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Europa nach dem Brexit
Zwischen Durchwursteln und dem großen Wurf
Der Schock über den Brexit hallt nach. In Großbritannien sortiert sich eine neue Regierung und Rest-Europa steckt in der Sinnkrise. Ob der EU-Gipgfel in Bratislava neue Perspektiven bringt?
In Großbritannien sinkt derweil das Verbrauchervertrauen, Immobilienfirmen in London kommen unter Druck. In Westminster kursieren erste Überlegungen aus Großbritannien ein großes Steuerparadies zu machen, um Firmen anzulocken.

Demgegenüber ist die Haltung der EU hinsichtlich ihrer eigenen Zukunft überhaupt nicht klar. Die Bandbreite reicht von Martin Schulz, Präsident des Europaparlaments, der nun die Flucht nach vorn antreten will, um Europa in einem finalen Integrationsschritt zu einen, bis hin zu Jaroslaw Kaczynski, dem starken Mann in Polen, der die bisherige Integration Europas im Großen und Ganzen rückabwickeln möchte.

Angela Merkel fährt zunächst auf Sicht und bemüht sich um Ruhe. Was sie will, ist nicht ganz klar, nur so viel: Sie möchte Großbritannien auch weiterhin möglichst eng an Europa binden, gleichwohl besteht sie auf einem Unterschied zwischen drinnen und draußen. Der große Wurf ist nicht ihr Ding, eine Änderung der europäischen Verträge hält sie für unrealistisch. Auf dem Sondergipfel im September wollen die Regierungschefs nun ihre Vorstellungen von der Zukunft Europas diskutieren.

Experteninterview

Dr. Anna auf dem Brinke: EU-Bürger sehen Reformbedarf
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Auf ihrem informellen Gipfel an diesem Freitag in Bratislava suchen die verbliebenen EU-Mitglieder nach einer gemeinsamen Strategie. Über den Brexit und die Folgen sprach vorab Europa-Forscherin Anna auf dem Brinke mit makro-Moderatorin Eva Schmidt.
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Extra

Beziehungsstatus: Kompliziert
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Es war nie einfach im Hause Brüssel. Sich mit 28 Ländern auf gemeinsame Gesetze, Regelungen und Vorschriften zu einigen war schon immer ein schwieriger, belastender Prozess. Aber nun, nach dem Auszug Großbritanniens aus dem EU-Haus ist die Institution so verletzlich und brüchig wie nie zuvor. Inzwischen ist selbst die reine Existenz der EU bedroht.
Kommentar

Griechenland: Im Südosten nichts Neues
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Die Flüchtlinge und die anhaltende Debatte um die Rolle der Türkei ziehen sich noch immer durch alle Medien. Das EU-interne Problemkind ist dabei ein wenig in der Versenkung verschwunden. Und das, obwohl Griechenland sowohl in der Flüchtlingskrise als auch in der angespannten Wirtschaftslage von existenzieller Bedeutung ist.
Artikel

Der Euro ist schuld am Zerfall Europas
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Yanis Varoufakis, Griechenlands Ex-Außeminister hat ein Buch geschrieben über den Euro: "Das Euro Paradox". Er glaubt, dass die gemeinsame Währung Europas die Mitgliederländer spaltet weil ihr demokratische Kontroll-Mechanismen fehlen. Er fordert deswegen ein neues politisches Konzept.

ttt-Beitrag in der ARD-Mediathek

makroskop Europa
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Nach dem Ausscheiden Großbritanniens fließen zwar keine Subventionen mehr auf die Insel. Ein Minus in der EU-Kasse bleibt trotzdem. Die Briten haben 55 Milliarden mehr eingezahlt als sie erhalten haben.
Bericht

Berichte aus der Sendung

Wohin will die EU in Zukunft?
© dpa
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Es muss sich etwas ändern in Europa. Darüber sind sich die Mitglieder der EU einig. Nur was genau, darüber herrscht Uneinigkeit. Zu unterschiedlich sind die Interessen und Stärken der Mitgliedsländer.
Bericht

Andalusien: Kaum Jobs für die Jugend
© dpa
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Eine Jugendgarantie soll dafür sorgen, dass Europas arbeitslose Jugend innerhalb kürzester Zeit Arbeit oder Ausbildung bekommt. Doch die Umsetzung dieser Maßnahme ist schwierig, gerade in Spanien.
Bericht

Brexit - und nun?
© dpa
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Wann der Brexit kommt und welche Folgen er für die britische Wirtschaft hat, ist noch unklar. Denn die neue britische Premierministerin May hat sich noch nicht für einen eindeutigen Kurs entschieden.
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Polen nach dem Brexit
© ap
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Mit dem Brexit droht den Polen der Verlust ihres zweitwichtigsten Handelspartners Großbritannien. Es ist außerdem unklar, ob die Polen, die zurzeit auf der Insel leben, ihre Rechte behalten werden.

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Sendedaten
makro
Europa nach dem Brexit
Freitag, 16.09.2016, 21.00 Uhr
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Studiogast
LupeDr. Anna auf dem Brinke
Anna auf dem Brinke ist Wirtschaftswissenschaftlerin und arbeitet für das Jacques Delors Institut - Berlin, einem europäischen Think Tank. Sie publiziert zu europäischen Wirtschaftsthemen. In ihrer Forschung hat sie sich mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Bereitschaft zur Umverteilung beschäftigt. Dafür war sie u.a. Gastwissenschaftlerin in Yale. Sie studierte in Berlin, Florenz und London.
Grafik
LupeWer zahlt wieviel in der EU?
18 von 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union bekommen mehr Geld aus Brüssel, als sie in die Gemeinschaftstöpfe einzahlen. Für die Unterstützung dieser Länder greifen Deutschland, Frankreich und auch Großbritannien tief in die Tasche.
Archiv
Der Brexit
Es steht viel auf dem Spiel für Großbritannien nach dem 23. Juni: Der Brexit wird die Wirtschaft des Königreichs ins Wanken bringen. Und Europa Freigeist, Common sense und Pragmatismus kosten.
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Europa