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Das Gehirn im Fokus
Forscher stoßen immer wieder auf neue Funktionen und Verbindungen des Hirns
Ein Netz aus Neuronen
Ein Geflecht aus Neuronen sorgt für das Denken
Im Gehirn finden Wissenchaftler auf der Ebene der Moleküle immer noch ungeahnte Funktionsweisen und Querverbindungen zwischen Nerven.
Blick ins Kundengehirn
Werbeforscher können auch in Zukunft die Gedanken der Kunden nicht lesen, schätzt der Neurologe Michael Deppe aus Münster.
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Gewappnet für Konflikte
Im Gehirn finden Forscher auf der Ebene der Moleküle immer noch ungeahnte Funktionsweisen und Querverbindungen, die unser Denken entstehen lassen und Sinnesreize zu einem Ganzen zusammen setzen
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Mit dem Alter ändert sich die Zeit-Wahrnehmung
"Experimente haben gezeigt, dass ältere Leute sich wesentlich besser an Dinge aus der Kindheit und Jugend erinnern als aus der Zeit, als sie 40 oder 50 waren", sagt Prof. Douwe Draaisma, Gedächtnisforscher.
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Schau in Basel zeigt, wie das Gehirn funktioniert
Das Anatomische Museum in Basel zeigt bis August 2009 die Ausstellung "Das menschliche Gehirn – ein unerforschtes Organ". Ziel der Ausstellungsmacher ist es, mit aktuellen Themen die Vielschichtigkeit, Komplexität und Sensibilität der Gehirnfunktionen näherbringen und so das Verständnis für die Hirnforschung fördern. Das menschliche Gehirn hat drei Hauptstrukturen: Hirnstamm, Kleinhirn und Großhirn. Der Hirnstamm steuert vor allem lebenswichtige Funktionen wie Atmung und Kreislauf.
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Arbeitnehmer dopen sich mit Arznei für den Job
Zwei Millionen Menschen haben ihrer Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz schon einmal nachgeholfen. Knapp die Hälfte davon nimmt entsprechende verschreibungspflichtige Medikamente gezielt und regelmäßig, wie aus einer Studie der Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) hervorgeht, die im Februar 2009 in Berlin veröffentlicht wurde. "Wir wissen über die Gefahren noch nicht sehr viel", sagt Isabella Heuser, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité.
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"Bei Gehirnwäsche wird keine Erinnerung gelöscht"
"Bei der Gehirnwäsche wird nichts gewaschen und es wir keine Erinnerung getilgt", sagt der Psychologe Hans-Eberhard Zahn, einst Gefangener in der DDR. "Ganz im Gegenteil: Es wird einiges hineingebracht. Somit finde ich die Begriffe 'Zersetzung' oder 'Umprogrammierung' eher am Platze." Der Bereich "Operative Psychologie" der Staatssicherheit hat zunächst die Persönlichkeit ihrer Opfer untersucht. Sie unterhielt sogar einen Studiengang gleichen Namens.
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Forscher sehen Mäuseneuronen beim Lernen zu
Wenn Mäuse lernen, bilden sich neue Proteine, die ihrerseits miteinander kommunizieren. "Wir können sehen, wie einzelne Synapsen im Gehirn sich in ihrer Struktur und Funktion verändern", schildert Prof. Michael Kiebler vom Zentrum für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien. "Wir können aber nur schwer sehen, welche Moleküle sich in einer Zelle verändern und welche Moleküle dafür verantwortlich sind, dass wir Gelerntes abspeichern und wieder abrufen können."
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Simuliertes Gehirn soll Nervenkrankheiten erklären
"Wir wissen nun, dass sich nicht nur die Synapsen zwischen den Neuronen verändern, sondern sich ganze Kreisläufe neu vernetzen", sagt Prof. Henry Markram, Leiter des Blue-Brain-Projekts des Polytechnikums Lausanne. "Wir wollen bis 2015 die erste Version eines Modells des menschlichen Gehirns bauen. Die größte Herausforderung ist es herauszufinden, wie wir uns an etwas erinnern, obwohl sich das Gehirn ständig verändert." Im Computer können die Forscher sehen, wie sich das Gehirn in Sekundenbruchteilen verändert.
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70-Jährige können ihr Gedächtnis noch verbessern
Seniorinnen können, wenn sie sich neuen Reizen aussetzen, ihre intellektuelle Leisungsfähigkeit verbessern, haben Wissenschaftler der Berliner Charité in ihrer Studie "Berlin bleibt fit" an 260 Frauen zwischen 70 und 92 Jahren über ein halbes Jahr herausgefunden. "Wir können nur dadurch, dass wir geistig und sportlich aktiv sind, die Demenz nicht verhindern, aber doch hinauszögern", sagt Isabella Heuser, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Berliner Universitätsklinik.
