Peter Schneeberger moderiert in der Woche vom 12. bis zum 16. März 2018.
Peter Schneeberger moderiert in der Woche vom 12. bis zum 16. März 2018.
"Kulturzeit" am 13.03.2018
Die Themen der Sendung im Überblick
"Kulturzeit", das werktägliche Fernsehfeuilleton der 3sat-Partner ARD, ZDF, ORF und SRF, berichtet aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über das kulturelle Leben - montags bis freitags live ab 19.20 Uhr.
Sendedaten
Kulturzeit: montags bis freitags, live um 19.20 Uhr
Michel Foucault aus dem Nachlass
© dpa
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Der vierte Band von Michel Foucaults bahnbrechendem Werk "Sexualität und Wahrheit" ist fast 34 Jahre nach dem Tod des französischen Philosophen erschienen. Sein Verleger Frédéric Gros sagt, mit Blick auf die #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Belästigung sei nun "der Moment für die Veröffentlichung dieser wichtigen und innovativen Arbeit gekommen". Foucault hatte eigentlich verfügt, nach seinem Tod keines seiner Werke aus dem Nachlass zu veröffentlichen. Im Buch "Les aveux de la chair" ("Die Geständnisse des Fleisches") geht es um den Umgang der frühen Christen mit Sexualität sowie die Fragen von Einverständnis und Vergewaltigung. Foucault geht der Frage nach, wie die christlichen Kirchenväter das Thema Sexualität in unsere Köpfe gebracht haben. Das Erstaunliche: Die frühen Christen verhalfen dem Sexualtrieb als Thema erst zur Geltung. So entwirft Augustinus im 4. Jahrhundert nach Christus den Mensch als sündiges Wesen, der seit der Vertreibung aus dem Paradies mit seiner unkontrollierbaren Begierde zu kämpfen habe. Wir sprechen mit dem Philosophen Martin Saar über die heutige Bedeutung des Buches.
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Kulturzeit-Gespräch mit ...
Martin Saar, Philosoph
(13.03.2018)

zu seinem Buch
"Les aveux de la chair: Histoire de la sexualité"
von Michel Foucault (frz.)
Gallimard 2018
ISBN-13: 978-2072700347

Mainzer Stadtschreiberin Anna Katharina Hahn
© dpa
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Der renommierte Literaturpreis des Mainzer Stadtschreibers geht 2018 an Anna Katharina Hahn. Die schwäbische Schriftstellerin tritt die Nachfolge des deutsch-irakischen Lyrikers und Romanautors Abbas Khider an, wie das ZDF am 2. Oktober 2017 mitteilte. Die 1970 geborene Hahn hat seit dem Jahr 2000 zwei Erzählbände und drei Romane vorgelegt. Zuletzt erschien 2016 der Roman "Das Kleid meiner Mutter". Wir haben sie am Tag ihrer "Amtseinführung" begleitet.
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Abgesang auf die Popkultur
© Colourbox
Vor kurzem ist er 70 Jahre alt geworden: Georg Seeßlen, einer der sensibelsten Seismografen unserer Kultur. Jetzt hat er einen fulminanten Abgesang auf die Popkultur unter dem Titel "Is This The End?" veröffentlicht. Darin folgt er der These des britischen Pop-Theoretikers Mark Fisher, der sich 2017 das Leben nahm. Der kulturelle Fortschritt hat sich bis zum Stillstand verlangsamt, so Seeßlen. Schleichend sei die Idee des Neuen, wie sie die Avantgarde des 20. Jahrhunderts prägte, aus dem zeitgenössischen Denken verschwunden, bis hin zu dem, was wir Postmoderne nennen. Pop habe seine Utopie verloren und wird von rechts vereinnahmt, sagt Seeßlen. In gewisser Weise ist sein Essay ein besonderer Beitrag zu 50 Jahren 1968, denn er fordert ein Bündnis der politischen und ästhetischen Avantgarde ein, das damals ziemlich gut funktioniert hat. Immerhin hat Popkultur einmal die Welt verändert.
Buch
"Is This The End? Pop zwischen Befreiung und Unterdrückung"
von Georg Seeßlen
edition Tiamat 2018
ISBN-13: 978-3893202287
INTERVIEW mit ...
Georg Seeßlen über Popkultur

War es das mit der Sozialdemokratie?
© dpa
Was ist aus der Sozialdemokratie geworden? Sie stand einmal für große Ideen, Visionen, Utopien. Für die Arbeiter, die Benachteiligten, für mehr Demokratie und Frieden. Und jetzt? Innerhalb von 20 Jahren hat die SPD ihren Stimmenanteil halbiert. Und Anfang März 2018 - Höhepunkt einer monatelangen Komödie - einer neuen Großen Koalition zugestimmt. War es das für die Sozialdemokratie? Endgültig? Theatermacher Claus Peymann, Verleger Jakob Augstein sowie die Politiker Daniel Cohn-Bendit, Kevin Kühnert und Annika Klose über den Stand der SPD.

Der "ttt"-Beitrag in der ARD-Mediathek ...

"I, Tonya"
© ap
Es war ein Duell, das Sportgeschichte schrieb: Bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer treten die beiden US-Eiskunstläuferinnen Nancy Kerrigan und Tonya Harding gegeneinander an. "Die Schöne und das Biest" werden die Rivalinnen genannt. Millionen weltweit sitzen vor dem Fernseher. Denn zuvor war auf Kerrigan beim Training ein Attentat mit einer Eisenstange verübt worden, das Hardings Ex-Ehemann in Auftrag gegeben hatte. Seitdem wird Tonya Harding als "Eishexe" betitelt. Der außergewöhnliche Spielfilm "I, Tonya" erzählt jetzt mit schwarzem Humor die traurige Geschichte ihres Lebens.
Der "aspekte"-Beitrag in der ZDFmediathek ...
Film
"I, Tonya"
US 2017
Regie: Craig Gillespie
Darsteller: Margot Robbie, Allison Janney, Sebastian Stan, u,a.
Kinostart:
DE: 22.03.2018
AT: 23.03.2018

Die Kulturzeit-Tipps

<b>TANZ:</b><br />Tanzplattform in Deutschland 2018  © Sebastian BoleschTANZ:
Tanzplattform in Deutschland 2018
<b>MUSIK:</b><br />Sonya Yoncheva: "The Verdi Album" © Sony classicalMUSIK:
Sonya Yoncheva: "The Verdi Album"
<b>THEATER:</b><br />"All about Eve", Kammerspiele Wien © Sepp GallauerTHEATER:
"All about Eve", Kammerspiele Wien