Noch gibt es zu wenige Ultraschnell-Ladestationen. Der Ausbau wird vorangetrieben, auch von den großen Autoherstellern. © dpa
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Noch gibt es zu wenige Ultraschnell-Ladestationen. Der Ausbau wird vorangetrieben, auch von den großen Autoherstellern.
E-Mobilität
Die neue Ära
Es scheint als würde die deutsche Automobilindustrie in Sachen E-Mobilität endlich Gas geben. VW stellt zwei Werke auf Elektromobilität um. Auch Daimler und BMW wollen Milliarden in den Zukunftsmarkt stecken.
Die Bundesregierung stellt für die Förderung einer Batteriezellenfertigung bis zu eine Milliarde Euro an Forschungsgeldern zur Verfügung. Auch Autozulieferer stellen sich auf die Zeitenwende ein. Sie könnten zu Rivalen ihrer Großkunden werden. So präsentiert Bosch zum Beispiel auf der weltgrößten Elektronikmesse im Januar ein Shuttle, das auch als fahrerloses Großraumtaxi fungieren könnte.

Darüber hinaus tut sich einiges bei den Ladestationen. Die Telekom plant die grauen Verteilerkästen als öffentliche Stromtankstellen zur Verfügung zu stellen. VW will das VW-Netz öffentlich machen und sieht Potential im Energiemarkt für Häuslebesitzer. Und auch die Flottenchefs der großen Unternehmen reagieren auf das Dieselchaos und stellen die Dienstwagen ihrer Mitarbeiter auf Elektroautos um.

Taktgeber der E-Mobilität ist China. Rund 3,5 Prozent der PKW-Neuzulassungen 2018 waren Elektro- oder Hybridautos. Europa kommt auf 2,6 Prozent. In absoluten Zahlen stand China 2018 für knapp die Hälfte der 1,6 Mio. neuen E-Autos.

Die <b>Verkäufe von E-Autos</b> werden getrieben durch den Boom in China. 62% der neuen Stromer sind heute reine E-Autos, der Anteil der Plug-in Hybride ist eher Rückläufig. Die Verkäufe von E-Autos werden getrieben durch den Boom in China. 62% der neuen Stromer sind heute reine E-Autos, der Anteil der Plug-in Hybride ist eher Rückläufig.
Tesla hat sich mit dem Start seines Model 3 an die Spitze der <b>E-Autobauer</b> gesetzt und den chinesischen Pionier BYD auf Platz 2 verdrängt. Generell gilt: Die meisten E-Autos kommen aus China. Tesla hat sich mit dem Start seines Model 3 an die Spitze der E-Autobauer gesetzt und den chinesischen Pionier BYD auf Platz 2 verdrängt. Generell gilt: Die meisten E-Autos kommen aus China.

Interviews

Studiointerview: "Das Neue ausprobieren"
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"Wir sollten den Ideen rund um Elektromobilität etwas Zeit geben", sagt der Mobilitätsforscher Konrad Götz. Die E-Mobilität sei aber nur einer von vielen Bausteinen einer neuen Mobilitätskultur.
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Vorabinterview: Wie E-Auto-Start-ups Mobilität verändern
Der neue chinesische Autobauer Byton fordert mit seinem Modell M-BYTE, hier vorgestellt auf der Los Angeles Auto Show, die Branche heraus. © reuters
Bei der E-Mobilität treten Traditionskonzerne gegen junge Start-ups an. Die deutschen Autobauer dürfen nicht nur "auf Sicht fahren", warnt der Mobilitätsforscher Konrad Götz im Vorab-Interview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt.
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Highlights

Die Chinesen kommen
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Der Durchbruch der Elektromobilität kommt aus China. Es ist ein staatlich verordneter Epochenwandel: Wer mitmischen will auf dem größten Automarkt der Welt, muss attraktive E-Autos bauen.
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e.GO: Ein Professor baut E-Autos
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Die Elektromobilität ist (auch) Spielwiese für Außenseiter. Prof. Günther Schuh hat an der Uni ein E-Auto entwickelt. Kein etablierter Autobauer wollte seine Idee umsetzen. Also macht er es selbst.
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Batterien

