Dürer kam nicht aus dem Nichts. Er hatte Vorbilder, wie den Meister Hans Pleydenwurf, der Lehrer seines Lehrers. "Drahtziehmühlen sind ein ganz wichtiges Element der fränkischen Landschaft", erklärt Daniel Hess, Projektleiter der Ausstellung. "Das sind Dinge, die Dürer isoliert. Und dann macht er sie in seinen Aquarellen und in den Gemälden zu eigenständigen Bildaufgaben." Eines seiner frühen Gemäde zeigt Dürers Mutter. Es befindet sich im Besitz des Nürnberger Museums. Bald wird sie dort Gesellschaft von ihrem Mann bekommen, sein Porträt reist aus Florenz an. Die Ausstellung wagt die These: Dürer war kein einsames Genie, sondern cleverer Geschäftsmann und genialer Handwerker.