© ZDF, Jana Kay
Vivian Perkovic moderiert in der Woche vom 3. bis zum 6. April 2018.
Vivian Perkovic moderiert in der Woche vom 3. bis zum 6. April 2018.
"Kulturzeit" am 04.04.2018
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags live ab 19.20 Uhr.
Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags,
live um 19.20 Uhr
Vor 50 Jahren wurde Martin Luther King ermordet
© dpa
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Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King von einem mehrfach vorbestraften Rassisten erschossen. 50 Jahre später ist Kings Traum von Integration noch immer unerfüllt. In den USA gibt es heute offenen Rassismus wie seit den 1960ern nicht mehr. Von schwarzen Künstlern wie Filmregisseur Spike Lee ist immer häufiger zu hören: "Die Hautfarbe wird in den USA immer wichtig sein." Auch viele afroamerikanische Schriftsteller veröffentlichten kürzlich preisgekrönte Romane über Sklaverei oder schreiben sie gerade - etwa Colson Whitehead, Paul Beatty oder Jesmyn Ward. Sie motiviert die Unkenntnis der Sklaverei in den USA, vor allem aber, dass diese Unwissenheit Basis für den strukturellen Rassismus ist, der in den USA die Integration der Schwarzen verhindert. Überall in den USA wird die Ermordung von Martin Luther King begangen. Was hat er für die nachkommenden Generationen erreicht?
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Geschichte
Rhetorisches Meisterwerk
Martin Luther Kings "I have a Dream" (15.01.2018)
Kulturzeit-Beitrag:
Rassismus in den USA
(23.09.2016)

Red Notice - wir treffen Can Dündar
© dpa
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Die Türkei will den in Deutschland lebenden Journalisten Can Dündar nach einem Bericht auf die Fahndungsliste der internationalen Polizeiorganisation Interpol setzen. Ein Istanbuler Gericht habe das Justizministerium aufgefordert, Dündar mittels einer sogenannten Red Notice bei Interpol suchen zu lassen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am 2. April 2018. Zudem sei ein Haftbefehl ausgestellt worden. Dündar kritisierte die Entscheidung in einem auf Twitter verbreiteten Video und sagte, damit "blamiere" sich die Türkei vor der ganzen Welt. Hintergrund der Gerichtsentscheidungen sind laut Anadolu Veröffentlichungen aus dem Jahr 2015 in der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", die Waffenlieferungen der türkischen Regierung an islamistische Rebellen in Syrien belegen sollen. Der ehemalige "Cumhuriyet"-Chefredakteur Dündar war im Mai 2016 wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Vom Vorwurf der Spionage wurde er damals freigesprochen. Ein Berufungsgericht kassierte das Urteil Anfang März jedoch und entschied, dass Dündar sich in einem neuen Verfahren auch wegen Spionage verantworten müsse. Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat derweil die Sicherheitsbehörden zum Schutz in Deutschland lebender türkischer Journalisten aufgerufen.
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Türkei
© ZDF Staatsfeind Nr. 1
Der türkische Journalist Can Dündar (2016)

Cambridge Analytica
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Nach dem Datenschutz-Skandal um die Analysefirma Cambridge Analytica wird Facebook nach Bekunden von Gründer und Chef Mark Zuckerberg noch Jahre brauchen, um die aktuellen Probleme mit den Schattenseiten des weltgrößten Online-Netzwerks in Griff zu bekommen. Facebook habe anfangs nur die positiven Seiten der Plattform im Blick gehabt, räumte der 33-Jährige in einem Interview der Website "Vox" ein. Daher habe man auch nicht genug auf die Möglichkeiten geachtet, wie dies auch negativ genutzt werden könne.
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Kulturzeit-Gespräch mit ...
Lars Jaeger, Philosoph
(04.04.2018)

Das Mädchen aus dem Norden
© Sophia Olsson
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Im Schweden der 1930er Jahre besucht die 16-jährige Elle Marja mit ihrer Schwester ein Internat in Lappland. Sie gehört dem Volk der Samen an, deren Alltag von Vorurteilen und Ausgrenzung geprägt ist. Elle Marja bemüht sich um die Anerkennung ihrer Lehrerin - in der Hoffnung, so ihrem Traum von einem freien Leben näher zu kommen. Als an der Schule rassen-biologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das intelligente, willensstarke Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala, um ein neues, unabhängiges Leben zu führen.
Video ...
Film
"Das Mädchen aus dem Norden"
SW/SK/NO 2018
Regie: Amanda Kernell
Darsteller: Lene Cecilia Sparrok, Hanna Alström, Malin Crépin, u.a.
Kinostart:
DE: 05.04.2018
AT: 13.04.2018

Ein Ex-DDR-Bürger und KGB-Spion in Amerika erzählt sein Leben
© ap-graphicsbank
Der 1949 in Reichenbach in der Oberlausitz geborene Albrecht Dittrich wurde während seines Chemie-Studiums in Jena vom KGB angeworben und in die USA geschickt. Jahrelang bereitete er sich in Russland auf seinen Agenteneinsatz in den USA vor. Er erlernte die englische Sprache bis zur Perfektion - sogar seinen deutschen Akzent legte er ab. Dann wurde er nach New York geschickt. Den Namen Jack Barsky gab ihm der KGB von einem verstorbenen Jungen, dessen Identität der KGB für seinen Spion gefälscht hatte. In New York angekommen tat Barsky ein Jahr lang erst einmal nichts. Er saß in seinem Appartement vor dem Fernseher, um die Gewohnheiten der Amerikaner zu studieren, er arbeitete als Paketbote und irgendwann nahm er eine Anstellung in einer IT-Firma an. Regelmäßig lieferte er Informationen nach Moskau - aber wirklich Brisantes war nicht dabei. In den USA gründete er eine zweite Familie. Wenn er über Moskau nach Ostberlin kam, besuchte er seine deutsche Familie, zurück in den USA lebte er das dortige Familienleben. Als 1990 das Land seines Auftraggebers zusammenzubrechen begann, setzte sich Barsky vom KGB ab - aber er ging nicht zurück in die Heimat, sondern er blieb in den USA. Seine Agentenkarriere war beendet. 1997 wurde Barsky enttarnt und konnte sich vor einer Gefängnisstrafe nur retten, indem er umfangreich "plauderte". Sein Buch erzählt aus dem Leben eines abenteuerlustigen und etwas skrupellosen Hasardeurs, und es ist eine schräge Geschichte aus den Zeiten des Kalten Krieges.

Der "artour"-Beitrag in der MDR-Mediathek ...

Die Kulturzeit-Tipps

<b>FESTIVAL:</b><br />Movimentos, Wolfsburg © dpaFESTIVAL:
Movimentos, Wolfsburg
<b>THEATER:</b><br />"Der Theatermacher", Schauspiel Dortmund © Birgit HupfeldTHEATER:
"Der Theatermacher", Schauspiel Dortmund
<b>AUSSTELLUNG:</b><br />"August Sander. Porträt einer Gesellschaft", Westlicht. Wien © August SanderAUSSTELLUNG:
"August Sander. Porträt einer Gesellschaft", Westlicht. Wien