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Seine Filme "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Amadeus" wurden mit Oscar-Trophäen überhäuft: Milos Forman.
Seine Filme "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Amadeus" wurden mit Oscar-Trophäen überhäuft: Milos Forman.
"Milos, der Großartige"
Filmregisseur und Oscar-Preisträger Milos Forman gestorben
Aufsehen hatten seine Filme schon in der früheren Tschechoslowakei erregt. Nach der Emigration in die USA wurde Ausnahmeregisseur Milos Forman zum Hollywood-Star. "Einer flog über das Kuckucksnest" und "Amadeus" werden in Erinnerung bleiben. Er starb im Alter von 86 Jahren.
Hollywood trauert um einen seiner Großen: Der zweifache Oscar-Preisträger Milos Forman sei am 13. April überraschend einer kurzen Krankheit erlegen, sagte Formans Ehefrau Martina der tschechischen Nachrichtenagentur CTK am 14. April.Schauspieler und Regisseure wie Michael Douglas, Mia Farrow, Danny DeVito, Antonio Banderas, Jim Carrey, Ron Howard und Edgar Wright würdigten den gefeierten Filmemacher. "Traurigerweise haben wir einen der großartigsten Regisseure in der Geschichte des Films verloren", teilte etwa Michael Douglas mit. Er hatte 1976 als Produzent von "Einer flog über das Kuckucksnest" den Oscar für den besten Film gewonnen. Er schätze es sehr, was ihm Forman damals beigebracht habe.

"Milos der Großartige", begeisterte sich Danny DeVito in einem Tweet. "Er war ein guter Freund und ich werde ihn vermissen", teilte der Schauspieler weiter mit. Edward Norton, der in Formans "Larry Flynt - Die nackte Wahrheit" mitspielte, würdigte ihn als "künstlerischen Held", der trotz politischer Unterdrückung und persönlichem Leid immer Optimist gewesen sei.

Erster Oscar-Triumph mit "Einer flog über das Kuckucksnest"
Forman wurde 1932 in Mittelböhmen als jüngster Sohn einer Lehrerfamilie geboren. Er war acht Jahre alt, als seine Eltern von der Gestapo verhaftet wurden, beide kamen in Konzentrationslagern ums Leben. Er wuchs bei Verwandten und in einem Waisenheim auf. An der Prager Filmakademie lernte Forman sein Handwerk. Mit Filmsatiren wie "Die Liebe einer Blondine" (1965) und "Der Feuerwehrball" (1967) zählte er zu den Vorreitern der experimentierfreudigen Neuen Welle des tschechoslowakischen Films.

Nachdem sowjetische Panzer 1968 den Prager Frühling niederschlugen, emigrierte Forman in die USA. Sein erstes Hollywood-Projekt, die Generationen-Satire "Taking Off" (1971), holte zwar beim Cannes-Festival einen Jury-Preis, fiel aber an den US-amerikanischen Kinokassen durch. Vier Jahre später triumphierte er auf der Oscar-Bühne: "Einer flog über das Kuckucksnest" wurde als bester Film und als bestes Drehbuch ausgezeichnet. Jack Nicholson und Louise Fletcher wurden als Darsteller geehrt, Forman wurde zum besten Regisseur gekürt. 1979 brachte Forman seine Verfilmung des erfolgreichen Hippie-Musicals "Hair" in die Kinos. Mit der Mozart-Biografie "Amadeus" (1984) besiegelt Forman seinen Erfolg in Hollywood. Der Film, der das Musik-Genie in einem neuen, nicht nur freundlichen Licht zeigt, erhielt acht Oscars, auch für die beste Regie.

Forman lebte zuletzt mit seiner dritten Ehefrau, der Schriftstellerin Martina Zborilova, und den 1998 geborenen Zwillingssöhnen im US-Staat Connecticut. Er sei ruhig gestorben und die ganze Zeit von seiner Familie und seinen Nächsten umgeben gewesen, sagte sie telefonisch aus den USA. Der letzte Abschied werde im engen Familienkreis stattfinden.Der tschechische Regierungschef Andrej Babis würdigte Forman als "markanteste wie auch erfolgreichste Persönlichkeit" des Films seines Landes. Die Nachricht vom Tod des 86-Jährigen habe ihn sehr betroffen gemacht, schrieb der liberal-populistische Politiker am 14. April beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Wie wohl jeder", so Babis, schätze er Filme wie "Amadeus" und "Der Feuerwehrball".

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