Das Colosseum in Rom zeugt von alter Größe. Im Italien von heute dominiert der Zerfall. © CC BY-SA 2
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Das Colosseum in Rom zeugt von alter Größe. Im Italien von heute dominiert der Zerfall.
Italiens Bewährungsprobe
Euro-Land auf Abwegen
Die Staatsschulden sind weiterhin dramatisch hoch, die Jugendarbeitslosigkeit ebenso. Die Rentenreform stockt und die Flüchtlingswelle stellt Italien zusätzlich vor große Herausforderungen.
Viele Italiener sind enttäuscht von den früheren Regierungen. Und auch Europa ist für viele längst kein Hoffnungsträger mehr. Jetzt verspricht die Politik teure Programme: Ausgaben hoch, Steuern runter. Doch: Neue Schulden müssten mit noch mehr Zinsen bezahlt werden.

Italien steht vor der nächsten Bewährungsprobe. Und der Rest Europas schaut besorgt Richtung Rom: Es geht um das Überleben der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone. Die Euro-Krise könnte wiederkehren, dann aber mit weit größerer Wucht als bei Griechenland.

Aufgrund struktureller Probleme bleibt das <b>Wirtschaftswachstum</b> in Italien seit vielen Jahren hinter dem EU-Durchschnitt zurück. Immerhin hatte man bisher die Neuverschuldung im Griff. Aufgrund struktureller Probleme bleibt das Wirtschaftswachstum in Italien seit vielen Jahren hinter dem EU-Durchschnitt zurück. Immerhin hatte man bisher die Neuverschuldung im Griff.
Die <b>Arbeitslosigkeit</b> ist zwar rückläufig, aber im europäischen Vergleich immer noch sehr hoch. Auch erreichte sie ihren Scheitelpunkt später als in den meisten anderen EU-Staaten. Die Arbeitslosigkeit ist zwar rückläufig, aber im europäischen Vergleich immer noch sehr hoch. Auch erreichte sie ihren Scheitelpunkt später als in den meisten anderen EU-Staaten.

 

Studiointerview: "Zugriff auf den Staatshaushalt"
VideoVideo
Der Italienkenner Prof. Christian Jansen erwartet, dass die italienische Regierung aus Links- und Rechtspopulisten trotz ideologischer Unterschiede zusammenhalten werde. An Neuwahlen haben sie kein Interesse.
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Vorabinterview: Italien first!
Beppe Grillo, Spiritus Rector der 5-Sterne-Bewegung.
Der Brückeneinsturz von Genua wirft Fragen auf nach der Funktionsfähigkeit des italienischen Staates. Nach gut zwei Monaten Koalition aus rechten und linken Populisten sprach Eva Schmidt mit Christian Jansen über eine erste Bilanz.
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Infos

5 Fakten zu Italien
Altar des Vaterlands in Rom. © colourbox.de
Dem Land, wo die Zitronen blühen, geht es nicht wirklich gut. Die Verschuldung ist riesig, die Arbeitslosigkeit hoch und die Wirtschaftskraft lässt auch zu wünschen übrig.
zu den 5 Fakten

Schulden: Italiens Dilemma
© epa
Italiens Regierung will einerseits die Wirtschaft ankurbeln und andererseits viele Wahlversprechen einlösen. Das könnte teuer werden für das ohnehin hochverschuldete Land.
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Berichte aus der Sendung

makroskop Itallien
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Bei der Arbeitslosigkeit liegt Italien weit vorn in Europa, beim Wachstum weit hinten. Dabei gibt es durchaus noch eine konkurrenzfähige unternehmerische Basis. Zumindest im Norden.
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Italiens Firmen: Hohe Kunst
© Furla
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Italiens Rückgrat sind die Familienfirmen. Oftmals sind sie jedoch recht klein - und in der Krise sind viele verschwunden. Trotzdem gibt es wahre Perlen, die ihre Nische gefunden haben. Ein Besuch.
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Europa: Amore ciao?
© reuters
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Die Italiener waren jahrzehntelang überzeugte Europäer und die deutsch-italienischen Beziehungen waren etwas besonderes. Doch die neue Regierung aus Europaskeptikern stellt das alles auf die Probe.
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Arbeit: Im Nachtbus auf Jobsuche
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Mit knapp über 30% Jugendarbeitslosigkeit hat Italien eine der höchsten Quoten innerhalb der EU. Um einen der wenigen Jobs zu bekommen, nehmen viele junge Menschen auch weite Wege auf sich.
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Sendedaten
makro
Italiens Bewährungsprobe
Freitag, 17. August 2018, 21.00 Uhr
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Studiogast
© privatLupeProf. Dr. Christian Jansen
Christian Jansen ist Neuzeithistoriker mit den Arbeitsschwerpunkten deutsche und italienische Geschichte des 19. Und 20. Jahrhunderts. Er lehrt an der Universität Trier und ist Autor des Standardwerks "Italien seit 1945".
Archiv
Wohin steuert Italien?
Matteo Renzi hatte hoch gepokert und verloren. Jetzt hat Italien die Übergangsregierung Gentiloni. Geblieben sind hohe Arbeitslosigkeit, drückende Schulden, marode Banken und eine brennende Lunte.
(makro, 03.02.2017)
Schwerpunkt
Europa