Sonnenaufgang auf der Erde von der internationalen Raumstation ISS aus betrachtet. © ESA,Nasa,Alexander Gerst
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Sonnenaufgang auf der Erde von der internationalen Raumstation ISS aus betrachtet.
Raumfahrt
Wer verdient am Weltall?
Raumfahrt gilt in Deutschland als Schlüsseltechnologie - so steht es in der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung. Aber lohnt es sich, die Branche jedes Jahr mit einer Milliarde Euro zu fördern?
Dass der deutsche Astronaut Alexander Gerst das Kommando auf der Internationalen Raumstation ISS übernommen hat, interessiert nicht nur kleine Jungen und Weltraumenthusiasten. Gerst ist die beste Werbung für den Wissenschaftsstandort Deutschland und seine Technikberufe.

40 Milliarden Euro haben Unternehmen in der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie im vergangenen Jahr umgesetzt. Die Raumfahrt allein steuerte mit knapp 3 Milliarden Euro zwar nur einen kleinen Teil zum Umsatz bei. Doch hier sind die Erkenntnisse aus der Forschung der eigentliche Gewinn. Längst gehören Navigationsgeräte, Wettersatelliten, Internettelefonie zu unserem Alltag. Davon profitieren auch viele deutsche Unternehmen.

 

Studiointerview: "Mehr als ein Forschungslabor"
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Die ISS sei ein sehr sinnvolles Projekt, sagt Wissenschaftsjournalist Dirk Lorenzen. Denn neben der wissenschaftlichen Ausrichtung, habe sie auch eine politische und ethische Funktion.
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Vorabinterview: Macht Raumfahrt Sinn?
Start einer Ariane 5 auf dem "europäischen Weltraumbahnhof" in Französisch Guyana. © dpa
"Europa braucht einen unabhängigen Zugang ins All", sagt Branchenkenner Dirk Lorenzen im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin makro. Und kritisiert den fehlenden strategischen Weitblick der Europäer.
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Raumfahrt 2.0: Die Dinos und die Mücken
Eine Falcon9-Rakete des privaten amerikanischen Raumfahrtunternehmens SpaceX startet in Cape Canaveral, um den Kommunikationssatelliten Telstar 18 in seine Umlaufbahn zu bringen. © ap
Europas Raumfahrt steckt in der Krise. Händeringend suchen Industrie und Politik nach einem Mittel gegen die Kampfpreise des amerikanischen Konkurrenten SpaceX. Dabei lauert die eigentliche Herausforderung ganz woanders.
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ESA: Europas Tor zum All

Unter dem Dach der ESA bündeln 22 Mitgliedsstaaten ihre Weltraumaktivitäten. Gemeinsam betreiben sie das europäische Weltraumprogramm und beteiligen sich am Betrieb der Internationalen Raumstation ISS. Zu den Projekten der ESA gehören die Erforschung von Erde und Sonnensystem, aber auch die Entwicklung satellitengestützter Technologien.

Finanzierung der ESA

Die Mitgliedsländer der ESA entrichten Mitgliedsbeiträge, deren Höhe sich am jeweiligen Bruttoinlandsprodukt orientiert. Zusätzlich können sich die Staaten an einzelnen Projekten beteiligen Der 2018er Etat der ESA umfasst 5,6 Milliarden Euro. Größte Beitragszahler sind Frankreich und Deutschland.

Deutschlands Ausgaben für Raumfahrt

Deutschland finanziert die Raumfahrt im Jahr 2018 mit rund 1,57 Milliarden Euro. Davon fließen 928 Millionen Euro an die ESA. Der Löwenanteil der Investitionen in Raumfahrt kommt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Raumfahrt als Investitionsprogramm

Die ESA funktioniert nach dem Prinzip eines geographischen Mittelrückflusses. Das heißt, sie vergibt jährlich an die Raumfahrtindustrie der einzelnen Mitgliedsstaaten Aufträge, deren Höhe in etwa den Beitragszahlungen des Landes entsprechen.

Die Wirtschaftlichkeit von Raumfahrt

Ein Euro, der in den Bereich "public telekoms" investiert wird, erwirtschaftet laut einer ESA-Studie eine Rendite von 8-9 Euro. Beim Raketenprogramm Ariane 5 liege der Multiplikator immerhin noch bei 2,2.

makroskop
© esa,alexander gerst,dpa
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Die ESA ist Europas Tor zum Weltall. Über sie finanzieren ihre 22 Mitgliedsstaaten die europäische Weltraumforschung und den Betrieb der ISS. Der aktuelle ESA-Etat beträgt 5,6 Mrd. Euro.
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Berichte aus der Sendung

Astro Alex - Glücksfall für die deutsche Raumfahrt
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Seit 3. Oktober hat Alexander Gerst das Kommando auf der ISS. In der Schwerelosigkeit macht er Experimente, die unser Leben auf der Erde besser machen und poliert nebenher das Image der Raumfahrt auf.
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Forschung im Weltall – Wofür?
© ap
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Die ISS ist ein fliegendes Labor mit über 300 Experimenten in fast allen Naturwissenschaften. Das größte Technologieprojekt aller Zeiten. Trotzdem bleibt die Frage nach dem Kosten-Nutzen Verhältnis.
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PT Scientists: Von Mahrzahn auf den Mond
© Ziegenberg Daniel, CC BY-SA 3
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Vom Freizeitvergnügen zum Start Up Unternehmen. Erst war das Mondauto der Part Time Scientists aus Berlin nur Hobby. Doch in Zukunft wollen sie damit Geld verdienen auf dem Mond.

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Sendedaten
makro
Wer verdient am Weltall?
Freitag, 12. Oktober 2018, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Mediathek
© epa[>> Alle Videos auf einen Blick]
Moderation
Eva Mühlenbäumer
Studiogast
© Martin SündermannLupeDirk Lorenzen
Der Astrophysiker Dirk Lorenzen ist Journalist und Buchautor mit Schwerpunkt Astronomie und Raumfahrt. Bemannte Raumfahrt hält er für wichtig, aber sie lässt sich seiner Meinung nach nicht allein mit der Forschung auf der Raumstation rechtfertigen.
Links
Visionär: Elon Musk
Irre, genial - oder beides?
Wenn unsere Zeit einen Visionär hat, dann ist es Elon Musk. Wie ein Besessener brütet er Ideen aus und macht sich an die Umsetzung. Selbst falls er am Ende scheitert, wird er die Welt verändern.
(makro, 13.04.2018)
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Teure Weltraumabenteuer
Raumfahrt ist faszinierend, verdammt teuer, der praktische Nutzen eher abstrakt. Berufspessimisten behaupten, er beschränke sich auf die Erfindung der Teflonpfanne. Tatsache ist jedenfalls: In den Raumfahrtnationen regiert der Rotstift.
(makro, 07.11.2014)
nano spezial
Raumfahrt im Alltag
Raumfahrt ist zu einem nahezu selbstverständlichen Bestandteil unseres Alltags geworden, unverzichtbar für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.