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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Der Wirtschaftsmotor Lateinamerikas braucht eine Generalüberholung. © reuters Lupe
Der Wirtschaftsmotor Lateinamerikas braucht eine Generalüberholung.
Kurswechsel in Lateinamerika
Ende eines Wirtschaftsmodells
Argentinien, Brasilien, Venezuela - jahrzehntelang gewann Lateinamerikas Linke an Einfluss. Gestützt auf Wahlgeschenke für die Armen, finanziert aus Rohstoffeinnahmen. Nun schwindet ihre Macht.
Seit dem Verfall von Öl- und Rohstoffpreisen fehlt den linksorientierten Regierungen Lateinamerikas das Geld für soziale Umverteilung. Ist das lateinamerikanische Wirtschaftsmodell am Ende?

Die Wirtschaft steckt in der Rezession: Minus 0,3% im Jahr 2015. Für 2016 rechnet der Internationale Währungsfonds ebenfalls mit minus 0,3%. Hauptbremsklotz ist Brasilien. Der gerade erst entstandenen neuen Mittelschicht droht der Absturz. Damit brechen auch deutschen Exporteuren die Kunden weg.

Venezuela steht vor dem Staatsbankrott. Das ölreiche Land, das mit üppigen Gewinnen aus seinen Rohstoffexporten einst den "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" in die Nachbarländer exportierte, macht nun Milliardenverluste und steht vor dem Bankrott.

In Argentinien wurde die linksgerichtete Regierung Kirchner abgewählt, in Brasilien Präsidentin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei nur mit Ach und Krach bestätigt. Vetternwirtschaft und Korruption haben die neue Linke geschwächt - in der Wirtschaftskrise rächt sich das nun. In Bolivien mildert Arbeiterführer Evo Morales seinen Konfrontationskurs gegen die Unternehmer im Land merklich ab.

Lateinamerika braucht ein neues Selbstverständnis, besseres Krisenmanagement und Wirtschaftsreformen, um die jahrhundertealte Abhängigkeit von Rohstoffen zu beenden. Doch Konzepte für die dringend notwendigen Strukturreformen bieten auch die neuen Staatschefs bislang nicht.

Interviews mit Wolfgang Muno

"Im Korruptionssumpf versackt"
Video
Zu Gast bei makro ist der Lateinamerika-Kenner Prof. Wolfgang Muno. Er sagt, das Kernproblem Lateinamerikas sei ein schwacher Staat. "Aufgebläht zwar, aber schwach und ineffektiv".
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Vorabinterview: "Die Fiesta ist vorbei"
© reuters
Prof. Wolfgang Muno sagt im Vorabinterview mit makro, soziale Verbesserungen seien mit Einnahmen aus dem Rohstoffboom finanziert worden. Und der ist zu Ende.
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Zahlen, Daten, Fakten

makroskop Lateinamerika
© reuters Video
Ganz Lateinamerika steckt in der Rezession. Am schlimmsten ist es in Venezuela: Arbeitslosigkeit zweistellig, Inflation dreistellig. Viel wichtiger ist jedoch der Einbruch in Brasilien.
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Südamerika: Faktencheck
Brasilien ist die mit Abstand größte Volkswirtschaft Lateinamerikas, Chile das einzige Industrieland, Argentinien eine Überraschung. Venezuela befindet sich im Niedergang, Bolivien war immer schon ganz unten.
zum Faktencheck

Brasilien

Präsidentendämmerung
© reuters Video
Der größte Korruptionsskandal der brasilianischen Geschichte treibt Millionen auf die Straße, vereint im Zorn. Die Präsidentin wankt. Ein Heiliger soll sie schützen. Doch der verliert seinen Schein.
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Held unter Beschuss
© dpa
Keine Rücksicht auf große Namen: Im größten Korruptionsskandal in Brasiliens Geschichte gerät nun die Ikone der Arbeiterpartei, Ex-Präsident Lula, ins Visier. Für Präsidentin Rousseff ein schwerer Schlag.
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Weitere Berichte

Argentinien: Abkehr vom Peronismus
© ap Video
Argentinien vollzieht die Kehrtwende. Präsident Macri beendet den Protektionismus seiner Vorgängerin, einigt sich mit den Gläubigern und öffnet das Land dem Weltmarkt. Der muss jetzt aber auch kommen.
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Venezuela: Ausrevolutioniert
© reuters Video
Hugo Chavez' bolivarische Revolution erreicht ihr Endstadium. Isolationismus und Verstaatlichung hinterlassen lange Schlangen und leere Regale. Für die Regierung ist klar: Sie ist das Opfer!
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Sendedaten
makro
Lateinamerika
Freitag, 18. März 2016, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Lateinamerika: Reden Sie mit!
© reutersGanz Lateinamerika steckt in der Rezession. Das treibt die Leute auf die Straße, z.B. in Brasilien. makro-Gast Prof. Wolfgang Muno fürchtet um die sozialen Errungenschaften der vergangenen Jahre. Diskutieren Sie mit!
Studiogast
Prof. Dr. Wolfgang Muno
Muno ist Politikwissenschaftler und Professor für Internationale Beziehungen an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen. Sein Interessensschwerpunkt liegt auf der Erforschung von Entwicklung und Unterentwicklung, d.h. auf der allgemeinen Frage, warum einige Länder dieser Welt reich sind, andere arm. Der regionale Schwerpunkt liegt dabei auf Lateinamerika.
Schwerpunkt
Lateinamerika
Schuldenbombe
© BloombergLupeWie der Wirtschaftsdienst Bloomberg ermittelt hat, ist die Schuldenbelastung lateinamerikanischer Ölförderer zwischen 2010 und 2015 stark gestiegen. Es handelt sich um Kredite für Investitionen, welche die zukünftige Fördermenge erhalten oder sogar ausweiten sollten - getätigt unter der Prämisse hoher Ölpreise.

Die Gemengelage ist aus zwei Gründen bedenklich: Erstens lassen sich die Schulden bei heutigen Ölpreisen kaum oder gar nicht zurückzahlen. Zweitens handelt es sich um Staatskonzerne (PDVSA: Venezuela, PEMEX: Mexico, Petrobras: Brasilien, Ecopetrol: Kolumbien). D.h. eine Schieflage schlägt auf die staatliche Bonität durch und am Ende haftet der Steuerzahler.
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