Dabei waren gerade die Sixties Claes Oldenburgs fruchtbarste Zeit. Im damals noch ziemlich wilden New York stieß der 1929 in Stockholm geborene Oldenburg mit seinen Künstlerkollegen die Kunst vom Altar, ließ sich von der Straße inspirieren und machte Alltag und Konsum zum Kunstwerk - auch eine Revolution in den revolutionswütigen Jahren zwischen 1960 und 1970. Das Kunstpublikum, gewöhnt an hehre Malerei, die pathetisch zelebriert wird, musste sich erst an den neuen Stil, bald Popart genannt, gewöhnen. "Die Leute waren am Anfang schon etwas vor den Kopf gestoßen", so Oldenburg."Es gab eine Menge wenig freundlicher Kritiken. "Aber ich glaube, diese Kunst war einfach nicht aufzuhalten. "Weil sie mit dem Alltag spielte, hatte sie potenziell natürlich ein größeres Publikum als die abstrakte Kunst, die nur von wenigen verstanden wurde."