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Die Akte Griechenland
Seit 2010 beschäftigt sich makro immer wieder mit den Hellenen und ihrer nicht enden wollenden Schuldenkrise.
12.05.2017 - Griechenland: Comeback oder Dauerkrise?
Griechenland: Comeback oder Dauerkrise? © ap
Im Juli muss Griechenland Schulden in Milliardenhöhe zurückzahlen. Wie üblich ist es ein Gezerre mit den Geldgebern. Und am Horizont dräut bereits das Jahr 2018. Dann läuft das Hilfspaket aus.
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13.05.2016 - Griechenland vor dem Kollaps?
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Rentenreform, Privatisierungen, Steuererhöhungen. Die griechische Regierung muss weiter die Auflagen für neue Hilfsgelder umsetzen. Proteste dagegen legten jüngst das Land lahm.
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Ex-Ministerpräsident will wiedergewählt werden
© reuters Die Linksradikalen in den Reihen von Syriza hatten Griechenlands Ministerpräsident Tsipras das Leben schwer gemacht.
Die Linksradikalen in den Reihen von Syriza hatten Griechenlands Ministerpräsident Tsipras das Leben schwer gemacht.
Nach wochenlangem Feilschen mit den Geldgebern um die Reformauflagen für neue Rettungskredite hat Alexis Tsipras inzwischen seinen Rücktritt erklärt. Unter dem Druck der immer näher rückenden Pleite war der im Januar als Spargegner ins Amt gekommene Tsipras am Ende eingeknickt.
Bei den Neuwahlen am 20. September will Tsipras erneut kandidieren und seine Machtbasis stärken. Doch das könnte schwer werden, denn im Moment liefert sich seine Syriza laut Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Konservativen der Nea Dimokratia.

Experten-Meinungen im Studio

Die beiden Ökonomen Aloys Prinz und Matthias Fifka sind sich einig: die Reformvorschläge Griechenlands sind heiße Luft und egal ob Schuldenschnitt oder Grexit, das bisher geliehene Geld ist weg.
Die beiden Ökonomen Aloys Prinz und Matthias Fifka sind sich einig: die Reformvorschläge Griechenlands sind heiße Luft und egal ob Schuldenschnitt oder Grexit, das bisher geliehene Geld ist weg.
Ohne Sparen geht es nicht, sagen Aloys Prinz und Matthias Fifka. Wenn man an der Währungsunion festhält, erfordert das eine gewisse Haushaltsdisziplin, auch wenn die teilweise kontraproduktiv ist.
Ohne Sparen geht es nicht, sagen Aloys Prinz und Matthias Fifka. Wenn man an der Währungsunion festhält, erfordert das eine gewisse Haushaltsdisziplin, auch wenn die teilweise kontraproduktiv ist.

Ökonom Helge Peukert ist für einen klaren Schuldenschnitt. Finanzwissenschaftler Aloys Prinz ist dafür, erst die anderen Probleme Griechenlands in Angriff zu nehmen, wie etwa die Haushaltsdisziplin.
Ökonom Helge Peukert ist für einen klaren Schuldenschnitt. Finanzwissenschaftler Aloys Prinz ist dafür, erst die anderen Probleme Griechenlands in Angriff zu nehmen, wie etwa die Haushaltsdisziplin.
Die beiden Ökonomen Aloys Prinz und Helge Peukert glauben, dass ein Grexit durchaus eine Chance für die griechische Wirtschaft ist. Auch wenn der Austritt aus dem Euro zunächst für Tumulte sorgen würde.
Die beiden Ökonomen Aloys Prinz und Helge Peukert glauben, dass ein Grexit durchaus eine Chance für die griechische Wirtschaft ist. Auch wenn der Austritt aus dem Euro zunächst für Tumulte sorgen würde.

Alexander S. Kritikos, Forschungsdirektor vom DIW Berlin glaubt, dass Griechenland zukunftsfähig wäre, wenn der wirtschaftliche Fortschritt nicht immer von Überregulierung und Staatsdirigismus ausgebremst werden würde.
Alexander S. Kritikos, Forschungsdirektor vom DIW Berlin glaubt, dass Griechenland zukunftsfähig wäre, wenn der wirtschaftliche Fortschritt nicht immer von Überregulierung und Staatsdirigismus ausgebremst werden würde.
Eine Währungsunion, die stabil sein will, muss im Extremfall nicht nur geldpolitische sondern auch haushaltspolitische Entscheidungen gemeinsam treffen, glaubt Ökonom Guntram Wolff.
Eine Währungsunion, die stabil sein will, muss im Extremfall nicht nur geldpolitische sondern auch haushaltspolitische Entscheidungen gemeinsam treffen, glaubt Ökonom Guntram Wolff.

Der Bankenexperte Prof. Hans-Peter Burghof spricht sich im Gespräch mit makro für ein Ende der faulen Kompromisse mit Griechenlands aus. Es müsse endlich eine Entscheidung her.
Der Bankenexperte Prof. Hans-Peter Burghof spricht sich im Gespräch mit makro für ein Ende der faulen Kompromisse mit Griechenlands aus. Es müsse endlich eine Entscheidung her.
Robert Halver von der Baader Bank sagt, Griechenland könne in seiner derzeitigen Verfassung nicht im Euroraum bestehen. Er plädiert für eine 10jährige Auszeit in Verbindung mit einem Schuldenschnitt.
Robert Halver von der Baader Bank sagt, Griechenland könne in seiner derzeitigen Verfassung nicht im Euroraum bestehen. Er plädiert für eine 10jährige Auszeit in Verbindung mit einem Schuldenschnitt.

Experten-Interviews

<b>Was, wenn Griechenland aussteigt?</b><br />Finanzwissenschaftler Aloys Prinz im Interview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt. © ap Was, wenn Griechenland aussteigt?
Finanzwissenschaftler Aloys Prinz im Interview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt.
<b>Grexit, Schuldenschnitt oder doch noch ein neues Reformpaket?</b><br /> makro sprach mit dem Wirtschaftswissenschaftler Matthias Fifka  © dapa Grexit, Schuldenschnitt oder doch noch ein neues Reformpaket?
makro sprach mit dem Wirtschaftswissenschaftler Matthias Fifka

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Was die Zuschauer besonders interessierte:
Woher kommen die Konzepte, die Union auf Dauer krisenfest zu machen?  © online Woher kommen die Konzepte, die Union auf Dauer krisenfest zu machen?
Könnte die dauernde Krisendiplomatie doch noch zum Erfolg führen.  © ap Könnte die dauernde Krisendiplomatie doch noch zum Erfolg führen.

© imagoMehr zum Schuldenstreit mit Griechenland bei heute.de
Grafikvideo
© reutersGriechenland in der Krise
(heuteplus, 20.08.2015)
Hintergrund
Bisherige Hilfen für Griechenland
Die bisherigen und neuen Hilfen für das südeuropäische Krisenland, das derzeit auf einen Rekordschuldenberg von über dem Doppelten seiner Jahreswirtschaftsleistung zusteuert, umfassen drei Hilfsprogramme.
Sendungen zum Thema
Musterfall Griechenland? (10.07.2015)
Archiv: Europa
makro extra
© dpaEin klares Ja
Mit großer Mehrheit hat der Deutsche Bundestag am Mittwochmorgen dem dritten Hilfspaket für Griechenland zugestimmt. Dass das Paket scheitern könnte, stand nie in Frage. (19.08.2015)
Hintergründe