach rund einer Woche Pause in Mountain View in Kalifornien gestartet. Für die etwa 1200 Kilometer nach Phoenix hatte das Flugzeug rund 16 Stunden gebraucht.

Zuvor war das Solarflugzeug von Hawaii aus fast drei Tage Non-Stop nach Kalifornien geflogen. Als nächstes stehen noch mindestens drei Stopps in den USA an, bevor der Atlantik überquert werden soll. Die Solar Impulse 2 war im März 2015 im Golfemirat Abu Dhabi zu einer Weltumrundung gestartet und über Indien und China nach Hawaii geflogen. Das Projekt soll die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft aufzeigen. Wegen beschädigter Batterien musste das Team um Bertrand Piccard und seinen Kollegen André Borschberg auf der Pazifikinsel eine neunmonatige Pause einlegen.

"Solar Impulse" fliegt in Schneckengeschwindigkeit
Die Reise um die Welt ist das Ergebnis von zwölf Jahren Forschung. Angetrieben wird das 2,5 Tonnen schwere Flugzeug aus Karbonfasern von 17.000 Solarzellen auf den 72 Meter langen Tragflächen. Dies ist fast ebenso so viel wie die Spannweite eines Airbus A380, während das Gewicht gerade einmal einem Prozent des Superjumbos entspricht. "Solar Impulse 2" fliegt allerdings lediglich mit einer Geschwindigkeit von 50 bis 100 Kilometern pro Stunde auf maximal 8500 Metern Höhe.

1999 gelang es Piccard als Erstem, ohne Zwischenstopp die Welt in einem Ballon zu umrunden. Mit "Solar Impulse 1" unternahmen die beiden Flugpioniere 2013 bereits mehrere lange Flüge in Europa, Marokko sowie quer durch die USA.

Solarflugzeug-Pilot hypnotisiert sich selbst
Lupe
Im Flugsimulator übt Bertrand Piccard sich in der Technik der Selbsthypnose.
Für seine Weltumrundung mit dem Flugzeug "Solar Impulse" hat Bertrand Piccard gelernt, per Hypnose quasi "auf Kommando" einschlafen zu können. "Es gibt zwei Arten von Hypnose, die ich anwende", sagt Piccard. "Bei der einen lasse ich nur den Körper schlafen, aber nicht den Kopf. Die Augen sind dabei offen und ich kann die Bordinstrumente sehen. Bei der anderen kann ich mit Hilfe der Hypnose richtig schlafen, das funktioniert auch."

Die Fliegerjacke dient als eine Art Wecker: "Wir haben 36 Handyvibratoren verteilt über den ganzen Körper in die Jacke eingebaut", schildert Systementwickler Walter Karlen. "Wir projizieren das Flugzeug auf den Körper des Menschen: Wenn ein Problem beim Flügel auftaucht, projizieren wir das auf den Arm. Der Rumpf entspricht dem Körper, das Cockpit dem Kopf." Die Sensoren erfassen die Flugdaten und melden plötzliche Veränderungen. "Wenn das Flugzeug auf eine Seite abdriftet, beginnt die Jacke auf der gleichen Seite zu vibrieren. So kann der Pilot augenblicklich reagieren und ohne lange Aufwachphase das Gleichgewicht wieder herstellen." Gleichzeitig überwacht die Jacke auch die Körperfunktionen des Piloten.

Mediathek
VideoUm die Welt ohne Sprit
Die Schweizer Flugpioniere Bertrand Piccard und André Borschberg sind mit ihrem Solarflugzeug "Solar Impulse 2" zu einer Weltumrundung aufgebrochen. (Beitrag vom 9. März 2015)
Mediathek
Video"Beten, dass es klappt"
"Wir arbeiten und wir beten, dass alles klappt", sagt Solarflieger Bertrand Piccard im Interview. (Beitrag vom 9. März 2015).
Solarflieger hebt ab
VideoDer Sonne entgegen
Knapp ein Jahr vor einer geplanten Erdumrundung hat das Schweizer Sonnenenergie-Flugzeug "Solar Impulse 2" erfolgreich seinen Jungfernflug absolviert. (Beitrag vom 3. Juni 2014)