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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Lupe
Faktencheck
Südamerikas Volkswirtschaften im Überblick
Brasilien ist die mit Abstand größte Volkswirtschaft Lateinamerikas, Chile das einzige Industrieland, Argentinien eine Überraschung. Venezuela befindet sich im Niedergang, Bolivien war immer schon ganz unten.
Die Volkswirtschaften Südamerikas werden klar von Brasilien dominiert. Die Wirtschaftsleistung gemessen am nominalen BIP ist laut Internationalem Währungsfonds (IWF) mit 1800 Mrd. USD höher als die aller anderen Länder zusammen bei knapp der Hälfte der südamerikanischen Bevölkerung. Mit weitem Abstand folgt Argentinien mit einem BIP von 579 Mrd. USD, was wiederum das Doppelte des Drittplatzierten Kolumbien ist (274 Mrd. USD).

Nun sagt ein Vergleich der Bruttoinlandsprodukte wenig aus über den Wohlstand in den einzelnen Ländern. Der müsste unter anderem die Bevölkerungszahl berücksichtigen und die Kaufkraft, also die Frage, wieviel man sich von einem Dollar im jeweiligen Land tatsächlich leisten kann. Daher haben wir in obiger Tabelle auch die Wirtschaftsleistung pro Kopf (engl. GDP per capita) unter Berücksichtigung der Kaufkraftparität (engl. PPP - Purchasing Power Parity) vorangestellt und die Staaten Südamerikas entsprechend sortiert.

Chile: Spitzenreiter
Ganz oben steht Chile. Das wohlhabendste Land des Kontinents zählt als einziges zum Kreis der entwickelten Industriestaaten OECD. Der Abstand zu ärmeren Ländern wäre noch größer, hätten wir hier nicht den nivellierenden Faktor der Kaufkraftparität berücksichtigt. Will sagen: Die Chilenen haben mehr Geld als ihre Nachbarn, zahlen aber auch höhere Preise.

Argentinien: Schatten einstiger Größe
Für viele sicherlich überraschend, dass Argentinien trotz Staatspleite 2001/2002 und jahrelanger Misswirtschaft mit 22.400 USD pro Kopf noch auf Platz 2 rangiert. Tatsächlich ist dies nur ein schwacher Abglanz des einstigen Wohlstands. Argentinien war einst das reichste Land Südamerikas und vor 100 Jahren sogar eines der wohlhabendsten der Welt.

Venezuela: Staat im Niedergang
Venezuelas herausragendstes Merkmal ist gegenwärtig die Inflation: Ende 2015 rund 190%. Diese spiegelt die Mangelwirtschaft des Landes, wo viele Güter heute teuer aus dem Ausland importiert werden müssen. Der eigentliche Niedergang der Wirtschaft wird in diesen Zahlen noch gar nicht hinreichend deutlich. Venezuela lebt und stirbt mit dem Öl. Und der Ölpreis ist heute viel niedriger als noch 2015, der Basis der hier aufgeführten Daten.

Bolivien: Ganz unten
Bolivien bleibt das ärmste Land des Kontinents. Und hier trügt noch der schöne Schein, denn die Berücksichtigung der Kaufkraftparität taucht die harte Wahrheit in ein sanftes Licht. Will sagen: Die Leute haben wenig, zahlen aber auch nur niedrige Preise. Ein nominaler Wohlstandsvergleich ließe den Abstand zu den reicheren Ländern des Kontinents noch wachsen.

Sendedaten
makro
Lateinamerika
Freitag, 18. März 2016, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr
Alles zur Lateinamerika-Sendung
Kurswechsel in Lateinamerika
Argentinien, Brasilien, Venezuela - jahrzehntelang gewann Lateinamerikas Linke an Einfluss. Gestützt auf Wahlgeschenke für die Armen, finanziert aus Rohstoffeinnahmen. Nun schwindet ihre Macht.
Schwerpunkt
Lateinamerika