Entrückt von tagtäglicher Mühsal, einem Heiligenschein gleich, schwebt ein Kronleuchter in prächtigem Saal. © colourbox.de
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Entrückt von tagtäglicher Mühsal, einem Heiligenschein gleich, schwebt ein Kronleuchter in prächtigem Saal.
Die da oben
Die Macht der Wirtschaftseliten
"Eliten" haben im Moment keinen guten Ruf und stehen unter besonderer Beobachtung - auch die Wirtschaftseliten. Aber wer gehört dazu? Und sind die Chefs der großen Konzerne wirklich die Global Player, für die sie alle halten?
Immer wieder sind Managergehälter ein Thema. Dass ein Vorstandsvorsitzender zum Teil das 141fache eines Facharbeiters verdient, kritisierte zuletzt auch die Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts. Begründet werden die hohen Zahlungen gerne mit internationalen Standards. Zu Unrecht, finden einige Experten.

In den USA hat gerade eine Gruppe von Wirtschaftskapitänen und Milliardären die Regierungsgeschäfte übernommen. Es ist durchaus ungewöhnlich, dass Personen aus Top-Positionen in der Wirtschaft in die Politik wechseln. In der Regel bevorzugt man indirektere Wege, bleibt im Hintergrund. Wird das neue Wirtschafts-Kabinett den Staat in einen Selbstbedienungsladen verwandeln, oder wird er endlich mit dem richtigen Know-how geführt werden?

Und: Wie wird man eigentlich Teil jener einflussreichen Gruppe, die ihr Haupttreffen einmal jährlich in Davos veranstaltet? In vielen Ländern halten einige wenige Universitäten den Schlüssel für den Zugang zur Elite. Das gilt auch für Top-Manager Positionen. Harvard, Princeton, Columbia, Yale oder Stanford in den USA bieten einen guten Ausgangspunkt, ebenso wie die Grandes Écoles, die Elite-Universitäten in Frankreich. England setzt weiter auf Oxford und Cambridge. Nur Deutschland hat ein weniger elitäres Auswahlverfahren.

<b>Top-Verdiener:</b> Spitzengehälter im Dax. In den acht nicht aufgeführten Unternehmen kam es unterjährig zu einem Führungswechsel. Top-Verdiener: Spitzengehälter im Dax
<b>Top-Vermögen:</b> Ranking der Millardäre Top-Vermögen: Ranking der Millardäre

Highlights

Live-Interview: "Steuersatz von 90%"
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Zu Gast bei makro ist der Soziologe Michael Hartmann. Er fordert niedrigere Spitzengehälter und hält das Argument, in der Folge würden Top-Leute abwandern, für nachweislich falsch.
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Vorabinterview: Auf und davon
Auf und davon: Managergehälter kennen kein Halten © colourbox.de
Die Diskussion um Managergehälter schlägt hohe Wellen. Wie wir zurück zu "Maß und Mitte" finden, darüber sprach makro-Moderatorin Eva Schmidt mit dem Soziologen Michael Hartmann.
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Nachgefragt: Darfs ein bisschen weniger sein?
Darfs ein bisschen weniger sein? Managergehälter der Dax-Unternehmen. © reuters
Millionenschwere Managergehälter sorgen im Wahljahr für Diskussionen. makro hat die 30 Dax-Konzerne nach ihrer Meinung gefragt. Wie finden wir zu einer Höhe von Vorstandsgehältern, die einer gesellschaftlichen Debatte standhält?
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Managergehälter

Wie viel ist zu viel?
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Hohe Gehälter, hohe Abfindungen - Managervergütungen sind ein Aufregerthema. Die SPD hat es für den Wahlkampf entdeckt und Firmen liefern unfreiwillig Steilvorlagen, wie zuletzt VW.
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"Unglaublich schwer"
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Verdienen Manager zu viel? - will makro wissen. Prof. Gunther Friedl sagt, eine angemessene Vergütung sei ungemein schwierig zu definieren und plädiert für eine breite Debatte darüber, was gerechtfertigt ist und was nicht.
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"Es gibt Einzelfälle"
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Heiko Willems vom BDI sagt, die deutschen Vorstandsgehälter lägen üblicherweise im mittleren sechsstelligen Bereich. Bei den sehr hohen Vergütungen der Dax-30-Firmen sieht er die Aufsichtsräte in der Pflicht.
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Weitere Berichte aus der Sendung

makroskop Wirtschaftseliten
© colourbox.de
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Das ganz große Geld sitzt immer noch in den USA. Die Top-Milliardäre sind Bill Gates (Microsoft), Jeff Bezos (Amazon) und Amancio Ortega (Inditex). Es folgen Superinvestor Warren Buffett (Berkshire Hathaway) und Mark Zuckerberg (Facebook). Dieter Schwarz (Lidl) als reichster Deutscher ist da fast ein armer Schlucker.
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Lobbyismus: Delikate Beziehung
© reuters
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Im Parlament säßen nur Berufspolitiker, lautet ein beliebter Vorwurf. Kaum jemand mit praktischer Berufserfahrung aus der Wirtschaft. Doch findet der Seitenwechsel statt, wird es heikel. makro unterwegs im Dickicht von Brüssel.
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Sendedaten
makro
Wirtschaftseliten
Freitag, 5. Mai 2017, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Mediathek
© colourbox.de[>> Alle Videos auf einen Blick]
Interaktiv: Reden Sie mit!
© colourbox.deWie viel Elite ist gut? Welcher Einfluss ist legitim? Und welche Gehälter kann eine Gesellschaft aushalten? Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Michael Hartmann
Prof. Dr. Michael Hartmann ist Deutschlands bekanntester Elitenforscher. Seit Jahrzehnten untersucht er die gesellschaftliche Elite und die Kluft zwischen Arm und Reich. Bis 2014 war er Professor für Soziologie an der TU Darmstadt. 2016 erschien sein Buch "Die globale Wirtschaftselite: Eine Legende" im Campusverlag.
Interview
© ZDFVideoÜber Jahre ist der Eindruck einer globalen Wirtschaftselite gewachsen - einer Elite, die verschwörerisch zusammenhält. Der Soziologe Michael Hartmann entzaubert diesen Mythos vom globalen Netzwerk im Gespräch mit Eva Schmidt.
(Frankfurter Buchmesse, 22.10.2016)
Warren & Charlie
"Er sollte sehr reich sein"
Warren Buffett, 86, Chairman von Berkshire Hathaway, philosophiert über die Nachfolgefrage nach seinem Ableben. Sein Nachfolger sollte idealerweise bereits viel Geld haben und sich mit einem niedrigen Gehalt bescheiden können. Buffett und Vize Charlie Munger, 93, diskutieren auf der Hauptversammlung des Unternehmens im Mai 2017 den grassierenden Irrsinn bei Managergehältern.
(2:26:45-2:36:20)
Mediathek
Frankreich: Das Versagen der Führungselite
Die politische Klasse in Frankreich rekrutiert sich traditionell aus den Elite-Hochschulen des Landes, vor allem der ENA, École Nationale d'Administration. Auch deren Absolventen, die sogenannten Énarques, sind ins Gerede gekommen.
(frontal 21, 18.04.2017)
Schwerpunkt
Gesellschaft