Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Juli 2016
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
0708
09
10
11
12
13
1415
16
17
18
19
20
2122
23
24
25
26
27
2829
30
31
Vorschau
Sendung am 29. Juli
Chinas Macht auf dem Meer
China sichert sich unauffällig seine Handelswege über See. Die Nation investiert an den wichtigsten Seerouten in Tiefseehäfen, kauft sich Liegeplätze auf allen Kontinenten und baut die größten Containerschiffe der Welt.
Navigationselement
Rückblick
Thema am 15. Juli
Rohstoff Sand
Die Welt giert nach Sand. Hauptverbraucher ist die Bauwirtschaft. Autobahnen, Bahntrassen, Hochhäuser, die Urbanisierung Asiens - all dies verschlingt gigantische Mengen Sand. Und lockt die Räuber.
Navigationselement
Ölfirmen verdienen kaum noch Geld - wenn überhaupt. © ap Lupe
Ölfirmen verdienen kaum noch Geld - wenn überhaupt.
Der Fluch des billigen Öls
Eine Welt im Überfluss
Der Ölpreis ist die wichtigste Zahl der Welt. Sein Einbruch verschiebt das Fundament der globalen Wirtschaft. Er macht Sieger zu Verlierern und Verlierer zu Siegern. Dieser Umbruch verursacht Schmerzen.
Die globale Wirtschaft erlebt gerade einen der größten Preisstürze in der Geschichte des Öls. Das gefährdet die Weltkonjunktur, weil große Förderländer wie Russland, Brasilien oder Nigeria dadurch in die Rezession stürzen.

Die Einnahmeausfälle der ölfördernden Länder führen auf der anderen Seite zu Einsparungen bei den Ölverbraucher-Staaten. Großabnehmer wie Indien, China oder Japan profitieren immens. Auch in Deutschland wirkt das billige Öl als Segen, jeden Tag sichtbar an der Zapfzäule. Die deutschen Autofahrer tanken so günstig wie seit elf Jahren nicht.

Eine weltweite Umverteilung in Billionen-Höhe. Doch das, was für die Produzenten schlecht ist, das ist nicht automatisch für die Verbraucher gut. Ökonomen warnen wegen des billigen Öls vor einem globalen Abschwung.

Auslöser der Ölschwemme war die Weigerung Saudi-Arabiens, seine Fördermenge zu drosseln - trotz des Überangebots. Damit treffen die Saudis ihren neuen Konkurrenten USA, die mit ihrer Fracking-Industrie zu einem der größten Ölförderer der Welt aufgestiegen sind. Durch den niedrigen Ölpreis mussten bereits eine Reihe von amerikanischen Fracking-Firmen aufgeben. Saudi-Arabien trifft aber vor allem seinen Erzfeind Iran. Nach dem Ende der Sanktionen darf der Iran zwar sein Öl wieder auf dem Weltmarkt verkaufen, doch der niedrige Ölpreis deckt kaum mehr die Förderkosten.

Der globale Öldurst steigt immer weiter, vor allem durch den zunehmenden Autoverkehr in den Schwellenländern. Die schwächere Weltwirtschaft wirkt sich bisher kaum aus. Jede Sekunde werden auf der Erde mehr als 150.000 Liter Rohöl verbraucht.

Highlights

Klinzing: "Öl bleibt billig"
Video
Zu Gast bei makro ist Bernhard Klinzing vom Frankfurter Börsenbrief. Er sieht den Ölpreis weiterhin niedrig, einen moderaten Anstieg erst 2018 und Russland in großen Schwierigkeiten.
Interview ansehen

makroskop Öl
© Shell International Ltd Video
Der größte Erdölförderer ist Russland mit 10,7 Mio. Barrel pro Tag, gefolgt von Saudi-Arabien (10,0 Mio.) und den USA (9,4 Mio.). Niemand fördert dabei so billig wie die Saudis - für unter 20 Dollar pro Barrel.
Bericht ansehen

Amokläufer Öl: Vorbote einer Rezession?
In Qatar ist es wie überall auf der Welt: Die Lager för Öl und Treibstoff sind rappelvoll. © Shell International Ltd
Verbraucher sehen bei einem hohen Ölpreis rot. Die Märkte sehen bei 30 Dollar pro Barrel Öl schwarz. Banken drohen Schieflagen, Investitionen trocknen aus und eine Rezession steht vor der Tür. Ein Fest für Pessimisten.
Artikel lesen

"Keiner ist bereit zu drosseln"
Video
Saudis und Russen wollen ihre Ölförderung einfrieren. Was ändert das? Im Prinzip nichts, sagt Kirsten Westphal, Ölexpertin der Stiftung Wissenschaft und Politik. Nur für die Arktis gibt es gute Nachrichten.
Interview ansehen

