Briten raus, Franzosen an Bord: Europa erlebt eine Renaissance. © dpa
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Briten raus, Franzosen an Bord: Europa erlebt eine Renaissance.
Frischer Wind für Europa
Lebenszeichen eines Totgesagten
Europa rückt nach dem Brexit-Schock näher zusammen. Was könnten die nächsten Schritte sein hin zu einer geeinten, wirtschaftlich starken EU ohne UK und mit dem neuen Hoffnungsträger Macron?
Die meisten Europäer identifizieren sich zwar mit Europa, aber nicht mit der EU. Die Vorzüge, in einem friedlichen, geeinten Europa zu leben, ohne Grenzen zu reisen und fast überall in Europa mit dem Euro bezahlen zu können, genießen jedoch selbst EU-Kritiker und -Gegner gerne.

Vielleicht hat ja die EU einfach nur ein Imageproblem oder kann ihre Vorzüge bloß nicht an den Mann und die Frau bringen? Dabei ist klar: Wenn Europa enger zusammenwüchse, könnte man gemeinsam wirtschaftlich erfolgreicher sein.

Und was ist mit dem Brexit? Nach der Parlamentswahl in Großbritannien mit einer Wahlklatsche für Theresa May beginnen die Scheidungsverhandlungen mit der EU. Ein Rosenkrieg hätte weitreichende Folgen für die Wirtschaft auf beiden Seiten des Ärmelkanals. Innerhalb von zwei Jahren muss das enge Wirtschaftsgefüge entflochten werden. Banken, Autobauer und Energieunternehmen werden nervös. Britische Fischer hingegen sehen den Trennungstag herbei.

Eine einvernehmliche Lösung zwischen Königreich und Kontinent ist nicht in Sicht. Doch der Brexit stellt das Land auch innenpolitisch vor eine Zerreißprobe: England will raus aus der EU, Schottland will bleiben - obgleich die Scottish National Party, die die Unabhängigkeit vorantreibt, bei der Parlamentswahl einen herben Dämpfer hinnehmen musste.

Interviews mit Fabian Lindner

Live-Interview: "Investieren statt sparen"
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Der gewerkschaftsnahe Volkswirtschaftler Fabian Lindner sagt, in Europa fehle die Vertrauensbasis zwischen den Ländern. Deswegen halten sich die Staaten auch nur an die Regeln, die ihnen genehm sind.
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Vorabinterview: Alles auf Anfang
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei ihrem ersten offiziellen Treffen in Berlin. © reuters
Die Diskussion über die Zukunft Europas hat plötzlich wieder Fahrt aufgenommen. makro-Moderatorin Eva Schmidt hat Fabian Lindner gefragt, ob die Karten in Europa neu gemischt werden.
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Frankreich

Macrons Härteprüfung
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Im Eiltempo will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Reformen durchdrücken. Dabei ist Ärger programmiert: Zwar wollen die Franzosen Veränderung, aber auch, dass alles bleibt, wie es ist.
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Merkel und Macron: "Sehr guter Draht"
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Was halten die Franzosen von den Wirtschaftsreformplänen ihres Präsidenten? "Macron hat noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten", sagt Jean-Philippe Lacour von AFP. Trotz deutlicher Mehrheit im Parlament.
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Brexit

UK: Traurige Lachnummer
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Das Vereinigte Königreich galt einst als Hort pragmatischer Vernunft. Dieser Ruf ist dahin. Heute stehen die Briten da wie orientierungslose Deppen. Und das kann sich ihre Wirtschaft gar nicht leisten.
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Nordirland: Zünglein an der Wage
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Noch nie hatten die nordirischen Unionisten um Arlene Foster so viel Macht, denn ohne ihre Stimmen hat Theresa May in London keine Mehrheit. Man will sich teuer verkaufen - und einen harten Brexit verhindern.
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Berichte aus der Sendung

makroskop Europa
© dpa
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Eine Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion könnte Geburtsfehler des Euro korrigieren. Es ginge aber auch ans Eingemachte und wäre ohne Regeln, die tatsächlich eingehalten werden, kaum vermittelbar.
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Europas Weißbuch
Europas Weißbuch: So könnte es weitergehen © dpa
Zu groß, zu schwach, zu kompliziert: In ihrer gegenwärtigen Verfassung scheitert die Europäische Union an den Herausforderungen unserer Zeit. Was will sie überhaupt? Was soll sie wollen? 5 Szenarien für ihre Zukunft.
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Visionen für Europa: Der Finazminister
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wünscht sich einen europäischen Finanzminister. In Berlin sagt man: ja aber. Nur: Was bedeutet das eigentlich? Entscheidend ist nicht, was draufsteht, sondern was drin ist!
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Sendedaten
makro
Frischer Wind für Europa
Freitag, 16. Juni 2017, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
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© dpa[>> Alle Videos auf einen Blick]
Europa: Reden Sie mit!
© dpaRettet Präsident Macron erst Frankreich, dann Europa? In der EU fordert er mehr Integration. Innenpolitisch plant er Agenda-Politik à la française. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
© Andreas KämperDr. Fabian Lindner
Dr. Fabian Lindner forscht am Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler-Stiftung und leitet dort das Referat "Allgemeine Wirtschaftspolitik". Er schreibt regelmäßig für den Zeit-Blog "Herdentrieb" und ist Mitglied im EZB-Schattenrat des Handelsblatts.
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Frankreichs Misere
Bei Frankreichs Präsidentschaftswahl steht viel auf dem Spiel. Einigkeit herrscht darin, dass sich grundlegend etwas ändern muss, um den jahrelangen Stillstand zu überwinden. Uneins ist man indes über die Richtung.
(makro, 21.04.2017)
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Europa