Die neue Übertragungstechnik 5G ist Voraussetzung für autonomes Fahren, die vernetzte Stadt und wird der Industrie 4.0 zum Durchbruch verhelfen. © dpa
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Die neue Übertragungstechnik 5G ist Voraussetzung für autonomes Fahren, die vernetzte Stadt und wird der Industrie 4.0 zum Durchbruch verhelfen.
5G
Die vernetzte Welt
Der Mobilfunkstandard 5G soll autonomes Fahren, Hightech-Landwirtschaft und eine Automatisierung in großen Industriebetrieben möglich machen. Doch es wird vorerst keine Versorgung für alle geben.
Für eine vollständige Abdeckung Deutschlands wären bis zu 800.000 Funkmasten notwendig. Zum Vergleich: Gegenwärtig betreiben die großen Anbieter Telekom, Vodafone und O2 rund 30.000 Masten.Wenn man europaweit die Schnelligkeit der Netze vergleicht, liegt Deutschland weit abgeschlagen auf Platz 32 von 36 Staaten. Hinzu kommt: Mobilfunk kostet im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland relativ viel. Die LTE-Tarife (4G) sind im Vergleich zu anderen Staaten besonders teuer.

An 5G arbeiten weltweit alle Industriestaaten. Jeder möchte der Erste sein. US-Präsident Trump hat 5G zur Chefsache gemacht. Das superschnelle Netz wird schon in diesem Jahr in dutzenden US-Städten eingeführt. In China sieht die Führung den Hightech-Mobilfunk als Chance, zum ersten Mal in der Geschichte die Technologieführerschaft in der Welt zu übernehmen.

In Deutschland will die Bundesnetzagentur in diesem Frühjahr die neuen 5G-Frequenzen versteigern. Für die Flächenversorgung verlangt die Netzagentur, dass in jedem Bundesland 98 Prozent aller Haushalte bis Ende 2022 mit dem neuen Standard erreicht werden. Bis Ende 2024 sollen die Bieter auch Autobahnen und Bundesstraßen versorgen. 5G ist unter anderem Voraussetzung für das autonome Fahren.

Bei der Verbreitung der <b>5G-Mobilfunkanschlüsse</b> wird Asien die Nase vorn haben. Die Zeiten, in denen die neueste Technologie zunächst den westlichen Industrieländern vorbehalten ist, sind vorbei. Bei der Verbreitung der 5G-Mobilfunkanschlüsse wird Asien die Nase vorn haben. Die Zeiten, in denen die neueste Technologie zunächst den westlichen Industrieländern vorbehalten ist, sind vorbei.
Huawei und die europäischen Netzwerkausrüster Ericsson und Nokia liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Ausbau der 5G-Infrastruktur. Huawei, heißt es, sei technologisch führend. Die meisten <b>5G-Patente</b> besitzt Samsung. Huawei und die europäischen Netzwerkausrüster Ericsson und Nokia liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Ausbau der 5G-Infrastruktur. Huawei, heißt es, sei technologisch führend. Die meisten 5G-Patente besitzt Samsung.

Interviews

Studiointerview: "Alles miteinander vernetzt"
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Automatisierung, Robotik, Umweltsensoren, Medizin - die Industrie scharrt bei 5G mit den Hufen, sagt Branchenexperte Hartmut Leuschner. Dabei sind einige Firmen besser aufgestellt als andere.
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Vorabinterview: "Völlig neue Möglichkeiten"
5G ist Voraussetzung für die vernetzte Stadt der Zukunft. © colourbox.de
Der Rollout des neuen Mobilfunkstandards 5G beginnt - in China, den USA und bald auch in Deutschland. Das Wirtschaftsmagazin makro sprach mit dem Branchenexperten Hartmut Leuschner, was dies konkret bedeutet.
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1G

Der Startschuss für das erste mobile Funknetz, das A-Netz, fällt 1958. Die Deutsche Bundespost fasst die bis dahin existierenden Funknetze zum "Öffentlichen bewegten Landfunknetz" (öbL) zusammen. Die Sprachübertragung erfolgt noch analog und die Vermittlung findet per Hand statt. Telefonieren ist exklusiv. Die Geräte sind teurer als ein VW-Käfer und nur unwesentlich leichter.

2G

Anfang der 90er Jahre beginnt das digitale Mobilfunkzeitalter. Der neue Mobilfunkstandard heißt "Global System for Mobile Communication" (GSM). Die Telefone werden kleiner und unsere Telefonate werden jetzt in Nullen und Einsen umgewandelt. Das sorgt dafür, dass man seinen Gesprächspartner besser verstehen kann. Und auf diese Weise lassen sich auch erstmals Kurzmitteilungen sogenannte "SMS" verschicken.

