Hannah Kristina Friedrich war bei der Premiere von "Medea" am Schauspiel Frankfurt: Sie ist die grausamste und unbegreiflichste Frauenfigur in der griechischen Mythologie: Medea, die Kindsmörderin. Von ihrem Ehemann verraten und verlassen, nimmt sie Rache, will ihm für seinen Treuebruch den maximalen Schmerz zufügen und tötet ihre Kinder. Am Schauspiel Frankfurt setzt Regisseur Michael Thalheimer der blutrünstigen Handlung eine archaische, extrem reduzierte Bühne entgegen. Die Gewalt liegt allein in der Sprache. "Da beziehe ich mich eigentlich auf die ganz alte antike Tradition", sagt Michael Thalheimer. "Obsezenera, hinter der Wand, wörtlich übersetzt. Da passieren diese schrecklichen Ereignisse. Daher unser Wort Öbszön. Diese Obszönität muss man nicht durch Bilder zeigen."
Theater
"Medea"
Schauspiel Frankfurt
Regie: Michael Thalheimer
Weitere Vorführungen:
20.04. und 25.04.2012
03.05., 04.05., 06.05., 14.05. und 23.05.2012
01.06.2012