Angesichts der hohen Entwicklungskosten mag es wirtschaftlich wenig sinnvoll scheinen, ein erprobtes System nach so kurzer Zeit aufzugeben - zumal die beteiligten Nationen die Laufzeit der ISS gerade bis 2020 verlängert haben. Doch die Esa denkt schon einen Schritt weiter: Ihr gehe es nicht um die Serienproduktion, sondern um die Weiterentwicklung des ATV, sagt der Vorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Johann-Dietrich Wörner. "2012 wird das Jahr der Weichenstellung." Zurzeit lässt die Esa in Studien erarbeiten, wie ein europäisches Raumfahrzeug der Zukunft aussehen könnte. Eine Entscheidung soll auf dem Ministerrat im November in Italien fallen.