© ORF/Thali Media/Thomas Bresinsky
Video online ab 11.8.2018, 22.00 UhrVideo online ab 11.8.2018, 22.00 Uhr
Totenmaske und Händeabdruck von Richard Strauss
Richard Strauss - Skizze eines Lebens
Die Musik von Richard Strauss (1864 - 1949) ist heute Teil unseres Alltags. Man kennt sein Werk durch Filmmusik, Fernseh-Werbung ("Also sprach Zarathustra") und Internet und nicht zuletzt durch die Millionen von Schallplatten und CDs, die seit Jahrzehnten verkauft wurden: Strauss ist einer der letzten "großen" Komponisten des deutschsprachigen Raums.
In dem Film, den Barbara Wunderlich und Marieke Schröder zum 150. Geburtstag von Richard Strauss im Jahr 2014 gestaltet haben, kommt vor allem die Familie Strauss ausführlich zu Wort.

Richard Strauss mit Pauline und Sohn Franz, 1911 © ORF/Richard Strauss Archiv Garmisch Richard Strauss mit Pauline und Sohn Franz, 1911
Pauline Strauss als Sängerin Pauline de Ahna in der Oper "Guntram" © ORF/Richard Strauss Archiv Garmisch Pauline Strauss als Sängerin Pauline de Ahna in der Oper "Guntram"
Am Dirigentenpult im Sterbejahr 1949  © ORF/Richard Strauss Archiv Garmisch Am Dirigentenpult im Sterbejahr 1949

Die Öffnung des Strauss'schen Familien-Archivs durch Enkel Christian und dessen Schwägerin Gabriele Strauss-Hotter - heutige Leiterin des Strauss'schen Familienarchives - schafft intensive, fast intime Einblicke in das außergewöhnliche Leben dieses Ausnahme-Künstlers, die auch seine Rolle als Reichsmusikkammer-Präsident in einem neuen Licht darstellen. Über seine Rolle im "Dritten Reich" ist vieles gesagt. Er wurde beurteilt und verurteilt. Man weiß so viel über ihn und doch bleibt der Mensch hinter dem Werk verborgen.

Die Strauss-Villa in Garmisch © ORF/Thali Media/Thomas Bresinsky Die Strauss-Villa in Garmisch
Enkel Christian Strauss... © ORF/Thali Media/Thomas Bresinsky Enkel Christian Strauss...
... und seine Schwägerin Gabriele Strauss-Hotter sowie Strauss-Interpretin Brigitte Fassbaender © ORF/Thali Media/Thomas Bresinsky ... und seine Schwägerin Gabriele Strauss-Hotter sowie Strauss-Interpretin Brigitte Fassbaender

Der Film skizziert die Strauss'sche Persönlichkeit vor allem anhand zweier Schwerpunkte: Der Villa in Garmisch, die zu seinem Lebensmittelpunkt wurde - hier hat er einen Großteil seines Werks geschaffen, hier ist alles noch so wie zu seinen Lebzeiten. Der Streifzug durch das Haus wird zu einem tiefen Blick in seine Seele, zeigt die Widersprüchlichkeit des Künstlers.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf der sinfonischen Dichtung "Sinfonia Domestica", die seine widersprüchliche Künstlerpersönlichkeit besser widerspiegelt als jedes andere Werk.

Erstmals werden in dieser Dokumentation Auszüge aus der Strauss'schen Korrespondenz mit seiner geliebten Frau Pauline sowie die peniblen Tagebucheintragungen seiner letzten 15 Jahre einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht - was neue, fast intime Einblicke erlaubt. So gelingt es diesem Film, uns den "Menschen" Strauss näher zu bringen, als er seinem Publikum - selbst als er noch lebte - je gewesen ist.

Sendedaten
Samstag, 11. August 2018
um 22.00 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Dokumentation von Barbara Wunderlich und Marieke Schröder, Österreich/Deutschland 2014
Festspielsommer
Salome
Eine interessante Interpretation von Richard Strauss' Oper "Salome" verspricht die zweite Salzburger Premiere unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst und in der Inszenierung des italienischen Regisseurs Romeo Castelucci zu werden.

Samstag, 11. August 2018, 20.15 Uhr
Info
Im Jahr 1920 gründete Richard Strauss gemeinsam mit Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt und dem Bühnenbildner Alfred Roller die Salzburger Festspiele.
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