USA

Die Fracking-Krise
Arbeiter der Ölindustrie kämpfen gegen widrige Umstände. Viel mehr als die Kälte des nordamerikanischen Winters setzt ihnen der niedrige Ölpreis zu. © reuters
Zahlreiche amerikanische Fracking-Firmen müssen bei 30 Dollar pro Barrel Öl Insolvenz anmelden und sorgen für Ansteckungsgefahr an den internationalen Finanzmärkten. Trotzdem ist die Branche zäher als gedacht.
Artikel lesen

Fracking: Amerikas Regenmacher
© Shell International Ltd Video
Der Fracking-Boom in den USA bescherte dem Land niedrige Energiepreise und neue Jobs. Der Sektor zog das ganze Land aus der Großen Rezession - und wird nun Opfer seines eigenen Erfolgs.
Bericht ansehen

Interaktiv: Amerikas Ölrevolution
Vor wenigen Jahren stand noch das Schreckensszenario von 200 Dollar für ein Barrel Öl im Raum. Davon spricht heute niemand mehr - Öl kostet 30 Dollar. Entscheidend hierfür sind die USA.
zur Animation

Rig Count - Was ist das?
Die neuen Bohrungen nach Öl und Gas sind in den USA stark zurückgegangen.
Die Bohrungen von heute bestimmen die Fördermenge von morgen. Die "Rig Count"-Statistik wird wöchentlich von Baker Hughes veröffentlicht und dient als wichtigste Bezugsgröße ihrer Art.
zur Infografik

Opec

Ölflut: Wer verreckt zuerst?
© reuters Video
Die Fracker pumpen gegen den Untergang, Iran für die Wiederauferstehung, Russland für seine Großmachtstellung, Venezuela gegen die Pleite. Die Saudis pumpen gegen alle und jeder schadet sich selbst.
Bericht ansehen

Irans Rückkehr
Der Iran arbeitet mit Hochdruck daran, seine Ölförderung wieder hochzufahren. So schnell wie gedacht wird das aber nicht klappen. © reuters
Nach der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen den Iran nimmt dieser seine Ölexporte wieder auf. Das Hochfahren der Förderung wird allerdings viel schwieriger, als man in Teheran glaubt.
Artikel lesen

Saudis in Geldnot?
Saudi Arabiens Ölpumpen fördern auf vollen Touren. Nur: Bei 30 Dollar pro Barrel reichen die Einnahmen bei weitem nicht aus. © ap
In Saudi-Arabien bahnt sich eine Revolution an. Das Königreich überlegt, sein Kronjuwel zu verkaufen: Den Ölgiganten Saudi Aramco. Gewissermaßen also sich selbst. Das ist entweder sehr klug oder sehr dumm.
Artikel lesen

Gewinner & Verlierer

Nigeria: Afrikas reichster Bettler
© reuters Video
Afrikas wichtigste Volkswirtschaft taumelt. 70% des Staatshaushalts finanzierten sich aus Ölverkäufen. Heute gähnt dort ein schwarzes Loch. Und nun? Sparen, Steuern eintreiben, Weltbank anflehen.
Bericht ansehen

Indiens große Chance
© reuters Video
Dieses eine Mal haben Indiens zahllose Götter die Gebete erhört. Für Premierminister Modi ist der niedrige Ölpreis ein Segen. Die Ersparnisse schaffen Luft für Investitionen in Infrastruktur, Gesundheit, Bildung.
Bericht ansehen

Sendedaten
makro
Fluch des billigen Öls
Freitag, 19. Februar 2016, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Ölpreis: Reden Sie mit!
© apDer Verfall des Ölpreises auf 30 Dollar pro Barrel wäre vor kurzem noch undenkbar gewesen. Heute ist das Undenkbare Realität. Ist das billige Öl nun gut oder schlecht? Reden Sie mit!
Studiogast
© finanzen100Bernhard Klinzing
Bernhard M. Klinzing ist seit dem Jahr 2000 verantwortlicher Redakteur des Frankfurter Börsenbriefs. Sein Fokus sind internationale Anlagen. Klinzing ist ein ausgewiesener Kenner der Finanz- und Rohstoffmärkte.
Ölpreis
LupeDer Ölpreis ist kürzlich auf 27 Dollar gefallen. Das ist niedriger als zur schlimmsten Zeit der Finanzkrise. Der Endverbraucher freut sich. Doch er sollte sich nicht zu früh freuen, denn der Ölpreis ist immer auch ein Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft.
Mediathek
Börsenkenner Dirk Müller nimmt wie üblich kein Blatt vor den Mund. Bei Markus Lanz erklärt er, was der Einbruch des Ölpreises für die Welt bedeutet (48:28-53:45).
Archiv
© apBilliges Öl
Öl ist mehr als Treibstoff. Öl ist ein 3,4-Billionen-Dollar-Markt. Öl ist Macht, Seismograph und Fluch. Öl schafft Reichtum und vernichtet ihn. All diese Facetten bestimmen seinen Preis. Und jetzt ist Öl billig.
(makro, 13.03.2015)
Schwerpunkt
Öl & Gas