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Moderation
Video-Porträt
Cécile Schortmann
Bei Cécile Schortmann lässt gute Kunst alle Sinne vibrieren. Aber auch tolle Musik berührt unsere Moderato-
rin. Und wenn ihr der Beruf zu stressig wird, entspannt sie sich bei Yoga.
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Schöner Schein
Die Choreografin Gisèle Vienne in Salzburg
Die Choreografin Gisèle Vienne ist zurzeit bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Im Rahmen des "Young Directors Project" sind gleich zwei ihrer Produktionen zu sehen. Vienne gestaltet beunruhigende Theaterabende, die ein wenig an die Filme von David Lynch erinnern. Sie möchte, dass der Zuschauer spirituelle Erfahrungen machen kann - auch wenn er dabei Verunsicherung erlebt.
Harmlos oder bedrohlich, auf jeden Fall herausfordernd: Gisèle Vienne entwirft Bilder, die jedem Zuschauer Raum und Zeit zur Interpretation und Kontemplation geben. Vienne ist Philosophin, Puppenspielerin, Tänzerin, Theatermacherin - und eine Französin mit österreichischen Wurzeln. Ihr Großvater, ein ehemaliger Schulleiter in Saalfelden, hat die Pinzgauer Gegend in Aquarellen festgehalten. Der Mutter - einer Bildhauerin - wurde das Tal bald zu eng. Gisèle Vienne kommt gerne dorthin zurück.

Spannungsfeld zwischen Ästhetik und Grauen
In "This is how you will disappear" spielt der Wald ihrer Jugend die eigentliche Hauptrolle - als Kraftquelle ebenso wie als Ort der Düsternis. Unter den handelnden Personen ist ein Trainer, ein vom Ehrgeiz getriebener Mensch, an dem sich die Geschichte entlangspinnt. Ein abgetakelter Popstar steht für einen verlorenen, am Glamour zerbrochenen Teenager. Eine Hochleistungssportlerin verkörpert Ästhetik und Disziplin. Was so harmlos beginnt, endet im Grauen. Die Bodenturnerin Margrét Sara Gudjónsdóttir hört mit 16 Jahren auf zu trainieren: Die mit dem Training verbundenen Schmerzen sind zu groß.

Das Stück "Éternelle Idole" dreht sich um die Eiskunstläuferin Aurore Ponomerenko, eine professionelle Sportlerin. Drei Monate vor den Olympischen Spielen 2006 lässt ihr Partner sie im Stich - Depressionen sind die Folge und ihre Karriere als Sportlerin ist beendet. Physisches wie psychisches Leid ist im Leistungssport offenbar unvermeidlich. In Gisèle Viennes Inszenierungen gefriert die Schönheit zu schönem Schein. Die dahinter liegenden dunklen Seiten drängen sich in den Vordergrund - keine Chance für den Zuschauer, sich in vermeintlichen Wahrheiten gemütlich einzunisten.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Kulturzeit extra
© dpaSalzburger Festspiele