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© Camino Filmverleih Lupe
Gérard Jugnot, Jamie Bamber und François Berléand spielen Hauptrollen in Martin Valentes Kömodie um gleich zwei Väter einer Tochter und deren Hochzeit.
Charmante Kömödie
Martin Valentes "Väter und andere Katastrophen"
In Martin Valentes Komödie "Väter und andere Katastrophen" kämpfen zwei ältere Männer um die Gunst einer jungen Frau. Diese soll einen der beiden auswählen - als Vaterfigur für die anstehende Hochzeit. Nach "Ziemlich beste Freunde" kommt mit "Väter und andere Katastrophen" der nächste Wohlfühl-Film aus Frankreich, diesmal mit den Charakterdarstellern François Berléand und Gérard Jugnot als ungleiches Paar.
Bernard (François Berléand) und Gustave (Gérard Jugnot) sind beide älter als 50 Jahre, ansonsten trennen die beiden Männer Welten. Der erste ist Leiter eines britischen Unternehmens, lebt in einer Edelvilla mit Dienerschaft und Dolmetscher und hat ein Faible für ungewöhnliche Neurosen. Der zweite fristet ein Dasein als arbeitsloser Koch, trinkt gerne einen über den Durst und macht keine Anstalten, sein Leben zu ordnen. Der Karrierist und der Müßiggänger - schlechte Voraussetzungen für eine Freundschaft. Doch ein lange gehütetes Geheimnis kettet das ungleiche Paar aneinander.

Eine Tochter mit zwei Vätern
© Camino Filmverleih Lupe
Bernard und Gustave sind so unterschiedlich, wie man sein kann.
Nach dem Tod seiner Frau erfährt Bernard von seiner unehelichen Tochter Chloé (Olivia Ruiz). Sofort fliegt er nach Frankreich, wo er auf Gustave trifft. Dieser hat Chloé in der Überzeugung großgezogen, sie sei sein eigenes Kind. Ohne seine wahre Identität preiszugeben, gewinnt Bernard das Vertrauen seines gutmütigen Landsmanns und erfährt: Die junge Frau wird bald heiraten. Da Chloé gerade mit Gustave im Streit liegt, will Bernard seine Tochter selbst zum Traualtar führen. Doch Gustave lässt sich nicht so leicht abwimmeln.

Mit "Väter und andere Katastrophen" ist Regisseur Martin Valente eine leichtfüßige Buddy-Komödie gelungen. In Anlehnung an gewisse US-Klassiker mit Walter Mattau und Jack Lemmon lässt Valente zwei Lebenskonzepte aufeinanderprallen und würzt die Geschichte mit ausgefeilten Dialogen. Die temporeiche Handlung lebt durch ihre Hauptdarsteller: Gérard Jugnot und Francois Berléand, die bereits gemeinsam im Kinoerfolg "Die Kinder des Monsieur Mathieu" (2003) vor der Kamera standen, liefern sich spritzige Wortgefechte und glänzen mit Slapstick-Einlagen. Ihnen ist es zu verdanken, dass die klischeehaften Figuren niemals zu Karikaturen verkommen.

Verwechslungs-Reigen
Olivia Ruiz, in Frankreich vor allem als Sängerin bekannt, gibt eine gelungene Schauspielpremiere als hitzköpfige Chloé. Überzeugend wirkt auch der Auftritt des US-Amerikaners Jamie Bamber als Chloés Verlobter Stephen, ein erfolgreicher Tennisprofi mit Vater-Komplexen. Im Vergleich mit "Ziemlich beste Freunde", mit dem sich aktuell wohl jede französische Komödie messen muss, bleibt Valentes Film hinter den Erwartungen zurück. Zu konstruiert wirkt die Geschichte an einigen Stellen, zu vorhersehbar die Entwicklungen. Dass der Verwechslungs-Reigen dennoch Spaß macht, liegt an den bestens aufgelegten Hauptdarstellern. Martin Valente beweist, dass die Franzosen in Sachen Charme unübertreffbar bleiben.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
um 19.20 Uhr
Film
© Camino FilmverleihLupe"Väter und andere Katastrophen"
FR 2011
Regie: Martin Valente
Darsteller: Gérard Jugnot, François Berléand, Olivia Ruiz u.a.
Kinostart:
DE: 03.05.2012