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Video online ab 31.3.2018, 20.15 UhrVideo online ab 31.3.2018, 20.15 Uhr
Im Bild: Anja Harteros (Floria Tosca), Ludovic Tézier (Baron Scarpia).
Tosca
Die Osterfestspiele Salzburg setzen 2018 auf ein Hauptwerk der italienischen Oper: Puccinis "Tosca" wird von Michael Sturminger neu inszeniert, die musikalische Leitung hat Christian Thielemann.
Liebe, Eifersucht, Verrat und Tod - diese Zutaten machen die "Tosca" zu einem Dauerbrenner auf den internationalen Opernbühnen. Als Krimi und Groschenroman bezeichnet Regisseur Sturminger die Handlung, denn sie zeige Menschen in Extremsituationen.

Puccinis "Tosca" ist ein Hauptwerk der italienischen Oper und ein Dauerbrenner auf den internationalen Opernbühnen, nicht zuletzt wegen ihrer Dramatik. Liebe, Eifersucht, Verrat und Tod - diese Zutaten machen die "Tosca" aufregend und spannend. Für Regisseur Michael Sturminger ist sie ein "Krimi", er ortet sogar "Aspekte eines Groschenromans" in der Handlung, denn sie zeige "Menschen in Extremsituationen".

Im Bild: Aleksandrs Antonenko (Mario Cavaradossi). © ORF/Osterfestspiele Salzburg/Forster Im Bild: Aleksandrs Antonenko (Mario Cavaradossi).
Im Bild: Anja Harteros (Floria Tosca), Aleksandrs Antonenko (Mario Cavaradossi). © ORF/Osterfestspiele Salzburg/Forster Im Bild: Anja Harteros (Floria Tosca), Aleksandrs Antonenko (Mario Cavaradossi).
Im Bild:  Mikeldi Atxalandabaso (Spoletta), Anja Harteros (Floria Tosca), Aleksandrs Antonenko (Mario Cavaradossi).  © ORF/Osterfestspiele Salzburg/Forster Im Bild: Mikeldi Atxalandabaso (Spoletta), Anja Harteros (Floria Tosca), Aleksandrs Antonenko (Mario Cavaradossi).

Als größte Herausforderung bei der Inszenierung bezeichnet Sturminger, dass Zeit und Ort des Geschehens eindeutig fixiert sind: Um 1800 versuchte Napoleon, Italien zu "republikanisieren", die militärischen Auseinandersetzungen in diesem Zusammenhang bilden den historischen Hintergrund der Opernhandlung. Die Schauplätze - die Kirche Sant'Andrea della Valle, der Palazzo Farnese und die Engelsburg - sind römische Touristenattraktionen, die jedermann jederzeit besuchen kann, und sie waren auch zum Zeitpunkt der Komposition historische Stätten. Sturmingers Herangehensweise: "Alles so machen, wie es immer war, und nichts so lassen, wie die Leute es gewohnt sind". Eine spannende Neudeutung des Opernklassikers ist also zu erwarten.

Musikalisch wird die Neuproduktion von Stardirigent Christian Thielemann geleitet. In einer der bekanntesten Arien der Opernliteratur - "E lucevan le stelle" - erinnert sich der Maler Cavaradossi an seine Liebe zur Sängerin Floria Tosca und beklagt, dass sein Leben so plötzlich enden wird. Der lettische Tenor Aleksandrs Antonenko verkörpert diese Partie in der Neuinszenierung. Die Titelrolle singt Superstar Anja Harteros. Die deutsche Sopranistin hat bei den Osterfestspielen Salzburg zuletzt als Sieglinde in Wagners "Walküre" für Jubel gesorgt. Der Franzose Ludovic Tézier singt den Scarpia.

Im Bild: Christian Thielemann leitet die Sächsische Staatskapelle Dresden © ORF/Osterfestspiele Salzburg/Creutziger Im Bild: Christian Thielemann leitet die Sächsische Staatskapelle Dresden
Salzburg im Osterfestspielfieber (Archivbild 2017) © ORF/Osterfestspiele Salzburg/Creutziger Salzburg im Osterfestspielfieber (Archivbild 2017)

Besetzung:

Anja Harteros Floria Tosca
Aleksandrs Antonenko Mario Cavaradossi
Ludovic Tézier Baron Scarpia
Andrea Mastroni Cesare Angelotti
Matteo Peirone Der Mesner
Mikeldi Atxalandabaso Spoletta
Rupert Grössinger Sciarrone
Levente Páll Ein Schließer
u.a.
Bühnenbild und Kostüme Renate Martin und Andreas Donhauser
Orchester und Chor Sächsische Staatskapelle Dresden, Salzburger Bachchor und Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
Musikalische Leitung Christian Thielemann
Neuinszenierung Michael Sturminger

Sendedaten
Erstausstrahlung!

Samstag, 31. März 2018
um 20.15 Uhr
Stereo, 16:9, Deutsche Untertitel
Info
Oper in drei Akten von Giacomo Puccini (1858-1924)
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach "La Tosca" von Victorien Sardou

Aufzeichnung der Premiere aus dem Großen Festspielhaus Salzburg vom 24. März 2018
Sendung zum Thema
Wie ein lichter Fluss
Anja Harteros - der scheue Weltstar

"Ich bin auf jeden Fall ein scheuer Mensch. Ich mag nicht gerne bekannt sein. Wenn ich das Gefühl habe, ich gehe über die Straße und jeder kennt mich, dann ist das für mich beklemmend", beschreibt sich Anja Harteros, Opernstar mit Ausnahmestimme. Trotz ihrer Zurückhaltung hat es Filmemacher Christian Betz geschafft, sie fast ein Jahr mit Kamera zu begleiten. Es ist ein sehr nahes, einfühlsames Porträt geworden.

Samstag, 31. März 2018
um 22.20 Uhr
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