3G

Mitte der 2000er Jahre wird mit dem UMTS-Standard die Breitbandtechnik eingeführt. Für Daten und Sprache steht ein größerer Frequenzbereich zur Verfügung als bei GSM. Daten werden beim Sender komprimiert und dann beim Empfänger entpackt. So lassen sich größere Datenmengen verschicken. Mit dem Handy kommt man jetzt ins Internet und man kann telefonieren während man gleichzeitig eine Email erhält.

4G

Auf GSM und UMTS folgt LTE. Seit 2010 funkt Long Term Evolution in Deutschland so schnell wie nie. Mit einer Datenübertragung von bis zu 100 Megabit pro Sekunde lassen sich große Datenmengen verschicken. Bewegtbild hält Einzug ins mobile Internet. Hochauflösende Videos können ohne Unterbrechung abgespielt werden. Mithilfe der neuen Technologie lassen sich die Lücken in der Breitbandversorgung schließen. Insbesondere ländliche Gebiete werden dank LTE mit schnellem Internet versorgt - außer natürlich im Funkloch.

5G

Dank 5G soll in Zukunft alles mit allem vernetzt sein. Geschwindigleiten von bis zu 10.000 Megabit in der Sekunde ermöglichen eine Datenenübertragung in Echtzeit. Eine Voraussetzung für medizinische Operationen, die aus der Ferne geteuert werden. Oder für selbstfahrende Autos, die untereinander kommunizieren und im Ernstfall blitzschnell reagieren müssen. Die Highspeed-Verbindung soll den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken. 2019 werden die ersten Frequenzen auf dem deutschen Markt versteigert. Smartphone-Hersteller arbeiten bereits daran, Handys mit 5G in die Läden zu bringen.

makroskop Mobilfunk
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Mobil telefonieren, Musik hören, Filme streamen, den richtigen Weg finden - jederzeit, überall und noch viel mehr. Das verspricht der neue Mobilfunkstandard 5G. Dabei fing alles mal ganz klein an.
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5G, die Masten und das Volk
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Schnelles Internet ja, aber einen Mast neben dem eigenen Haus? Eher nicht. Im oberbayerischen Sixthaselbach wollte die Gemeinde einen neuen Mast ohne öffentliche Bekanntmachung und Versammlung aufstellen. Nun ist der Ärger groß. (BR quer, 07.02.2019)
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Berichte aus der Sendung

5G-Ausbau: G-Day
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Die Versteigerung der 5G-Lizenzen dreht sich, salopp gesagt, um die Frage, ob 5G an jeder Milchkanne verfügbar sein muss. Mit anderen Worten: Es geht um Auflagen für die Netzbetreiber.
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5G für die Industrie 4.0
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Große Unternehmen wollen so schnell wie möglich ihr eigenes 5G-Netz aufbauen. Es geht ihnen um die komplett vernetzte Fabrik. Dies bietet Vorteile auf dem Weltmarkt. Ein Besuch bei Audi und VW.
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Huawei: Unter Verdacht
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Der chinesische Netzwerkausrüster Huawei gilt als technologisch führend und möchte sich auch in Deutschland am 5G-Ausbau beteiligen. Spioniert der Konzern für China? Gerüchte gibt es, Beweise nicht.
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5G
Freitag, 15. März 2019, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
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5G: Reden Sie mit!
5G ist weit mehr als nur ein neuer Standard zum mobilen Telefonieren. 5G ermöglicht praktisch eine komplett mobil vernetzte Welt. Das hat weitreichende Implikationen. Diskutieren Sie mit!
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Hartmut Leuschner
Leuschner leitet den Bereich Global Network Communications bei dem New Yorker Research-Unternehmen OTR Global. Dort erstellt er mit seinem Team regelmäßig Trendanalysen zu den Themen Mobilfunk, Netzwerke, Cloud Services und neue Technologien. Hartmut Leuschner war viele Jahre Journalist und Kolumnist für deutsche Tageszeitungen und Industriemagazine, bevor er sich auf die Analyse internationaler Telekommunikationsmärkte spezialisierte.
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Das Smartphone wandelt sich zum Alleskönner und verändert die Wirtschaft. Jetzt soll sich noch die Virtual-Reality-Brille dazu gesellen. Wie stark profitieren davon zukünftig Unternehmen?
(makro, 02.09.2016)
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