Karte Video
Opfer einer Terroranschlags zu werden, ist statistisch gesehen unwahrscheinlich
Gelassenheit entwickeln
Psychologe: "Viele sind auf Terroranschläge gefasst"
"Wir müssen eine heroische Gelassenheit entwickeln", so der Berliner Soziologe Prof. Herfried Münkler zur Terrorangst.
"Es wird auch bei uns früher oder später einen Anschlag geben. Dabei erwächst die Macht der Terroristen aus unserer eigenen Angst", fährt Münkler fort. "Wenn wir aber die Anschläge als Unfälle ansehen würden, dann stellt sich heraus, die Terroristen können uns gar nichts anhaben." Die große Mehrheit der Deutschen lebt nach einer ARD-Umfrage nicht in Furcht vor Terroranschlägen im eigenen Land.


Seit 2001 starben in Europa
Personen durch
247 Anschläge
256 Stürme
9000 Hitzewelle 2003
50.000 falsche Medikamente
Mehr als 2000 Menschen haben seit 2001 eine Million gewonnen. 


Schlimme Folgen machen ein Ereignis belastender
"Menschen überschätzen Risiken sehr stark, wenn Ereignisse selten eintreten, dann aber mit erheblichen belastenden Konsequenzen verknüpft sind", sagt der Hamburger Psychologe Thomas Kliche. "Da diese dramatischen Ereignisse medial sehr sichtbar sind, wirken sie als Angstsammler, die alle vorhandenen irrationalen Ängste an sich binden."





Kriminologen raten zu Besonnenheit und Ruhe
Flughafenkontrolle
Flughäfen gelangen immer wieder ins Visier von Terroristen
"Je plastischer und dramatischer in den Medien berichtet wird, desto größer ist die Gefahr, dass sich Trittbrettfahrer an die Ereignisse hängen", sagte Stefan Singer, Leiter des Zentralen Polizeipsychologischen Dienstes der hessischen Polizei. "Die Motive von Trittbrettfahrern können ganz unterschiedlicher Natur sein", sagt Arthur Kreuzer vom Institut für Kriminologie der Universität Gießen. "Manche nutzen die Gefahrenlage aus, um an Geld oder Aufmerksamkeit zu kommen. Andere haben krankhafte Störungen oder lassen ihren Unmut an der Allgemeinheit aus", sagte der Kriminologe. In jedem Fall gehe es um Aufmerksamkeit und darum, Angst auszulösen. "Häufig reagieren solche Täter auf ihr Eigenversagen", sagte Kreuzer. "Dieses Versagen wird auf die Gesellschaft zurückgeführt, und an der wird Rache genommen."


Schwerpunkt
Terrorismus: verbrämt, aber dennoch nur Gewalt
Info
Am 10. und 11. Juli 2007 wurden für das ARD "Morgenmagazin 1000 Bundesbürger befragt.
mehr zum Thema