Palmer ist Musikerin, Lyrikerin, aber auch Performance-Künstlerin. Sie hat sich oft selbstgewählt zum Kunstobjekt gemacht und vermeintlich benutzen lassen. Doch ihr geht es um Selbstbewusstsein, um Freiheit, um Kreativität. "Man könnte auch in die Falle geraten, auf Nicht-Styling festgelegt zu werden", sagt Amanda Palmer. "So wie man als Feministin darauf festgelegt werden kann, sich die Körperbehaarung nicht zu rasieren. Man wird auf eine bestimmte Position festgenagelt. Man kann Stunden damit verbringen kann, atemberaubend, aufgebrezelt auszusehen. Ich tue es auch manchmal, oft ist mir aber nicht danach. Und ich will nicht, dass mir irgendjemand vorschreibt, dass ich so oder so auszusehen habe. Ich will auch nicht, dass Frauen mich ansehen, um herauszufinden, wie sie zu sein haben. Man muss das so handhaben, wie man sich selbst empfindet. Es sollte nicht Schwäche darstellen, wenn man die Sehnsucht hat, feminin, sexy auszusehen. Aber es darf einem nicht vorgeschrieben werden. Man muss wählen dürfen."