© Tesla Gigafctory, Steve Jurvetson CC BY 4
Tesla-Gründer Elon Musk will in seiner Gigafactory mehr Akkus produzieren als heute alle Hersteller zusammen
Tesla-Gründer Elon Musk will in seiner Gigafactory mehr Akkus produzieren als heute alle Hersteller zusammen
Think big!
Teslas Batteriefabrik der Superlative
Seit Anfang Januar ist Gigafactory 1 offiziell in Betrieb. In der Fabrik produziert Tesla gemeinsam mit dem japanischen Elektrokonzern Panasonic Lithium-Ionen-Batterien. Diese benötigt der Elektroautohersteller dringend um seine hoch gesteckten Ziele zu verwirklichen.
Für den Autobauer ist der Erfolg des Großprojekts von existenzieller Bedeutung, denn Tesla möchte das Elektroauto gesellschaftsfähig machen. Doch neben begrenzten Reichweiten verschrecken vor allem die hohen Preise potenzielle Kunden und der Hauptkostenfaktor ist die Batterie. In der Wüste von Nevada entsteht deswegen zurzeit eine Fabrik von gigantischem Ausmaß.

© tesla Auf den Illustrationen wirkt das riesige Bauwerk beinahe wie ein Raumschiff.
Auf den Illustrationen wirkt das riesige Bauwerk beinahe wie ein Raumschiff.
Obwohl die Fabrik noch nicht einmal zu einem Drittel vollendet ist, umfasst sie bereits knapp 18 ha Fläche. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung, die für 2018 geplant ist, soll sie jährlich rund 35 Gigawattstunden an Batteriekapazität produzieren und 6500 Mitarbeiter beschäftigen. Damit will Tesla vom Nischen- zum Massenhersteller werden und ganz nebenbei dem Elektroauto zum Druchbruch verhelfen.

Zwar fallen die Preise für Lithium-Ionen-Batterien, jedoch nicht schnell genug für ein ehrgeiziges Unternehmen wie Tesla. Zudem ist der Batteriehunger des amerikanischen Unternehmens schier unermesslich. Bis 2020 sollen jährlich 500.000 Elektrofahrzeuge die Produktionsbänder verlassen. Dafür würde Tesla jedoch momentan den kompletten weltweiten Jahresausstoß an Lithium-Ionen-Batterien benötigen.

Mit der neuen Gigafactory, die laut Tesla zum Zeitpunkt der Fertigstellung das größte Gebäude der Welt sein wird, will man das E-Auto profitabel machen. Das neue Modell 3, dessen Produktion Mitte 2017 beginnen soll, ist mit rund 35.000 USD bereits wesentlich billiger als seine Vorgänger. Ein Preis der lediglich dann wirtschaftlich sein wird, wenn die Gigafactory ihre Erwartungen erfüllen kann.

Sendedaten
Freitag, 10. März 2017, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Thema der Sendung
E-Auto - und dann?
Glaubt man den Autobauern, dann passiert endlich was in Sachen E-Mobilität. Aber bei den Rahmenbedingungen gibt es viele offene Fragen. Woher kommt der Strom, wer baut die Akkus und wie kann ich mein E-Auto aufladen.
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