Elektroauto Video
In der Modellregion Bremen/Oldenburg fahren schon die ersten Elektroautos
Elektroauto-Praxistest in acht deutschen Gebieten
Modellregionen prüfen Wagen und Infrastruktur
Acht Modellregionen prüfen den Einsatz von Elektroautos. Sie sollen klären, wie eine Infrastruktur für Ladestationen errichtet werden kann.
2800 Fahrzeuge und 2500 Ladepunkte werden dort unter Federführung des Bundesverkehrsministeriums auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Dafür stehen 130 Millionen Euro zur Verfügung. "Wir haben einen wahren Ansturm auf unsere Projektmittel erlebt", sagt Ressortchef Peter Ramsauer (CSU).

"Es gibt noch kein Serienfahrzeug", bedauert Dieter Lindauer, Leiter der Leitstelle Modellregion Elektromobilität Rhein-Main. "Wir haben ein Problem." Auch die Ladestationen müssen teilweise erst noch entstehen. Für die Pilotversuche mit Elektroautos werden in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Mitte mehr als 550 Ladestationen installiert. Nach Abschluss des Tests sollen die Strom-Tankstellen dann weiterhin für Elektrofahrzeuge zur Verfügung stehen.

Selbst ein einheitlicher Stecker braucht noch Zeit
Autokonzerne und Stromversorger haben sich im April 2009 auf einen einheitlichen Stecker zum Betanken der Autos geeinigt. Wie aber Elektro-Tankstellen, Batterie-Typen und Auto-Stromrechnung einmal aussehen sollen, wird noch lebhaft diskutiert. Der offizielle Normierungsprozess dauert Jahre. "Jetzt wissen alle, wie der Stecker bei den anderen aussehen wird", sagt Harald Fletcher, Sprecher des Energiekonzerns RWE. "Sie können ihre Autos so entwickeln, dass alles zusammenpasst." Auch suchen die Konzerne nach Wegen, wie der Versorger dem Fahrer den jeweiligen Preis für das Kilowatt Strom kommunizieren kann. Dafür müssen Schnittstellen zwischen Autos und Versorger entwickelt werden.

"Der Preis könnte dann in einem Display im Auto oder auf dem Navigationsgerät angezeigt bekommen", sagt Prof. Martin Wietschel vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Die Preistafeln der Tankstellen eignen sich dafür kaum, denn ein Tankstellen-Netz wie bei Benzin und Diesel dürfte es für Elektroautos nicht geben. Da Strom prinzipiell überall verfügbar ist, dürften Autofahrer nur noch selten an die Tankstelle fahren. "Die Elektroautos werden wohl überwiegend zu Hause, am Arbeitsplatz oder in Tiefgaragen aufgeladen", so Wietschel.

Die Plattform Elektromobilität, ein Forum von Regierung, Autoindustrie, Zulieferern, Stromversorgern und Wissenschaftlern, hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland weltweit zum "Leitmarkt für Elektromobilität" zu machen. Bis 2020 sollen mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren.

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Stop or Go
Bis 2020 sollen durch Deutschland eine Million Elektroautos fahren. Auch das Straßennetz muss ausgebaut werden: Es gibt heute doppelt so viele Autofahrer wie vor 20 Jahren.
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Strom im Tank
nano besucht die 64. Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt. Kann das Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen in Deutschland bis 2020 wirklich erreicht werden?
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Das Verkehrsministerium fördert die Modellregionen Berlin/Potsdam, Bremen/Oldenburg, Hamburg, München, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Sachsen und Stuttgart mit 115 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II.
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Die großen deutschen Autohersteller wollen dabei sein, wenn sich Elektroautos durchsetzen. Sie testen derzeit in mehreren Städten die neue Technik mit kleinen Flotten von Strom-Flitzern: Daimler mit RWE, VW mit Eon, BMW mit Vattenfall.
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