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Vorschau
Sendung am 24. November
Marshallplan für Afrika
Entwicklungshilfe war gestern: Auf dem EU-Afrika-Gipfel Ende November 2017 sollen die Weichen für mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit gestellt werden.
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Rückblick
Sendung vom 10. November
Baustelle Bahn
Von München nach Berlin in weniger als vier Stunden. Das geht ab Dezember mit der Bahn. Doch reichen Prestigeprojekte wie dies, um die Bahn nach vorne zu bringen?
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Wenn es kein Wachstum mehr gäbe, was tun wir dann? © dpa Lupe
Wenn es kein Wachstum mehr gäbe, was tun wir dann?
Post-Wachstums-Welt
Wer kann da schon "nein" sagen?
Ohne Wachstum ist in der Ökonomie alles nichts. Das Bruttoinlandsprodukt ist das Maß der Dinge. Es reflektiert das Streben des Menschen nach mehr. Und es hat eine wachsende Zahl von Gegnern.
Das Wirtschaftswachstum gilt Ökonomen wie Politikern als alpha und omega eines prosperierenden Staates. Mehr noch, es soll für Arbeit, Wohlstand, gerechte Verteilung, stabile Verhältnisse und sogar für Glück unerlässlich sein. Wirtschaftswachstum ist heute so etwas wie eine Ersatzreligion, sagt ein renommierter konservativer Sozialwissenschaftler.

Konkret ist es zunächst einfach eine Zahl: Die prozentuale Steigerung der Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland, nach Abzug aller Vorleistungen im Laufe einer bestimmten Periode. Diese Zahl ist ins Gerede gekommen. Laut ihren Kritikern verschweigt sie nämlich die Kosten der Kollateralschäden, die ein ungebremstes Wachstum z.B. an der Umwelt anrichtet. Und schon längst halte sie nicht (mehr) alle ihre Versprechen.

Manche gehen noch weiter: In der Fixierung auf immer mehr und immer schneller sehen sie das Grundübel der modernen Zeiten. Die Quelle für globale Ungerechtigkeiten und eine allgemeine Erschöpfung durch fortwährendes Konsumieren. Kulturkritik, Kapitalismuskritik und ein wachsendes ökologisches Bewusstsein finden hier einen gemeinsamen Angriffspunkt.

Bleibt die Frage: Wenn nicht Wachstum, was dann?

 

Wachstum und Scheitern
Wachstum und Scheitern © NASA - Goddard - Arizona State University
Das Ende der Wachstumspolitik nähert sich mit Unvermeidbarkeit. Der Kapitalismus als ihre Speerspitze ist dabei nur eine Ausprägung. Tatsächlich steht die westliche Kultur als solche auf dem Prüfstand.
Essay lesen

Interview: Grenzen des Wachstums
Wirtschaftswachstum schlägt zunehmend in ökologisch destruktives Wachstum um. © ap
Hält Wachstum an, droht der Kollaps. Lässt es nach, wird es ungemütlich. "Postwachstums-Gesellschaften werden voraussichtlich keine harmonischen Gesellschaften sein", sagt der Soziologe Klaus Dörre gegenüber makro.
Interview lesen

Wachstumsfalle: Kapitalismus am Ende?
Kapitalismus am Ende? © colourbox.de
Wirtschaftswachstum, sagen seine Gegner, produziere ruinöse ökologische Kollateralschäden und wachsende soziale Ungleichheit. Sein Treibstoff ist der Kapitalismus. Ihn zu zähmen bedeutet Verzicht. Gibt es Hoffnung?
Artikel lesen

Konsum: Interview mit Volkswirt Niko Paech
Bares ist Wahres: Ohne Bargeld wird der Bürger gläsern Video
Niko Paech lehrt an der Unversität Oldenburg und will der Wegwerfmentalität etwas entgegensetzen, er ist für eine "Befreiung vom Überfluss".
Interview ansehen

makro.online
Post-Wachstums-Welt
Freitag, 24. Juni 2016
Archiv
Konsum? Nein danke!
Eigentum und Statussymbole stehen bei den Jüngeren nicht mehr so hoch im Kurs. Vorbei die Zeiten, als man sich abgerackert hat für Auto oder Haus. Teilen statt Besitzen lautet das neue Credo - und so fürchten ganze Wirtschaftszweige ihren Untergang.
(makro, 06.06.2014)
Interview
Prof. Niko Paech: Wachstum? Nein, danke!
"Wachstum ist schädlich, ungerecht und plündert die Natur", sagt der Volkswirtschaftler: Er plädiert für mehr Eigenleistung, für gemeinschaftliche Nutzung von Gütern und für weniger industrielle Produktion,. Und er lebt selbst vor, was er fordert.
(SWR1 Leute, 28 Min)
Archiv
Diktatur der Zeit
Wir haben heute mehr Uhren als Zeit. "Eine Gesellschaft ist entweder reich an Gütern oder reich an Zeit", so der schwedische Ökonom Staffan Linder.
(scobel, 19.07.2012)