Das neue Geschäftsviertel Moskaus wächst empor - unter dem wachsamen Blick des Kreml. © reuters
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Das neue Geschäftsviertel Moskaus wächst empor - unter dem wachsamen Blick des Kreml.
Russland in Bedrängnis
Selbstverschuldete Isolation
Russlands Wirtschaft steckt fest. Die Sanktionen des Westens und der niedrige Ölpreis halten die Wirtschaft in der Krise. Internationale Investoren, mithin Geld und Ideen, bleiben fern.
In seiner alljährlichen Rede zur Lage der Nation im prunkvollen Georgssaal des Kreml skizzierte Präsident Wladimir Putin das Bild einer starken Nation - und ließ keinen Zweifel daran, wem das Volk dies zu verdanken habe: Außenpolitik, Innenpolitik, alles im Griff. Aufhorchen ließ immerhin das Eingeständnis, es mangele an Investitionen.

Notgedrungen hat Putin jetzt einer Drosselung der Öl-Förderung zugestimmt. Ein Schritt, den er bisher abgelehnt hat, nun aber als "einzig richtige Entscheidung" bezeichnet. Verbunden damit ist die Hoffnung auf einen dauerhaft steigenden Öl-Preis. Und den braucht Russland dringend.

Die Wirtschaft ist viel zu stark auf die Einnahmen aus dem Ölgeschäft angewiesen. Ein Strukturproblem, das Russland in der Vergangenheit schon oft geschadet hat. Ein Umbau der Wirtschaft ist bislang trotzdem nicht gelungen. Hinzu kommen die Wirtschaftssanktionen des Westens, die nun schon seit zweieinhalb Jahren bestehen und bis 2017 verlängert wurden.

Spannend wird auch die Entwicklung im Verhältnis zu den USA. Nach Barack Obamas misslungener Operation "Reset" plant Donald Trump, Moskaus Wunschpräsident im Weißen Haus, seinen eigenen "Reset". Wie der wohl aussehen wird, weiß niemand so genau. Auch nicht im Kreml.

 

Russlands <b>Wirtschaftswachstum</b> hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Phase des Rohstoffbooms vor 10 Jahren ist vorbei, Ersatz nicht in Sicht. Russlands Wirtschaftswachstum hat schon bessere Zeiten gesehen. Die Phase des Rohstoffbooms vor 10 Jahren ist vorbei, Ersatz nicht in Sicht.
Russlands <b>Anteil an der Weltwirtschaft</b> fällt. Die ökonomischen Kraftzentren der globalisierten Welt entstehen anderswo. Russlands Anteil an der Weltwirtschaft fällt. Die ökonomischen Kraftzentren der globalisierten Welt entstehen anderswo.

Highlights

Live-Interview: "Eliten denken nur an sich"
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Der Russland-Kenner Prof. Gerhard Mangott sagt im makro-Interview: "Die seit 16 Jahren angeblich angesteuerte Modernisierung hat die russische Wirtschaft bisher noch immer nicht erreicht."
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Vorabinterview: "Sanktionen sind gescheitert"
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Die russische Führung sei nicht mehr an westlicher Expertise interessiert, sagt der Russland-Kenner Prof. Gerhard Mangott im Vorabinterview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt.
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makroskop Russland
© reuters
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Die Rezession in Russland verlangsamt sich. Trotzdem ist 1 Prozent Wachstum, das für 2017 erwartet wird, zu wenig. Strukturelle Probleme, Justizwillkür und Sanktionen hemmen die Wirtschaft.
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Berichte aus der Sendung

Reformwüste Russland
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Eine florierende Wirtschaft lebt von Innovation und Fortschritt. Dafür braucht es den Wettbewerb der Ideen. Und für den ist im staatskapitalistischen Russland kein Platz. Die Währung, die zählt, ist die Nähe zur Macht.
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Sanktionen? Durchhalten!
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Auch wenn die russische Seite die Sanktionen des Westens mit einem Achselzucken abtut, stören sie auf Unternehmensebene doch ganz erheblich, wie makro-Reporter Markus Böhnisch herausfand.
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Russlands Jugend: Auf dem Egotrip
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Individualismus und apolitisches Verhalten bestimmen die russische Jugend. Sie strebt nach einem Leben westlichen Stils gepaart mit einer wachsenden Abwendung von europäischen Werten.
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Sendedaten
makro
Russland in Bedrängnis
Freitag, 2. Dezember 2016, 21.00 Uhr
Mediathek
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Russland: Reden Sie mit!
© reutersZu Gast bei makro ist der Russland-Kenner Prof. Gerhard Mangott. Er spricht von einem "deutlichen Kaufkraftverlust der Bevölkerung". Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Gerhard Mangott
Gerhard Mangott lehrt Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck. Sein Forschungsschwerpunkt sind Internationale Beziehungen und Sicherheitsfragen in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Gerhard Mangott war viele Jahre lang wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Internationale Politik OIIP in Wien. Er schreibt in seinem Blog.
Russland
© reutersEs geht um Werte
Russland sucht keinen Schulterschluss mehr mit den europäischen Partnern. Von eigenen Werten ist die Rede, von Souveränität um jeden Preis. Man lebt nebeneinander her. makro-Moderatorin Eva Schmidt war bei den Schlangenbader Gesprächen.
(makro, 09.05.2016)
Schwerpunkt
Russland