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Bücher und Filme regen dieselbe Gehirnregion an
Ein spannendes Buch kann genauso fesseln wie ein schockierender Film, weil beide Medien die gleiche Gehirnregion anregen. Mbemba Jabbi, Jojanneke Bastiaansen und Christian Keysers von der Universität Groningen verglichen die Anregung im Magnetresonanz-Tomographen.
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Gehirne älterer Menschen können noch wachsen
Auch mit 60 Jahren ist das menschliche Gehirn noch in der Lage, mit Wachstum auf das Erlernen einer neuen Aufgabe zu reagieren. Das belegt eine Studie von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und aus Jena. Die Forscher um Prof. Arne May hatten als Erste nachweisen können, dass das menschliche Gehirn auch nach Abschluss des Reifungsprozesses (also mit etwa 20 Jahren) noch in bestimmten Regionen wachsen kann, wenn eine neue Aufgabe erlernt wird.
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Spiegelneuronen bewirken Mitgefühl beim Menschen
Spiegelneuronen im Gehirn sind speziellen Nervenzellen, die den Menschen zum sozial mitfühlenden Wesen machen, sagt der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer. Das Besondere an ihnen: Sie rufen im Gehirn beim Betrachten einer Verhaltensweise die gleiche Reaktion hervor, als wäre das Wahrgenommene selbst ausgeführt worden. Das Gehirn spiegelt also das Gegenüber und legt damit die Grundlage für das intuitive Verstehen, was der andere tut - und fühlt.
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Nur durch Gehirnsignale Modellautos steuern
"Viele gehen davon aus, dass eine schwere Verletzung eine Summe von Einzelverletzungen ist", sagt Bertil Bouillon von der Uni Witten. "In Wirklichkeit reagiert der Patient bei einer Kombination von Verletzungen jedoch durchaus anders, als bei Einzelverletzungen. Wir gehen deshalb davon aus, dass es tatsächlich so etwas wie eine Traumakrankheit gibt. Also eine Reaktion des Körpers auf diese Schocksituation." Weltweit forschen Wissenschaftler daran, den Schock in den Griff zu bekommen.
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Neurologen fordern Konsequenzen für Strafrecht
Einige Neurowissenschaftler behaupten, dass Mörder, Gewalttäter und notorische Diebe eine signifikant veränderte Hirnstruktur aufweisen. Ihr Hirnstoffwechsel unterscheide sich von dem durchschnittlicher "normaler" Menschen, was dazu führe, dass sie in viel geringerem Maße eine verbindliche Moral entwickeln. Nach Meinung einiger Neurologen sei der "freie Wille" lediglich eine Illusion und kriminelles Verhalten weit mehr genetisch bedingt als durch soziale Erfahrung. Sie fordern Konsequenzen für das Strafrecht.
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US-Forscher blicken per Scanner ins Gehirn
Hirnforschern aus den Vereinigten Staaten entwickelten ein computergestütztes Gerät, das zeigen kann, was andere sehen. Ärzte könnten diese Technik vielleicht einmal nutzen, um Hirnschäden bei Schlaganfallpatienten oder Altersschwachsinn zu untersuchen, erklärte US-Forscher Jack Gallant von der kalifornischen Universität Berkeley. Querschnittsgelähmte könnten per Fernbedienung bestimmte Geräte bedienen, indem sie eine Reihe von Bildern vor ihrem geistigen Auge ablaufen ließen.
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Babys nehmen Farben mit anderer Gehirnhälfte wahr
Kleinkinder nehmen Farben anders wahr als Erwachsene: Sie nutzen vor allem die rechte Gehirnhälfte, so lange sie noch nicht sprechen können. Erst später verarbeiten sie wie Erwachsene die Farbinformation in der linken Gehirnhälfte, in der auch das Sprachzentrum sitzt. Damit zeige die Studie auch, wie stark unsere Sprache das Gehirn prägt, sagen die Forscher um Paul Kay von der Universität von Kalifornien in Berkeley. Sie reihen sich damit in bekannte Forschungsergebnisse ein.
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Frauen erinnern sich besser an alltäglichen Dinge
Frauen können sich an alltägliche Dinge wie Einkaufslisten oder den scheinbar verlegten Hausschlüssel besser erinnern, sagen Wissenschaftlerinnen der Universität Stockholm. In ihrer Studie musste Männer und Frauen sich Objekte und Gesichter anschauen und danach wiedergeben: Die Mehrheit der Frauen konnte sich leichter erinnern. Das lässt auf ein besseres episodisches Gedächtnis schließen, denn dieser Teil des Gedächtnisses speichert Inhalt, Ort und Zeitpunkt persönlicher Erlebnisse.
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