Im Hannoveraner Büro führt Christoph Ermisch die Erzählfäden von Zeichnung, Foto und Bericht zusammen. Irgendwann erscheint alles in einem Buch, das der Avant-Verlag herausbringen wird, flankiert von einer Ausstellungstournee durch Europa und Westafrika. Finanziert haben sie sich bislang selbst. Noch sind keine Sponsoren, keine Stiftung in Sicht, die sich öffentlichkeitswirksam engagieren wollen: "Wir haben jetzt schon fast die Hosen runter gelassen", sagt Wolf Böwig. "In konkreten Zahlen heißt das, wir sind jetzt bei 35.000 Euro im Soll nach Erlangen. Das ist das, was jetzt zu Buche steht. Und uns ist es bislang leider nicht gelungen, jemanden langfristig als Institution mit einbinden zu können." So viel Engagement muss belohnt werden. Gerade hat das Berliner Festival für Dokumentarfotografie "Browse" "Black.Light" auf die Straße gebracht: fünf Geschichten auf 35 Metern, begleitet von einer Lesung aus Mendes' Reportage: "Black.Light" ist eine einzigartige Initiative, ein eindringliches Zeugnis von einer der größten humanitären Katastrophen in Westafrika, die der Öffentlichkeit nicht mehr verborgen bleiben sollte.