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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Sendung ansehen: Schengen in Gefahr © ap Video
[>> Sendung ansehen: Schengen in Gefahr]
Schengen in Gefahr
Das Ende der Freizügigkeit
Das Schengener Abkommen galt als Meilenstein der Europäischen Union. Doch nun haben einige Mitgliedsstaaten wegen der Flüchtlingskrise wieder Grenzkontrollen eingeführt. Was sind die wirtschaftlichen Folgen?
EU-Kommissionspräsident Juncker warnte die Mitglieder vor dem Schließen der Grenzen. Schengen würde sich langsam, aber sicher zu Grabe tragen. Und dann würden am Ende auch der europäische Binnenmarkt und der Euro keinen Sinn mehr machen.

Noch ist nicht klar, wie lange wieder an einigen Grenzübergängen in Europa Kontrollen durchgeführt werden. Und noch ist auch nicht klar, ob nicht noch andere Länder demnächst wieder die Schlagbäume schließen.

Die Europäische Union ist sich gegenwärtig in vielen Dingen uneins. Die Staaten haben keine Lösung dafür, wie mit dem Flüchtlingsstrom umgegangen werden soll. Die schnelle Scheinlösung sind Zäune und Grenzkontrollen. Allmählich geht einer der schönsten und greifbarsten Beweise für die Existenz des gemeinsamen europäischen Raums den Bach runter.

Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen ist für Europa eine klare Rolle rückwärts. Tatsächlich ist das Ende von "Schengen" aber nur ein Mosaikstein in einem größeren Trend. Der geht zur nationalen Abschottung. Und stellt damit die Basis des europäischen Erfolgsmodells - Integration und Offenheit - infrage.

Highlights

Grenzkontrollen: "Schaden überschaubar"
Video
Prof. Matthias Lücke vom Institut für Weltwirtschaft beschäftigt sich mit Arbeitsmigration und Außenhandelspolitik. Er sagt, die Kosten der reinen Grenzkontrollen seien überschaubar.
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Vorabinterview: Europas neue Abschottung
Die Freizügigkeit des Personenverkehrs ist eine zentrale Errungenschaft der Europäischen Union. Fällt mit ihr als nächstes der freie Verkehr von Waren? © reuters
Das Ende von Schengen wirft ein schlechtes Licht auf den Zustand der Europäischen Union. Der Ökonom Matthias Lücke warnt im Interview mit makro aber vor Alarmismus: "Gesamtwirtschaftlich sind die Kosten gering."
Interview lesen

makroskop Schengen
© reuters Video
Europas Grenzkontrollen bremsen den Warenverkehr, ärgern 1,7 Mio. grenznahe Pendler und verleiden Touristen das Reisen. Unterm Strich, so das ifo-Institut, kosten sie jeden Europäer jedoch maximal 130 Euro pro Kopf pro Jahr.
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Schengen: Fotostrecke
Hiermit nahm die Abschaffung europäischer Grenzkontrollen ihren Anfang: Auf einem Mosel-Dampfer inmitten des kleinen Dörfchens Schengen in Luxemburg besiegelten Deutschland, Frankreich und die Benelux-Staaten 1985 den Vertrag.
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Berichte aus der Sendung

Ungarn: Grenzüberschreitung
© ap Video
Viktor Orbans Ungarn ist Vorreiter im Grenzzaunbau. Was denken die Leute? makro sprach mit einem ungarischen Zahnarzt, einem österreichischen Gastronom und einem Autozulieferer nahe Budapest.
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Schengen: Harte Probe
Video
Wohl kein europäisches Kaff mit 600 Einwohnern ist so bekannt wie der Winzerort Schengen an der Mosel. Hier wurde das grenzenlose Europa einst besiegelt. Idealistische Träumerei? Ein Ortsbesuch.
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Offene Grenzen? Nein Danke!
© dpa Video
Eine Mehrheit der Europäer befürwortet temporäre Grenzkontrollen. Die EU setzt vor allem auf eine Sicherung der Außengrenzen. Diese sollen die Rettung sein für ein grenzenloses Europa im Innern.
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Brenner: Österreich macht dicht
© reuters Video
Die kleinmütige große Koalition in Wien möchte ein Zeichen setzen. Dieses Zeichen ist ein Zaun. Der Brenner, wichtigster Übergang zwischen Nordtirol und Südtirol wird dichtgemacht. Tu tristis Austria!
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Sendedaten
makro
Schengen in Gefahr
Freitag, 29. April 2016, 21.00 Uhr
Europa: Reden Sie mit!
© IfWmakro-Gast Matthias Lücke hält die Kosten von Grenzkontrollen für überschaubar. Trotzdem stellt sich die Frage, inwieweit eine Rückabwicklung der europäischen Integration nicht schweren Schaden anrichten würde. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Matthias Lücke
Der Volkswirtschaftler Matthias Lücke forscht am Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel über Arbeitsmigration, wirtschaftliche Entwicklung und Außenhandelspolitik. Dabei geht es um die Gestaltung einer Migrationspolitik, die das Potenzial internationaler Arbeitsmigration für die Migranten, die Herkunftsländer und die Zielländer voll ausschöpft. Von 2000 bis 2003 hat Matthias Lücke als Senior Economist beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington, D.C. gearbeitet.
Archiv
Tabuzone €uropa
Einer für alle und alle für einen. Mit diesem Solidaritätsgelöbnis sollte die EU funktionieren. Doch Finanzkrise und Flüchtlingsdrama zeigen, wie uneins die Länder Europas sind.
(makro, 30.10.2015)
Schwerpunkt
Europa
Mediathek
© ZDFWeitere Beiträge zu Schengen und Europas Grenzen finden Sie hier.
Studie