"Wie Sand am Meer?" - Denkste! Der Sand wird knapp. © ap
"Wie Sand am Meer?" - Denkste! Der Sand wird knapp.
"Wie Sand am Meer?" - Denkste! Der Sand wird knapp.
Rohstoff Sand
Angriff aufs Paradies
Die Welt giert nach Sand. Hauptverbraucher ist die Bauwirtschaft. Autobahnen, Bahntrassen, Hochhäuser, die Urbanisierung Asiens - all dies verschlingt gigantische Mengen Sand. Und lockt die Räuber.
Der wertvolle Baustoff scheint im Überfluss vorhanden. Doch der Schein trügt. Vielerorts auf der Erde wird Sand knapp und das treibt das Geschäft mit dem begehrten Gut an.

Selbst Wüstenstaaten wie Dubai importieren mittlerweile hunderttausende Tonnen Sand, denn der Wüstensand vor Ort taugt nicht zum Bauen. Auch im kleinen Singapur sind die eigenen Ressourcen schon seit langem aufgebraucht. Und so bedient sich der asiatische Stadtstaat an den sandreichen Küsten der Nachbarländer. Nicht ohne Folgen. Inzwischen hat sich eine regelrechte Sandmaffia organisiert. Denn der Rohstoff wird knapp und die Geschäfte immer lukrativer.

Interviews mit Klaus Schwarzer

Live-Interview: "Der Mensch rückt an den Ozean heran"
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Drei Viertel der Metropolen wachsen an den Küsten. Der Bedarf an Sand ist enorm, sagt der Küstengeologe Klaus Schwarzer. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel und der Sand-Nachschub über die Flüsse schwindet.
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Vorabinterview: "Die Situation ist ernst"
Vorabinterview: "Die Situation ist ernst" © dpa
Sand ist einer der wichtigsten Rohstoffe. Doch die Vorräte gehen zur Neige. Das hat Folgen, sagt Küstengeologe Klaus Schwarzer im Interview mit makro-Moderatorin Eva Schmidt.
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Highlights

makroskop Sand
© ap
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Sand ist nach Wasser der meistgenutzte Rohstoff der Erde. Er steckt in Kosmetika, Putzmitteln und Handys. Am meisten verbraucht die Bauindustrie. Aber nicht den aus der Wüste!
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Sand - Die neue Umweltzeitbombe
Sand - Die neue Umweltzeitbombe © colourbox14-255414
Vom Handy bis zur Autobahn - Sand ist heutzutage in nahezu allen Produkten enthalten. Vor allem aber in Beton. Da Wüstensand ungeeignet ist zur Betonverarbeitung, geht der Sand aus Flussbetten und Kiesgruben langsam zur Neige.
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Abbaugebiet Niederrhein

Geschenk der Eiszeit
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Der Niederrhein ist reich an Sand und Kies. Es ist Schutt aus den Alpen, den die Eiszeit hier abgelagert hat. Der Abbau ist eine Gratwanderung. makro zu Besuch in einem der größten heimischen Kieswerke.
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"Das Problem ist dranzukommen"
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Jörg Hüting, Geschäftsführer der Sand- und Kies-Firma Hülskens, sagt, in Deutschland gebe es den Rohstoff in Hülle und Fülle. Bloß könne man wegen der dichten Besiedlung nur an wenigen Orten fördern.
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"Konkurrierende Interessen"
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Der Geologe Ingo Schäfer arbeitet für den Geologischen Dienst. Mit Blick auf Sand und Kies sagt er: "Wir sind steinreich." Doch wo kann wieviel abgebaut werden? Genau das zu bewerten, ist sein Job.
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Berichte aus der Sendung

Singapur: Auf Sand gebaut
Auf Sand gebaut: Singapurs künstliche Inseln © Sasaki Associates
Singapur, einer der reichsten Flecken Asiens, wächst weiter - ins Meer. Denn nur dort ist noch Platz. Ein neuer Stadtteil entsteht auf künstlichen Inseln zwischen Singapur und Malaysia.
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Kenia: Kampf ums Paradies
Kampf ums Paradies: Sandabbau an Kenias Küste © mev
Meist kommen sie nachts, die Sandbagger. Der Rohstoff wird gebraucht für den Ausbau von Kenias Infrastruktur. Dabei geraten gleich zwei Wirtschaftszweige unter die Räder: Fischerei und Tourismus.
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Durchbruch beim Beton-Recycling
© Markus Böhnisch
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Der Rohstoff Sand ist Grundbestandteil von Beton. Beton wird heute schon zerhackt, gemahlen und im Straßenbau wiederverwendet. Aber die echte Rückgewinnung des Sands ist eine Neuheit. makro war dabei.
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Sendedaten
makro
Sand - das neue Gold
Freitag, 15. Juli 2016, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Mediathek
© colourbox.de[>> Alle Videos auf einen Blick]
Sand: Reden Sie mit!
© colourbox.deZu Gast bei makro ist der Küstengeologe Klaus Schwarzer von der Uni Kiel. Er sagt: "Das gibt es wie Sand am Meer" - Dieser Satz gehört in die Geschichtsbücher. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
© Christian-Albrechts-Unibversität KielLupeDr. Klaus Schwarzer
Klaus Schwarzer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geowissenschaften der Universität Kiel. Er beschäftigt sich seit 30 Jahren mit dem Thema Sand. Seine Forschungsschwerpunkte sind Küstenentwicklung, Küstenprozesse, Sedimenttransport und die Kartierung des Meeresbodens mit hydroakustischen Methoden. Klaus Schwarzer hatte Forschungsaufenthalte in Brasilien, Madagaskar, Malaysia, Thailand, Vietnam und in den verschiedenen Ostseeanrainerstaaten.
Infografik
LupeDer größte Sandverbraucher ist die Bauindustrie. Doch wieviel wird wo verbaut? Ein Einfamilienhaus enthält 200 t, vor allem im Beton. Ein Hochhaus kommt durchschnittlich auf 3000 t und ein Kilometer Autobahn verschlingt 30.000 t Sand und Kies.
Schwerpunkt
Rohstoffe