Ein Tänzer hält leicht in den Knien gebeugt eine Tänzerin, die mit dem Kopf nach unten vom Boden weg gehalten wird. Die Beine sind leicht angewinkelt in der Luft, die Arme nach unten gestreckt. © Nadir_Bonazzi
Die Choreografie „Phoenix“ von Philippe Kratz
Die Choreografie „Phoenix“ von Philippe Kratz
LA GRANDE DANZA
Aterballetto in Mailand
Aterballetto zeigt höchstes tänzerisches Niveau und wurde durch seine Vielseitigkeit und Intensität zum internationalen Aushängeschild Italiens. Das zeitgenössische Ballett-und Tanzensemble gilt als erste selbstständig produzierende Organisation und ist an kein Opernhaus gebunden.
© Nadir_Bonazzi Die Choreografie "Narcissus" von Giuseppe Spota hat viele künstlerische Effekte durch Videoinstallationen
Die Choreografie "Narcissus" von Giuseppe Spota hat viele künstlerische Effekte durch Videoinstallationen
Mit dem Piccolo Teatro in Mailand beendet Aterballetto eine ganz besondere Beziehung. Sechs Jahre war die Compagnie dort "Artist in Residence", wobei sie in 50 Vorstellungen Arbeiten von 13 internationalen und italienischen Choreografen zeigen konnte. Darunter gab es etliche Premieren in Mailand, so auch dieses Mal die Weltpremiere von Giuseppe Spotas " Narcissus".

Das Piccolo Theater gilt als eines der bekanntesten Theater in Italien. Für diese Zusammenarbeit mit Aterballetto hat es das Haus geschafft, das übliche Theaterpublikum für andere Genres zu begeistern. Das Mailänder Publikum goutiert die Offenheit für andere Tanzstile und Interpretationsfreiheiten, die die klassisch ausgebildeten Tänzer von Aterballetto jede Vorstellung zeigen.

"Words and Space" © Nadir_Bonazz "Words and Space"
"Phoenix" © Nadir_Bonazzi "Phoenix"
"Narcissus" © Nadir_Bonazzi "Narcissus"
"Narcissus" © Nadir_Bonazzi "Narcissus"

Für Mailand wurden drei junge Choreografen beauftragt, neue Stücke für die Compagnie zu kreieren:

Words and Space - Jiri Pokorny
Ein Tänzer sitzt in der Hocke mit dem Rücken zu uns gewandt, sein rechter Arm ist nach oben gestreckt. Auffällig sind seine ausgeprägten Rückenmuskeln. Er ist mit einer kurzen, eng anliegenden Hose bekleidet. © Nadir_Bonazzi <font size="1" face="arial,verdana"><b>"Words and Space" des tschechischen Choreografen Jiri Pokorny</b> </font>
"Words and Space" des tschechischen Choreografen Jiri Pokorny
Der 1981 in Prag geborene Choreograf Jiri Pokorny entstammt der Schmiede des NDT. Dort arbeitete er mit vielen renommierten Choreografen zusammen, bevor er sich selbstständig machte.
Für die erste Zusammenarbeit mit Aterballetto wählte er berühmte Stücke aus Barockopern und porträtiert mit "Words and Space" (Weltpremiere im Oktober 2016 in Reggio Emilia) eine Metapher der inneren Ansprache – ein Mono-Dialog entsteht. Sehr poetisch, intim und persönlich.

Mit
Choreografie Jiri Pokorny
Musik Georg Friedrich Händel
Sounddesign Sawaki Yukari
Tänzer 12 Tänzer des Ensembles
Länge 27'

Narcissus - Giuseppe Spota
© Nadir_Bonazzi <font size="1" face="arial,verdana"><b>Die ausdrucksstarke Choreografie "Narcissus" von Giuseppe Spota</b></font>
Die ausdrucksstarke Choreografie "Narcissus" von Giuseppe Spota
Diese Weltpremiere des Italieners Giuseppe Spota beschäftigt sich mit der Evolution der Technologie, einer Welt von Selfies, social Networks und Snaps und stellt sich die Frage, ob wir uns aus dieser virtuellen, narzisstischen Welt noch heraus bewegen können.
Der aus Italien stammende Tänzer Giuseppe Spota hatte zahlreiche Engagements in renommierten Compagnien (u.a. Aterballetto, Gauthier Dance, Staatstheater Wiesbaden…). Seit 2014 arbeitet er sehr erfolgreich als Choreograf für die unterschiedlichsten Ensembles.

Mit
Choreografie Giuseppe Spota
Musik Joby Talbot
Tänzer 4 Tänzer des Ensembles
Länge 18'

Phoenix - Philippe Kratz
© Nadir_Bonazzi <font size="1" face="arial,verdana"><b>Die Choreografie "Phoenix" von Philippe Kratz bringt immer wieder Hoffnungsschimmer in die Dunkelheit</b></font>
Die Choreografie "Phoenix" von Philippe Kratz bringt immer wieder Hoffnungsschimmer in die Dunkelheit
Der deutsche Tänzer Philippe Kratz wurde für die Compagnie Aterballetto im Jahr 2008 entdeckt und fing schnell an auch als Choreograf zu arbeiten. Seine Erfolge sprechen für ihn. Originell, tiefgründig und vielseitig sind stets seine Arbeiten. Seine neueste Kreation für Aterballetto ist das Werk "Phoenix" (Weltpremiere im April 2017 in Cremona), welches sich mit der unendlichen, kreisförmigen Bewegung des Lebens beschäftigt: Geburt, Wachstum, Tod und Wiedergeburt. Dabei taucht stets das Fünkchen Hoffnung auf, das Licht in die oft dunkle Welt bringt.

Mit
Choreografie Philippe Kratz
Musik Borderline Order
Tänzer 9 Tänzer des Ensembles
Länge 27'

Sendedaten
Samstag, 12. August 2017, 22.05 Uhr
Erstausstrahlung
Info
Aufzeichnung aus dem Piccolo Teatro Mailand, Juni 2017
Interview
© ZDFVideoJiri Pokorny
Der Choreograf spricht über sein Werk "Words and Space"
Interview
© ZDFVideoGuiseppe Spota
Der Choreograf redet über die Weltpremiere von "Narcissus"
Interview
© ZDFVideoPhilippe Kratz
Der deutsche Choreograf plaudert über sein Werk "Phoenix"