Musik auf 3sat
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Festspielsommer
Oper, Konzert und Schauspiel
Begleiten Sie uns auf eine musikalische Reise durch die diesjährige sommerliche Festivallandschaft und erleben Sie fast jedes Wochenende Konzerte und Opern von großen Musikfestivals.
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© ORF Lupe
Alessandro De Marchi
Barock in den Bergen
Die neuen Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
2009 übernahm Alessandro De Marchi die künstlerische Leitung der traditionsreichen Innsbrucker Festwochen der Alten Musik von René Jacobs. Bereits nach der ersten Saison war der frische Wind zu spüren, der durch De Marchi die Festwochen durchwehte. Geprägt durch seine musikalische Vergangenheit als Jazzer in Siena und Mitglied der St. Louis-Bigband blickt De Marchi über den barocken Tellerrand hinaus. In "Barock in den Bergen" zeigt sich der seriöse Musiker auch von einer anderen Seite und gibt Einblicke hinter die Kulissen.
Als Alessandro De Marchi die künstlerische Leitung der traditionsreichen Innsbrucker Festwochen der Alten Musik von René Jacobs, dem charismatischen Belgier und Gallionsfigur der Alten Musik, übernahm, beäugte die Fachwelt den Führungswechsel erst einmal abwartend. Bereits nach der ersten Saison war der frische Wind zu spüren, der durch De Marchi die Festwochen durchwehte.

Alessandro De Marchi hätte sich auch eine Karriere als Jazz-Pianist vorstellen können, heute ist er ein international gefragter Cembalo-Virtuose und Dirigent. Salopp könnte man ihn wegen seiner musikalischen Entwicklung vom Rocker zum Barockexperten auch als "barockigen" Typen bezeichnen.
Seinen langen, schwarzen Rossschwanz tauschte er gegen einen seriösen Haarschnitt, doch auch mit 49 Jahren fühlt sich der passionierte Musiker noch wie ein "junger" Römer. Als "Maestro" will er erst in 20 Jahren bezeichnet werden.

© ORF Lupe
Er hat den weltweit ersten internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper initiiert, benannt nach Pietro Antonio Cesti, dem Innsbrucker Hofkomponisten des 17. Jahrhunderts. 58 Sängerinnen aus 19 Nationen sangen 2010 um den ersten Preis, der gleich ein Opernengagement inkludiert.

Geprägt durch seine musikalische Vergangenheit als Jazzer in Siena und Mitglied der St. Louis-Bigband blickt De Marchi über den barocken Tellerrand hinaus. Für ihn sei alles "Alte Musik", was nicht gerade frisch komponiert worden ist, meint er schmunzelnd. So bereicherte er das Repertoire der Festwochen mit "Fusion" - wie zum Beispiel mit dem "Buenos Aires Madrigal" bei dem musikalische Welten verschmelzen: Barockes von Monteverdi und Tango von Astor Piazzola.

In "Barock in den Bergen" über die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zeigt sich der seriöse Musiker auch von einer anderen Seite und gibt Einblicke hinter die Kulissen. Mit seiner Ehefrau, der deutschen, bildenden Künstlerin Sandra Hastenteufel spricht er in deutsch-italienischem Kauderwelsch. Energie tankt der Workaholic bei Yoga mit Blick auf die Berge. Er lebt nach Konfuzius und dem Motto "Suche dir einen Job, der dir gefällt, dann wirst du keinen Tag in deinem Leben arbeiten."

Sendedaten
Sonntag, 19. August 2012
um 13.05 Uhr
Stereo, 16:9
Credits
Ein Film von Theresa Andreae, Österreich 2011
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