Das Spiel um Milliarden  © reuters
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Spielen am Computer wird immer beliebter. Das zeigen auch die wachsenden Besucherzahlen bei der Gamescom.
Das Spiel um Milliarden
Computer- und Videospiele sind hoch im Kurs
Computerspiele sind längst kein Jugendphänomen mehr. Die Branche ist zu einer Milliardenindustrie geworden, und die Spieler werden immer älter. Vor allem die Generation 50 plus legt kräftig zu.
Ende August wird Köln zum Mekka der Videospieler. Auf der Gamescom, dem weltweit größten Event für Computer- und Videospiele, trifft sich die Branche zum Schaulaufen. Und mit ihr Hunderttausende von Interessierten.

Computerspiele sind längst raus aus der Nische und mitten im Leben angekommen. Mit manchem Spiel lässt sich mehr verdienen als in der Filmindustrie. Angeblich spült die Computerspieleindustrie in Deutschland sogar mehr Steuereinnahmen in die Staatskasse, als Film und Musik zusammen

Nur ein Grund, warum die Politik sich für die Branche interessiert. Computerspiele seien auch der Treiber für innovative Technologien, meint Verkehrs- und Digitalminister Alexander Dobrindt. Von Gestensteuerung bis zur Künstlichen Intelligenz ist die Branche Pionier beim Einsatz von Schlüsseltechnologien.

Der globale Videospielmarkt boomt. Für dieses Jahr werden Umsätze in Höhe von 109 Milliarden erwartet. Bis 2020 sollen 128 Milliarden Dollar erreicht werden. Der globale Videospielmarkt boomt. Für dieses Jahr werden Umsätze in Höhe von 109 Milliarden erwartet. Bis 2020 sollen 128 Milliarden Dollar erreicht werden.
Die Spieleindustrie hat in Asien einen Marktanteil von fast 47 Prozent. Fast genauso viel wie Nordamerika, Afrika, dem mittleren Osten und Europa zusammen. Die Spieleindustrie hat in Asien einen Marktanteil von fast 47 Prozent. Fast genauso viel wie Nordamerika, Afrika, dem mittleren Osten und Europa zusammen.

Interviews mit Jörg Müller-Lietzkow

Weniger Budget, weniger Qualität
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Studiogast Prof. Jörg Müller-Lietzkow plädiert für Bezahlssysteme statt free to play. Weil nur wenige Spieler für viele zahlen, haben die Entwickler von solchen Spielen meist geringere Budgets und das kann sich auf die Qualität des Spieles auswirken.
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E-Sport bald olympisch
E-Sport bald olympisch: Interview mit Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow © cc by 2.0 marco verch
Die Gamescom rückt in diesem Jahr den E-Sport in den Mittelpunkt der Spiele-Messe. makro-Moderatorin Eva Schmidt sprach mit dem Medienökonomen Jörg Müller-Lietzkow über eine Branche, die sich mit gestiegenem Selbstbewusstsein präsentiert.
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Berichte aus der Sendung

free-to-play Spiele: Erst gratis, dann teuer
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Die Computerspielindustrie macht mit free-to-play Spielen ein Riesengschäft. Zunächst spielt man umsonst. Doch für weiteren Spaß muss man sich Währungen, Waffen, Fahrzeuge oder Avatare hinzu kaufen.
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Videospiele makroskop
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Der globale Videospielmarkt hat 2016 zum ersten Mal die 100 Milliarden Dollar-Grenze geknackt. Vor allem Spiele auf dem Smartphone sind beliebt. Eine Entwicklung, die Deutschland leider verschlafen hat.
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Spieleparadies Kanada
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Montreal ist zum Mekka für Computerspielentwickler geworden. Auch Ubisoft entwickelt hier sein neues Spiel "Assassin's Greed", das in der Entwicklung mehr Geld verschlingt als die meisten Hollywood-Filme.
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Roccat: Die Maus macht's
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Roccat-Gründer René Korte weiß worauf es beim E-Sport ankommt. Früher war er selbst Profispieler. Heute entwickelt er in seiner Firma innovative Hardware für Gamer und hat sein eigenes E-Sport-Team.
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Kulturgut Videospiel
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Im Gegensatz zur Filmbranche bekommt die Videospielbranche in Deutschland nur wenige Fördergelder. SPD und CDU wollen das ändern, denn Computerspiele hätten sich zum Kulturgut entwickelt.
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Virtual Reality

Medium mit vielen Möglichkeiten
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Der große Trend auf der Gamescom wird auch dieses Jahr wieder Virtual Reality sein. Einmal selbst den Weltraum erkunden, live dabei bei einem Vulkanausbruch dabei sein oder mit einem Wal Seite an Seite schwimmen. Die fast perfekte digitale Illusion zieht fast jeden in den Bann.
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Reisen wir in Zukunft nur noch vom Sofa aus?
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Mit einer VR-Brille können wir im Voraus unser zukünftiges Hotelzimmer besichtigen. Mit Google Maps die Strandpromenade entlang gehen. Sogar das leckere Hauptgericht im Restaurant-Geheimtipp kennen wir schon aus dem Internet. Reisen scheint langsam überflüssig zu werden.

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Mitten im digitalen Leben
Frau mit VR-Brille © dpa
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Unter dem Motto "Love out loud" traf sich die Netzgemeinde drei Tage zur "re:publica" in Berlin. Unsere Reporter Sebastian Nuß und Ralph Benz berichten von der Internetkonferenz.

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Computerspiele und Sucht

Digitale Drogen?
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Viele Menschen können - nach eigenem Bekunden - nicht mehr ohne Smartphone leben. Der Psychotherapeut Bert te Wildt warnt deswegen: "Smartphone- und Internetsucht ist mit Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit zu vergleichen."

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Süchtig nach Computerspielen
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Immer mehr Menschen verlieren die Kontrolle über ihre Computerspiele- und Internetnutzung. Das zeigt eine vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Studie. Besonders gefährdet sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die vor allem von Computerspielen im Internet fasziniert sind.

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Sendedaten
makro
Das Spiel um Milliarden
Freitag, 18. August 2017, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Studiogast
© Universität PaderbornProf. Dr. Jörg Müller-Lietzkow
Jörg Müller-Lietzkow lehrt an der Universität Paderborn Medienökonomie und Medienmanagement. Einer seiner Forschungsschwerpunkte sind die Computer- und Videospielindustrie. Neben seiner akademischen Tätigkeit berät er regelmäßig Wirtschaft und Politik. Seit 2014 ist er Co-Sprecher des cnetz e.V.
Studie
Games-Branche hat großes Potenzial
Eine Studie der Hamburg Media School hat ergeben, dass Deutschland sowohl kulturell als auch wirtschaftlich eine große Bedeutung für die Games-Branche hat.
Archiv
Verspielte Welt
Zu Hause, in der U-Bahn, in der Mittagspause. Am Rechner, auf dem Tablet oder dem Smartphone. Alle spielen. Mit einer Leidenschaft, die sonst meist im Alltag oder am Arbeitsplatz fehlt. Dieses kreative Potenzial wollen Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen anzapfen.
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