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Verpackt in eine 18 Meter lange Kiste wurde der Bootsrumpf auf einem Sattelschlepper in anderthalb Stunden quer durch Berlin transportiert.
Verpackt in eine 18 Meter lange Kiste wurde der Bootsrumpf auf einem Sattelschlepper in anderthalb Stunden quer durch Berlin transportiert.
Luf-Boot
Südseeboot ankert jetzt im Humboldt-Forum
In einer nichtalltäglichen Mischung aus Kunst- und Schwerlasttransport ist in der Nacht zum 29. Mai 2018 ein 16 Meter langes Südseeboot aus Berlin-Dahlem in das Berliner Humboldt-Forum gebracht worden.
Das vermutlich mehr als 120 Jahre alte Luf-Boot ist eines der zentralen Ausstellungsstücke im Berliner Humboldt-Forum, das Ende 2019 eröffnen soll. Verpackt in eine 18 Meter lange Kiste wurde der Bootsrumpf auf einem Sattelschlepper in anderthalb Stunden quer durch die Hauptstadt transportiert. Nach Ankunft in Berlin-Mitte wurde das Boot mit einem Kran in den Ausstellungssaal im ersten Stock gehoben, wie die Staatlichen Museen in Berlin mitteilten.

Weltweit einzigartig in seiner Art
Das Boot stammt von der Insel Luf im Bismarck-Archipel, das heute zu Papua-Neuguinea gehört. Es war den Angaben zufolge um 1905 rechtmäßig gekauft worden. Das Boot sei weltweit einzigartig in seiner Art, hieß es. Es war bislang in dem inzwischen geschlossenen Ethnologischen Museum in Berlin-Dahlem zu sehen. Nach Angaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz werden in den kommenden Tagen weitere Transporte von musealen Großobjekten folgen. In der Dauerausstellung des künftigen Humboldt-Forums sollen unter anderen Objekte aus Asien, Afrika und Amerika gezeigt werden, darunter Exponate des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst aus Dahlem.

Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags, live um 19.20 Uhr