Montag bis Freitag 19.20 Uhr
Archiv & Vorschau
Mai 2013
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
29
30
010203
04
05
0607080910
11
12
1314151617
18
19
2021222324
25
26
27
28
29
30
31
01
02
Moderatoren
Video-Porträt
Tina Mendelsohn
Der interaktive Charakter des Fern-
sehinterviews reizt Tina Mendelsohn immer wieder. Idealerweise entwickelt sich dort ein Gespräch mit einem echten Erkenntnisgewinn, sagt sie.
NavigationselementNavigationselement
Da, da & da
Kulturelle Höhepunkte des Wochenendes
Wim Wenders: "Places, strange and quiet"
© dpa Lupe
Nicolette Feiler-Thull hat sich die erste Fotoausstellung von Regisseur Wim Wenders in Hamburg angesehen: Typisch Wenders - "Places, strange and quiet" lautet der von ihm gewählte Titel. Seine erste Fotoausstellung mit 60 Bildern eröffnete er in der Hamburger Sammlung Falckenberg. Aufnahmen vom Ayers Rock erinnern an seinen Film "Bis ans Ende der Welt" von 1991. Mehr als 1600 Vernissagegäste verdrängten die Stille, scharten sich um das Schreckenszenario, das Wenders aus Fukushima mitgebracht hat: Tödliche Strahlung zeigte ein Geigerzähler. Auf den Fotos wurde sie erst beim Entwickeln der Fotos "sichtbar". "Erst habe ich gedacht, das kann man wegschmeißen", sagt Wim Wenders. "Dann habe ich gedacht, das kann man trotzdem drucken, so zerstört, so zerfressen sich diese Strahlung auf dem Negativ sichtbar gemacht hat."
Ausstellung
Wim Wenders
"Places, strange and quiet"
in der Sammlung Falckenberg
Deichtorhallen, Hamburg-Harburg
bis 05.08.2012

Immer ist Wenders mit drei Analog-Kameras allein unterwegs gewesen. Der Regisseur, der einst Maler werden wollte, zeigt seine Eindrücke aus der ganzen Welt. Sein großes Vorbild ist der US-Amerikaner Edward Hopper. Auch als Fotograf bleibt Wim Wenders Filmemacher. Zu jedem Foto hat er eine Story. Nicht Paris, nicht Texas, nein Hamburg-Harburg erweist sich als perfekt bespielter Ort für Wenders' fotografische Impressionen. Seine Bilder sind karg, aber magisch. Und sie zwingen zum Innehalten, als wollten sie sagen: Nimm dir einen Augenblick Zeit."

Medea
© Birgit Hupfeld Lupe
Hannah Kristina Friedrich war bei der Premiere von "Medea" am Schauspiel Frankfurt: Sie ist die grausamste und unbegreiflichste Frauenfigur in der griechischen Mythologie: Medea, die Kindsmörderin. Von ihrem Ehemann verraten und verlassen, nimmt sie Rache, will ihm für seinen Treuebruch den maximalen Schmerz zufügen und tötet ihre Kinder. Am Schauspiel Frankfurt setzt Regisseur Michael Thalheimer der blutrünstigen Handlung eine archaische, extrem reduzierte Bühne entgegen. Die Gewalt liegt allein in der Sprache. "Da beziehe ich mich eigentlich auf die ganz alte antike Tradition", sagt Michael Thalheimer. "Obsezenera, hinter der Wand, wörtlich übersetzt. Da passieren diese schrecklichen Ereignisse. Daher unser Wort Öbszön. Diese Obszönität muss man nicht durch Bilder zeigen."
Theater
"Medea"
Schauspiel Frankfurt
Regie: Michael Thalheimer
Weitere Vorführungen:
20.04. und 25.04.2012
03.05., 04.05., 06.05., 14.05. und 23.05.2012
01.06.2012

Im Schweren findet Thalheimer immer auch das Leichte. So dekliniert er in Bildern noch einmal das pure Glücksversprechen der Liebe durch. Doch am Ende besteht die Gewissheit, dass es für das ungeheure Grauen keine Erklärung gibt. Das macht diesen Abend atemberaubend. Kein Blut, keine Gewalt, kein Mord: Regisseur Thalheimer konzentriert sich ganz auf die Wucht der Sprache. Er verzichtet auf jeglich Bebilderung, selbst das Ungeheuerliche zeigt er nicht, er lässt es einen Boten berichten. Es sind vor allem die Schauspieler, allen voran Constanze Becker, die diese karge, nüchterne Regieästhetik zu einem großen Theaterabend machen."

Anti-Flag
© _Side-One-Dummy Lupe
Katrin Seibold hat sich die Punk-Rocker-Band Anti-Flag angehört - beim Tourauftakt in Den Atelier in Luxemburg: Grandios eröffnet wurde er mit Klassikern und dem neuen Album "The General Strike". Ganz neue Töne, nachdem die Band im Oktober 2011 bei "Occupy Wall Street" gespielt hat. "Unsere Botschaft des neuen Albums und die überwältigende Botschaft solcher gesellschaftlichen Bewegungen ist die Gleichheit", sagt Justin Shane von Anti-Flag. "Alle Menschen verdienen die Chance auf ein gutes Leben." "Unsere Sprache ist die einzige, die wir kennen", so Chris#2 von Anti-Flag. "Es ist der Punk-Rock. Das heißt: 'Wir gegen den Rest der Welt'." Ein sensationelles Konzert von Jungs, die sich 1993 formierten und seitdem die Punk-Szene mit gutem Stoff versorgen. Ihr Spruch zur bevorstehenden US-Wahl: Go home and pray!
Konzert
Tourauftakt
Anti-Flag
Luxemburg
15.04.2012
Weitere Konzerttermine:
16.04. Oberhausen
18.04. Köln
19.04. Wiesbaden
20.04. Stuttgart
21.04. Kapfenberg / AT
22.04. München
24.04. Osnabrück
25.04. Bremen
26.04. Hamburg
27.04. Berlin
22.07. Bielefeld
27.07. Grossefehn
28.07. Magdeburg