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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Großbritannien lichtet den Anker - und alle stehen im Regen. © dpa Lupe
Großbritannien lichtet den Anker - und alle stehen im Regen.
Brexit-Unwetter an den Börsen
Heftigster Absturz seit Finanzkrise 2008
Die Finanzmärkte sind mit einem blauen Auge davongekommen. Nach herben Anfangsverlusten haben sich die Aktienkurse in Europa wieder erholt. Doch die Nervosität bleibt. Mit der Wahl in Spanien folgt am Sonntag die nächste Zerreißprobe.
Nach dem Wahlausgang in Großbritannien brach der Dax am Freitagmorgen zu Handelsbeginn um 10% ein. Damit brockte der Brexit dem Dax den größten Absturz seit der Finanzkrise 2008 ein. Im Laufe des Tages konnten aber die Hälfte der Verluste wieder wettgemacht werden. Das britische Pfund verlor in einer ersten Panikreaktion sogar 11% seines Werts gegenüber dem US-Dollar und fiel auf ein 30-Jahrestief. Doch auch das Pfund konnte sich von seinen Tiefständen wieder erholen.

Für die Börsianer war es ein regelrechter Schock, dass eine knappe Mehrheit von 51,9% der Briten die Europäische Union verlassen will. Denn in den letzten Tagen hatte sich die Überzeugung ausgebreitet, dass die Briten für den Verbleib in der EU stimmen. "Alle waren falsch positioniert", räumte ein Börsianer ein. "Keiner hat damit gerechnet, dass die Briten wirklich austreten." Seit Mitte der Vorwoche war der Dax im Zuge der zunehmenden Hoffnung auf einen Verbleib der Briten um fast 9% gestiegen.

Notenbanken aktiv
Wieder einmal waren es die Notenbanken, die den Finanzmärkten Halt gaben. Die EZB hielt für die Banken zusätzliche Kredite bereit und stellte Markteingriffe in Aussicht. Die britische Notenbank erklärte, mehr als 250 Milliarden Pfund bereitzustellen, um die Funktionsfähigkeit der Märkte aufrechtzuerhalten.

Diese Ankündigung sorgte offenbar dafür, dass Vertrauen an den Märkten zurückkehrte. So erholte sich der Aktienkurs der Barclays Bank nach einem Einbruch um 30% wieder deutlich. Die Schweizer Notenbank intervenierte direkt an den Devisenmärkten, nachdem der Schweizer Franken als "sicherer Hafen" unter Aufwertungsdruck geraten war.

Konjunktursorgen
Die deutsche Wirtschaft befürchtet nach dem Brexit einen Einbruch beim deutsch-britischen Handel. Deutsche Firmen müssten sich jetzt bei ihrem wichtigsten Handelspartner "auf erhebliche Veränderungen einstellen", erklärte DIHK-Präsident Eric Schweitzer und Ifo-Chef Clemens Fuest forderte rasches politisches Handeln: "Die Politik muss jetzt alles tun, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen."

Aktien alternativlos
Unklar ist noch, ob sich die Schock-Reaktion zu einem Abwärtstrend verfestigen könnte. Nach dem Brexit-Votum der Briten steht Europas Börsen mit der Wahl in Spanien schon die nächste Zerreißprobe bevor. Experten fürchten, dass EU-Kritiker wie das spanische Linksbündnis Podemos bei der Entscheidung am Sonntag noch mehr Zulauf bekommen.

Das könnte Investoren veranlassen, auf den Austritt weiterer Länder zu spekulieren. Andere Experten verweisen jedoch darauf, dass es angesichts der weiterhin am Boden liegenden Zinsen kaum Alternativen zur Geldanlage in Aktien gibt. Und sie sagen, dass die großen Investoren auf so viel Barem sitzen wie selten zuvor.

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