Mensch in Uhr © colourbox.de
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Wenn der Wecker klingelt sind viele Menschen noch lange nicht ausgeschlafen.
Unser innerer Takt
Die Chronomedizin untersucht, was unseren Rhythmus stört
Schlafmangel durch Flugreisen, Schichtarbeit, Reizüberflutung oder Stress: Der menschliche Rhythmus gerät in der modernen Arbeitswelt immer häufiger aus dem Takt.
Geht der Rhythmus verloren, kann das zu gesundheitlichen Problemen führen. Häufig kommt es zu Schlafstörungen. Psychische und physische Probleme sind die Folge. Dann gilt es, den Rhythmus durch verschiedene Maßnahmen wiederherzustellen und den Organismus zu stabilisieren.

Die Chronobiologie beschäftigt sich mit den Rhythmen von Lebewesen; die Chronomedizin damit, wie sich Störungen der Rhythmik, insbesondere Schlafmangel auf unsere Gesundheit auswirken.

Man spürt die Zeit
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Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus, doch gibt es generelle Rhythmen, denen wir alle mehr oder weniger genau unterliegen. Auch unsere Körperfunktionen folgen dem inneren Takt: Zirbeldrüse und Nebenniere regulieren unseren Schlaf-Wach-Rhythmus: Die Nebenniere produziert das wach machende Kortisol, die Zirbeldrüse das Schlafhormon Melatonin. Der Hypothalamus im Gehirn steuert den Prozess.

  • 0 Uhr: Körpertemperatur und Blutdruck sinken. In der Nacht findet auch der REM-Schlaf statt.
  • 1 Uhr: Die meisten Babys kommen nachts zur Welt, wenn man der Natur ihren Lauf lässt.
  • 5 Uhr: Blutdruck und Herzfrequenz steigen. Das dient dem Wachwerden; es bringt allerdings mit sich, dass das Risiko besonders hoch ist, jetzt einen Herzinfarkt zu bekommen.
  • 7 Uhr: Sexualhormone wirken besonders stark.
  • 10 Uhr: Das Gehirn ist optimal durchblutet und bereit auch für schwierige Aufgaben.
  • 12 Uhr: Der Magen wird aktiv und zieht dabei Blut aus dem Gehirn ab. Die Produktion von Verdauungsenzymen beginnt.
  • 15 Uhr: Das Schmerzempfinden ist weniger stark ausgeprägt, Schmerzmittel wirken deshalb länger und besser.
  • 16 Uhr: Das Gehirn wird wieder aktiver, nachdem es zuvor ausgeruht hat.
  • 17 Uhr: Nachmittags und am frühen Abend geht der Atem besonders schnell, dementsprechend viel Sauerstoff wird aufgenommen: der ideale Zeitpunkt für Sport.
  • 19 Uhr: Erst jetzt produziert die Leber alkoholabbauende Enzyme.
  • 20 Uhr: Der Körper schüttet das Schlafhormon Melatonin aus.

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VideoDie Innere Uhr läuft immer mit
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Zwei Hälften, ein Denken
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