Ein ICE der Deutschen Bahn hält im Bahnhof. © dpa
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Ein ICE der Deutschen Bahn hält im Bahnhof.
Baustelle Bahn
Zug nach nirgendwo?
Von München nach Berlin in weniger als vier Stunden. Das geht ab Dezember mit der Bahn. Doch reichen Prestigeprojekte wie dies, um die Bahn nach vorne zu bringen?
10 Milliarden Euro hat das Megaprojekt München - Berlin verschlungen. Geld, das an anderer Stelle dringend benötigt wird. Vielerorts gibt es veraltete Bahnstrecken. Kritiker werfen der Bahn vor, dass viele ihrer Probleme hausgemacht seien.

Auch die Gütersparte leidet unter den Einsparungen beim Schienennetz. Die Sparte belastet den Bahnhaushalt mit roten Zahlen. Obwohl die Forderungen nach mehr Gütern auf der Schiene immer lauter werden, hat der Güterverkehr oft keine Chance gegen die Konkurrenz auf der Straße.

Nun will die Bahn mit großen Schritten in Richtung Zukunft marschieren. Digitalisierung heißt das Schlagwort. Ambitionierte Ideen gibt es viele. Doch bleibt die Bahn mit diesen Ideen wettbewerbsfähig und entfernt sie sich nicht immer weiter von ihrem Kerngeschäft?

Die Deutsche Bahn ist weit mehr als der ICE. Der Personen-Fernverkehr macht nur 10% vom <b>Umsatz</b> aus, der Nahverkehr (Regio) das Doppelte. Die Logistiktochter Schenker mit ihren LKW sogar knapp 40%. Kaum bekannt: Fast die Hälfte erwirtschaftet die Bahn im Ausland, rund 12% sogar in Übersee. Die Deutsche Bahn ist weit mehr als der ICE. Der Personen-Fernverkehr macht nur 10% vom Umsatz aus, der Nahverkehr (Regio) das Doppelte. Die Logistiktochter Schenker mit ihren LKW sogar knapp 40%. Kaum bekannt: Fast die Hälfte erwirtschaftet die Bahn im Ausland, rund 12% sogar in Übersee.
Der Personen-Fernverkehr trägt überdurchschnittlich zum operativen <b>Ergebnis</b> bei, wohingegen Schenker wenig profitabel ist und der Güterverkehr (Cargo) sogar rote Zahlen schreibt. Hauptergebnistreiber ist das Schienennetz. Mit ihrem Beteiligunges-Portfolio versenkt die Bahn hingegen jede Menge Geld. Der Personen-Fernverkehr trägt überdurchschnittlich zum operativen Ergebnis bei, wohingegen Schenker wenig profitabel ist und der Güterverkehr (Cargo) sogar rote Zahlen schreibt. Hauptergebnistreiber ist das Schienennetz. Mit ihrem Beteiligunges-Portfolio versenkt die Bahn hingegen jede Menge Geld.

Interviews mit Heiner Monheim

Live-Interview: "Mehr Haltepunkte!"
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Zu Gast bei makro ist der Verkehrsexperte - und überzeugte Bahnfahrer - Prof. Heiner Monheim. Er sagt, die Bahn gebe zu viel Geld für teure Prestigeprojekte aus. Damit bleibe zu wenig in der Fläche.
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Vorabinterview: Neue Weichenstellung gefordert
Vorabinterview: Neue Weichenstellung gefordert © dapd
Welche Antwort gibt die Deutsche Bahn auf die Anforderungen an moderne Mobilität? Und ist es die richtige? Darüber sprach das Wirtschaftsmagazin makro mit dem Verkehrsexperten Heiner Monheim.
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Bahn-Infrastruktur

Hightech und Tristesse
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Mit Tempo 300 donnert der ICE durch den Thüringer Wald auf der neuen Trasse Berlin - München. Auf Nebengleisen tuckern derweil noch die Dieselloks. Für mehr fehlt halt das Geld.
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"Finsteres politisches Gerangel"
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Was App und Website angeht, sei die Deutsche Bahn top, sagt Verkehrsexperte Prof. Christian Böttger. Mit Projekten und Investitionen weniger: Die Entscheidungen fielen oft "überraschend irrational".
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Baustelle Bahn
Freitag, 10. November 2017,
21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
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Bahn: Reden Sie mit!
© dpaWie kann das Verkehrsmittel Eisenbahn, das ja schon 200 Jahre auf dem Buckel hat, den individuellen Ansprüchen an moderne Mobilität gerecht werden? Diskutieren Sie mit!
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Prof. Dr. Heiner Monheim
Heiner Monheim ist Professor für Angewandte Geographie, Raumentwicklung und Landesplanung an der Universität Trier. Seit 2011 ist er emeritiert. Seine thematischen Schwerpunkte sind Mobilität allgemein und speziell Fuß- und Radverkehr, öffentlicher Verkehr, Städtebau und Verkehr. Monheim ist Mitbegründer des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).
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Die Stau-Republik
Der Verkehr auf deutschen Straßen nimmt zu, während die Infrastruktur veraltet. Folge: Streckenüberlastungen, Baustellen, Stillstand. Jeden Tag gebe es im Schnitt 1900 Staus, meldet der ADAC.
(makro, 31.03.2017)
Schwerpunkt
Verkehr & Logistik