Batterien: Asiatische Dominanz
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Die Batterie ist das Herz der Elektromobilität. Japan, Südkorea und China beherrschen den Markt. Deutsche Autobauer haben eine lange Aufholjagd vor sich. Ausgang ungewiss.
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Batterien: "Zu weit im Hintertreffen"
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Warum bauen deutsche Autofirmen keine eigenen Batterien? Der Zug sei abgefahren, sagt Auto-Analyst Jürgen Pieper, die Abhängigkeit von Asien groß. Zumindest für die nächsten zehn Jahre.
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makroskop E-Mobilität
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Ursprünglich hatte die Bundesregierung geplant, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Daraus wird nichts. Nach nur 8500 E-Autos 2014 waren es 2018 immerhin 36.000.
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Flottenverbrauch: Das fordert die EU

Laut EU soll die CO2-Belastung durch Autoabgase drastisch reduziert werden. Ab 2021 darf ein Neuwagen eines Herstellers im Flotten-Schnitt nur noch 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. 15% weniger sollen es ab 2025 sein und 37,5% weniger ab 2030. Das sind dann noch rund 60 Gramm CO2.

Flottenverbrauch: Das tun die Hersteller

60 Gramm CO2-Ausstoß pro Auto entspricht etwa 2,5 Liter Kraftstoffverbrauch. Mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ist das schwer machbar. Der CO2-Schnitt eines Herstellers lässt sich nur drücken, indem er mehr emissionsfreie Autos baut. 40 von 100 Autos müssten 2030 elektrisch fahren. Momentan fährt gerade einmal eines von 100 Autos mit Batterieantrieb.

E-Autos: Zulassungen steigen

Kamen im Jahr 2014 rund 8500 Elektroautos neu auf die Straßen, waren es 2018 schon etwas mehr 36.000. Autoexperten schätzen, dass in diesem Jahr doppelt so viele, also rund 72.000 neu zugelassen werden könnten.

E-Autos: Ziel verfehlt

Ende 2018 gab es bundesweit 56,5 Millionen PKWs auf Deutschlands Straßen. Knapp 54.000 davon waren Elektroautos. Eigentlich wollte die Bundesregierung bis 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße bringen. Ein Ziel, das auf 2022 verschoben wurde.

Ladeinfrastruktur

Für eine Million Elektroautos bräuchte man nach Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft rund 70.000 Normalladepunkte und 7000 Schnellladepunkte. Ende 2018 sind rund 16.100 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte an über 7.000 Ladesäulen von Energieunternehmen, Parkhaus- und Parkplatzbetreibern, Supermärkten und Hotels erfasst - davon 12 Prozent Schnelllader.

Autos auf der CES: Wir sind die Neuen
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Center stage zwischen 3D-Druckern und 4K-Fernsehern: Allein die Tatsache, dass Autos heute auf der Konsumtechnologiemesse CES präsentiert werden, verrät viel darüber, was beim Auto der Zukunft wirklich zählt.
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Sendedaten
makro
E-Mobilität
Freitag, 1. Februar 2019, 21.00 Uhr
Wiederholung: Sonntag 6.15 Uhr
Mediathek
© dpa[>> Alle Videos auf einen Blick]
E-Autos: Reden Sie mit!
"Wir sollten den Ideen rund um Elektromobilität etwas Zeit geben", sagt Konrad Götz. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Dr. Konrad Götz
Dr. Konrad Götz ist Mobilitäts- und Lebensstilforscher am ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt am Main. Götz ist empirischer Sozialwissenschaftler, er beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit zukunftsfähigen Mobilitätsstilen und Mobilitätskulturen.
Zahlen, Daten, Fakten
© BNEFLupeDer Finanznachrichtendienst Bloomberg New Energy Finance gibt jährlich den Electric Vehicle Outlook heraus. Dort finden sich umfangreiche Informationen zur Marktentwicklung.
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E-Auto - und dann?
Glaubt man den Autobauern, dann passiert endlich was in Sachen E-Mobilität. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es viele offene Fragen. Woher kommt der Strom, wer baut die Akkus und wie kann ich mein E-Auto aufladen.
(makro, 03.03.2017)
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